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Mittwoch, 8. Dezember 2021

Meine Leseliste 2021


 


  •  Der Taigajäger Dersu Usala - Wladimir Arsenjew
  •  Geschichtenklang - Cambra Skadé 
  •  Glückskinder - Teresa Simon 
  •  Himmlische Konstellationen 2022 - Markus Jehle 
  •  Astrokalender Sternenlichter 2022 Petra Niehaus 
  •  Das Gras wachsen hören - Luisa Francia


Ein Buch für lange Winterabende. Wladimir Arsenjew (1872–1930) war Naturwissenschaftler und Offizier der zaristischen Armee. Eine seiner Forschungsreisen führte ihn weit in die Taiga, rund um den Fluss Ussuri. Dort trifft er auf Dersu Usala, der Taigajäger, der vollkommen im Einklang mit der Natur lebt. Er spricht mit dem Feuer genauso wie mit dem Wind oder einem Tiger.  Ein Reisebericht, der mich im Lockdown mitnahm in  ein Sehnsuchtsland. Ohne große Höhepunkte, eher sanft. 7/10

Ihre Worte laden mich eigentlich ein zum fühlen, träumen, finden,  erinnern, erleben.   Erzählende Heilkunst und magische Poesie, so lautet die Einladung zu  Geschichten-klang von Cambra Skadé. Leider hat mich dieses Buch von der sonst sehr geschätzen Cambra nicht so gepackt. Es zieht und wiederholt sich. Gut gemeinte, weil ich sie wirklich mag, 5/10. 

Sehr lebendig schildert Teresa Simon in ihrem Roman Glückskinder das Leben im Nachkriegs München. Beide Seiten, die der Befreiten und die der Besiegten, haben nach dem Krieg zu kämpfen. Das Buch ist sehr flüssig geschrieben und lässt sich gut lesen. Der Anfang war spannend, leider flachte es immer mehr ab und wurde vorhersehbar.  Zum Ende hin wird es mir ein bisserl zu kitschig und als Münchnerin "ärgern" mich auch ein paar ungenaue Details. 6/10. 

Seit vielen Jahren sind die Himmlischen Konstellation von Markus Jehle mein Jahresbegleiter. So hab ich mich auch dieses mal wieder sehr auf das kleine Büchlein gefreut und wurde richtig enttäuscht.  Das ist einfach nur noch lieblos und mit wenig Aufwand produziert. Seit 2005 sammle ich die Jahreskalender, dies wird wohl mein letzter sein. In der Hoffnung, vielleicht wird sich nochmal was ändern, lieb gemeinte 3/10.  

Immer mal wieder Luisa Francia, eine meiner liebsten Autorinnen.  Das Gras wachsen hören ist ein typisches Luisa Buch. Ich mag ihre erfrischende Sicht auf die Dinge. Da ich aber auch schon sehr viele Bücher von ihr hab, hat mir das jetzt nicht wirklich Neues gebracht. Aber wie wir alle wissen, liegt ja auch in der Wiederholung eine magische Kraft. 7/10. 
 
Der Astrokalender Sternenlichter 2022 von Petra Niehaus ist schön übersichtlich gestallet. Wer schnell die täglichen Planetenpositionen sowie Tagesaspekte nachlesen will, der hat hier wirklich einen zuverlässigen Begleiter zur Hand. Schwerpunkt Thema in diesem Jahr: Tierkreis-Evolution.Ein bisserl mehr zu den aktuellen Konstellationen fehlt mir allerdings auch hier. 8/10


Falls dies als Werbung angesehen wird, dann ist sie unbezahlt.
Ich habe alle  Bücher selbst erworben und bekomme keine Bezahlung für meine kurzen, persönlichen Eindrücke.  
 
 
Alle Texte (co) Karin Mayer - sofern es nicht anders gekennzeichnet ist. 
Wenn die Quellenangabe dabei steht, dürfen auch Auszüge aus dem Text geteilt und weiterempfohlen werden. Doch bitte immer mit Quelle und Link; 
Herzlichen Dank! 
Bildquelle: https://pixabay.com/de/photos/bl%C3%A4tter-b%C3%BCcher-farbe-kaffee-pokal-1076307/

Donnerstag, 10. Dezember 2020

Meine Leseliste 2020



  • Handbuch für Zeitreisende - Kathrin Passig & Aleks Scholz
  • Das Café am Rande der Welt - John Strelecky
  • Aufbruch zur Freiheit - Christoph Schubert-Weller
  • Sonnig durch das himmlische Jahr - Riki Allgeier

Schon jetzt, der nützlichste Reiseführer aller Zeiten. Das Handbuch für Zeitreisende von Kathrin Passig und Aleks Scholz. Habt ihr auch schon immer davon geträumt, mit einer Zeitmaschine zu verreisen?  Dieses unterhaltsame Buch gibt euch wertvolle Tipps, wann man am besten wohin reisen sollte und welche Reiseausrüstung man dazu benötigt. Gerade  die praktischen Hinweise  fand ich immer wieder zum schmunzeln. Was nehm ich mit, was zieh ich am besten an? Brauch ich Proviant, was sollte man vermeiden.  Interessant auch die Gedankenspiele, was passiert, wenn man während seiner Reise in die Vergangenheit, die Zukunft verändern würde. Als Fan von "Zurück in die Zukunft" weiß man das natürlich. Das Handbuch für Zeitreisende schenkt einen  Einblick in vergangene Epochen und lässt sie kurz wieder aufleben. Sehr unterhaltsam auch für Geschichtsfreunde 8/10 Punkten.

Im Buch Das Café am Rande der Welt von John Strelecky geht es um die Frage,
nach dem Sinn des Lebens in einer netten, kleinen Geschichte verpackt. Warum bist du hier?  Wer sich mit dieser Frage schon mal beschäftigt hat, wird auch in diesem Buch nicht wirklich neues entdecken. Wie gesagt, ganz nett, aber nichts Neues. Mich hat es dazu angeregt, mal wieder die Prophezeiungen von Celestine zu lesen.   6/10 Punkten. 

Aufbruch zur Freiheit von Christoph Schubert-Weller ist ein wissenschaftliches, philosophisches und astrologisches Buch zur Großen Konjunktion von Jupiter und Saturn im Dezember 2020. Ich lese den Autor sehr gerne, hier finden wir wirklich fundiertes Wissen. 8/10 Punkten. Ebenfalls sehr empfehlenswert für jeden der tiefer in die Astrologie einsteigen will, ist "Wege der Astrologie" von ihm. 
 
Dieses Büchlein ist ein wahres Kleinod, denn wirklich groß ist es nicht. Das ist auch die einzige Kritik die ich daran habe. Sonnig durch das himmlische Jahr  von Riki Allgeier ist ein herzenswarmes und wie der Titel schon sagt, sonniges Buch über die Sonne, ihre Stellung in  Sternzeichen und ihre Pflanzengeister. Bei jeder Zeile, bei jedem Wort, geht einfach die Sonne auf. Erfrischend und erhellend, meine Zwillings Sonne ist entzückt. Wunderschön und ganz besonders zauberhaft sind die Zeichnungen von der Münchner Künstlerin Claudia Knüppel,  die jedem Pflanzengeist ein Gesicht schenkt. 10/10 Punkten. 

Dieses Jahr bin ich echt wenig zum lesen gekommen. Man könnte ja meinen, man ist mehr daheim und hat mehr Zeit, aber meine Tochter ist auch mehr daheim und wir genießen unsere besondere Zeit die uns hier geschenkt wird.  Was für ein Geschenk es ist, meine Große noch ein bisserl länger  so nah zu haben. Bald wird sie losfliegen und dann ist auch wieder mehr Zeit zum lesen. 

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Montag, 16. Dezember 2019

Meine Leseliste 2019



  • Der Report der Magd / Margaret Atwood
  • Alias Grace / Margaret Atwood 
  • Die Terranauten / T. C. Boyle  
  • Die Wanderin im Grenzland / Cambra Skadé  
  • Freddie Mercury: Die Biografie / Lesley-Ann Jones 
  • Die Holunderschwestern / Teresa Simon
  • Wo die Geister wandern / Dirk Heißerer  
  • Das Licht von Avalon: Das Erwachen / Aime San  
  • Der weibliche Weg zur wilden Kraft / Luisa Francia  
  • Berggöttinnen der Alpen / Heide Göttner-Abendroth 
  • Die Zeuginnen / Margaret Altwood 

Der Report der Magd  von Margaret Atwood   ist ein Roman aus dem Jahr 1985. Darauf aufmerksam wurde ich durch die Serie The Handmaids  Tale.   In einer relativ nahen Zukunft, haben die Frauen in Amerika plötzlich keine Rechte mehr. Es geht alles ziemlich schnell, es geht um Rassismus, Unterdrückung, Fanatismus und Sexismus, und um Macht.  Beim lesen habe ich mich immer wieder gefragt, kann das wirklich passieren? Ja! meine einfache Antwort.  Unbedingt lesen! Dieses Buch rüttelt wach und hat mich auch nach fast einem Jahr immer wieder gedanklich beschäftigt. Die Serie habe ich mir  danach  angesehen.10/10 Punkten Der Report der Magd ist ein literarisches Meisterwerk!

Alias Grace von Margaret Atwood ist ein Roman nach einer wahren Begebenheit. Der Fall der jungen Grace Marks  hat im 19. Jahrhundert die Öffentlichkeit sehr bewegt. War sie Mitschuld am Tod ihres Arbeitgebers und dessen Freundin?  Margaret Atwood erzählt in ihrem unverkennbaren Stil die Geschichte von Grace und die des jungen Nervenarztes Jordan, der sich mit dem Fall beschäftigt. Während sie ihm ihr Leben schildert näht Grace einen Quilt. Im Buch werden die einzelnen Kapitel  durch Zeitungsartikel, Briefe, Gedichte und Gerichtsartikel ergänzt. Es entsteht ein erzählerischer Quilt, was auch durch die einzelnen Quadrate zu Beginn jedes Kapitels dargestellt wird. Ein Quilt, weil das Ganze mehr ist, wie seine Einzelteile. Weil alles mehrere Seiten hat. 7/10 Punkten

T. C. Boyle erzählt in Die Terranauten von einem Öko-Experiment mit vier Frauen und vier Männern, die für 2 Jahre unter einer Glaskuppel leben und forschen. Mich hat dabei die zwischenmenschliche Dynamik interessiert.Es hat allerdings fast 300 Seiten gedauert, bis ich wirklich drin war. Es ist ein bisserl wie die TV Show Big Brother.  Man lernt die Protagonisten immer mehr kennen und ist gespannt, wie sie reagieren werden.Zum Schluss hin gibts noch eine fette Überraschung.  Das Ende lässt Raum für einen weiteren Teil.  7/10 Punkten

In ihrem neusten Buch Die Wanderin im Grenzland erzählt  Cambra Skadé  in ihrer ganz eigenen, wundervollen Art vom Land dazwischen und  den Wegen der Wandlung. Davon wenn der Nordwind weht und von   den Träumen der Ahnen. Ich kann  euch dieses Buch nur wärmstens empfehlen. Für Frauen, im Dazwischen! Leider kann ich keine 10/10 geben, was am Verlag des Buches liegt.  Daher nur 8/10.

Freddie Mercury: Die Biografie  von  Lesley-Ann Jones. Interessant für alle, die gerne mehr über den charismatischen Sänger von Queen wissen wollen. Man erfährt vieles über seine Art zu leben, von seiner Kindheit bis hin zu seinen Hoffnungen, und Ängsten,  Erfolgen und Misserfolgen. Die Autorin dürfte sich gern etwas mehr zurücknehmen, auch wissen echte Fans, dass einiges nicht ganz so war wie geschildert. Außerdem gibt es unnötig viele Informationen über irgendwelche Leute die Null Relevanz haben. 4/10 
  
Die Holunderschwestern von Teresa Simon wurde mir von Renate empfohlen. Ein spannender Roman der die Familiengeschichte zweier Schwestern zwischen den beiden Weltkriegen beschreibt. Geheimnisse aus der Vergangenheit die bis in die Gegenwart wirken, sehr spannend und fesselnd erzählt.  Besonders gefallen hat mir natürlich der Bezug zu München, spielt das Buch doch direkt vor meiner Haustür und so wurden die Figuren fast lebendig für mich.  Am Ende ein bisserl kitschig, aber mei, muss halt auch manchmal sein. 9/10 

Wo die Geister wandern: Literarische Spaziergänge durch Schwabing von Dirk Heißerer. Schwabing ist ja kein Ort, sondern ein Zustand;  wie Franziska Gräfin zu Reventlow, die schillernde Figur der Bohème es einst nannte.  Ja und hier wohne ich nun seit gut 20 Jahren und allein schon deshalb interessiert mich  wo im legendären Künstlerviertel die Geister zu wandern  wagten. Ein literarischer Stadtführer, Kulturgeschichte hautnah, mit Rilke, Wedekind, den Brüdern Mann, die Blauen Reiter und so manchem mehr. Beim Lesen und gehen steigt das Gefühl von damals in mir auf, Bilder entstehen...8/10

Das Licht von Avalon: Das Erwachen  von  Aime San habe ich mir aufgrund der vielen positiven Rezessionen gekauft.  Es erfüllt alle Vorstellungen einer Esoterischen Fan Fiction. Es tropft nur so voller Schmalz und Klischees. Da wird aber auch echt nichts ausgelassen: Lucides Träumen,  Tierkommunikation und natürlich Seelenverwandte vom andern Stern.  Atlantis, Avalon, Erzengel, Waldfeen, das volle Programm.  Nach 50 Seiten wollte ich es schon zur Seite legen.  Ich habe mich durchgerungen, doch es wurde nicht besser. Polsprung, Sonnensturm, Innere Erde  und Delfine. Sprechende Delfine natürlich.  Geschwurbel um  Geschwurbel. Wer dem nicht folgen kann, ist halt noch nicht auf so einer hohen Bewusstseinsebene, nicht wahr? Ganz üble  Kost, Finger weg. 0/10 

Der weibliche Weg zur wilden Kraft  ist das neuste Buch von Luisa Francia. Wer Luisa Francias Bücher und ihren Tagebuch Blog  kennt, wird vielleicht wenig Neues entdecken. Doch gerade in der Wiederholung steckt ja eine besonders magische Kraft. Luisa hat ihren ganz eigenen Schreibstil, den ich sehr erfrischend empfinde. 7/10

Heide Göttner-Abendroth   spürt in ihrem Buch Berggöttinnen der Alpen die noch vorhandenen Spuren des matriarchalen Zeitalters in der Landschaft auf. Landschaftsmythologische Forschungen, Volkskunde, Geografie, umfangreiches, fundiertes Wissen, welches mir meine Heimat noch vertrauter macht. 9/10

Die Zeuginnen  von Margaret Atwood ist die Fortsetzung des Romans "Der Report der Magd" der, spätestens seit er Vorlage der gleichnamigen Serie war, zu einem ikonischen Text des Kampfs für Frauenrechte wurde. Freiheit, Demokratie, individuelle Rechte, wie leicht zerbrechlich diese Werte sind, sehen wir auch in unserer Zeit.Die Zeuginnen erklärt viel über das System Gilead, leider kommt es nicht an die Tiefen heran, die der erste Roman hatte. Dennoch sehr empfehlenswert. 9/10



☆☆☆


In diesem Jahr konnte ich gleich mehrere  großartige Autorinnen und Autoren live bei Lesungen erleben.   Für mich immer wieder ganz besondere Erlebnisse.  


Im Frauenbuchladen Lillemors stellten im März Cambra Skadé und im Juli Luisa Francia  bei  Lesungen ihre neusten Bücher vor.   Beide  mit einer Sprache, die mich sofort berührt.  Wir sind vom gleichen Stamm. Ich danke beiden für ihre Inspiration und ihr Wirken!  Sie teilen ihr großes Wissen mit uns auf eine ganz offene, herzliche Art. Aufwühlend, zum nachdenken anregend. Da rührt sich was!

Ihr beeindruckendes Wissen teilte Heide Göttner Abendroth bei einem Vortrag im Oktober mit uns aufmerksamen Zuhörerinnen. Welch wertvolle Arbeit sie seit Jahrzehnten leistet, dafür gebührt ihr mein Dank und Respekt! Hat mich wirklich schwer beeindruckt!


Sehr unterhaltsamen und interessant war der  Vortrag von Wolf Dieter Storl. Ein unglaublich lieber und warmherziger Mensch, der mit seiner humorvollen Art uns die Frühlingskräuter näher brachte. Er schweifte natürlich auch immer wieder ab, was den Vortrag aber nur noch, noch schöner machte. Ich kann jedem seine Bücher wärmstens an's Herz legen.



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Mittwoch, 27. März 2019

Die Wanderin im Grenzland von Cambra Skadé




Ein wunderbarer Abend mit der wundervollen  Cambra Skadé.  Im Frauenbuchladen Lillemors stellte sie bei einer Lesung ihr neustes Buch:  "Die Wanderin im Grenzland" vor.  Nach nur wenigen Sätzen war ich richtig ergriffen.  Da spricht jemand genau das an, was mich gerade im innersten bewegt. Mit einer Sprache, die mich sofort berührt.  Wir sind vom gleichen Stamm. 

In ihrem neusten Buch  geht es ums Unterwegssein. Wenn man spürt, dass ein Weg zu Ende geht und du weißt, es ist an der Zeit, doch du weißt nicht so recht wohin. Eine jede von uns ist irgendwann "Die Wanderin im Grenzland".  Ich bin jetzt bald 54,  der Fluss meines Lebens ist langsamer und ruhiger geworden.  Es plätschert so vor sich hin und immer öfter sag ich mir, es ist gut so wie es ist, aber war das jetzt wirklich schon alles?  Kommt noch was? 

Cambra beschreibt in ihrem Buch genau diese Phase im Leben. Um hinaus zu gehen, um das vertraute Herdfeuer zu verlassen, braucht es viel Mut.  Mein wildes Herz pocht, ich will es nochmal wagen. Hinaus in die Wildnis,  na klar hab ich Bammel, wer weiß was da alles kommen mag.  Ich hab das Buch noch nicht ganz durchwandert, es wird mich sicher noch eine Weile begleiten.  Vom Land dazwischen, zu den Wegen der Wandlung, wenn der Nordwind weht zu den Träumen der Ahnen. Ich kann es euch jetzt schon  wärmstens empfehlen. Für Frauen, im Dazwischen! 
 
 

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Bildquelle: (co) Karin Mayer mit freundlicher Genehmigung von Cambra Skadé
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Dienstag, 11. Dezember 2018

meine Leseliste 2018



    • Blühende Fantasie / Luisa Francia
    • Wolfsmedizin / Wolf Dieter Storl
    • Die vierzig Geheimnisse der Liebe / Elif Shafak
    • Schlage die Trommel und fürchte dich nicht / Maria Gräfin von Maltzan
    • Die Göttin im Federkleid / Luisa Francia
    • Land der Großen Göttin / Brenda Gates Smith
    • Der Magische Alltag / Luisa Francia
    • 1913 - Der Sommer des Jahrhunderts / Florian Illies
    • Die Töchter der Großen Göttin / Brenda Gates Smith  


    Blühende Fantasie von Luisa Francia  ist ein nettes kleines Büchlein über Vision, Imagination und das Wesen der Magie. Etwas zu klein für den Preis, wie ich finde. Wer ihre Bücher mag, der wird auch dieses schätzen. Im Praxisteils gibt es einige hilfreiche Anregungen zum imaginieren, denn nichts auf dieser Welt wurde erschaffen, ohne vorheriger Vision. Erschaffen wir uns unsere eigene Wirklichkeit!

     
    Wolfsmedizin
    von Wolf Dieter Storl ist ein ethnologischer Reisebericht über die Mongolei und Sibirien. Eine Gegend, die mich mein ganzes Leben lang schon magisch anzieht. Haben andere von der Karibik geträumt, wars bei mir das weite Land der Jurten, Schamanen und Wölfe.  In diesem Buch schreibt Wolf Dieter Storl über schamanische Praktiken und die Ursprünge der Volksmedizin. Er nimmt mich mit auf die Reise in das Land meiner Träume. Sehr schön auch die zahlreichen Bilder.

    Die vierzig Geheimnisse der Liebe von  Elif Shafak. Die 500 Seiten haben sich ein bisschen gezogen.  Am Schluss hab ich dann doch ein paar Tränen verdrückt. Nicht wegen dem Buch, wegen der Liebe. .. Die Story etwas langatmig, doch bietet das Buch einen interessanten Einblick in den Sufismus und den Islam, über das Leben Rumis und eben den vierzig Geheimnissen der Liebe.


    Schlage die Trommel und fürchte dich nicht, die Biografie von  Maria Gräfin von Maltzan. Ich habe das Buch vor Monaten gelesen und  heute noch denke  ich  öfters darüber nach. Empfohlen wurde es mir von meiner lieben Leserin Michaela, die meine Neugier weckte: Die Geschichte einer Frau mit  Höhen und Tiefen, die sich verloren und wiedergefunden hat. Gräfin Maltzan hat  aktiv im Widerstand gegen das NS Regime gekämpft, hat Haltung bewahrt wo andere sich weggeduckt haben. Einmal angefangen, konnte ich es nicht wieder weglegen. Schlage die Trommel und fürchte dich nicht, ist wohl auch ein Lebensmotto von mir, das wurde mir beim lesen bewusst.  Sehr empfehlenswert!


    Die Göttin im Federkleid von Luisa Francia. Das weibliche Universum bei Germanen und Kelten. Von Göttinnen, weisen Frauen und Seherinnen. Ganz besonders schön finde ich, wie jedem Thema ein Märchen voraus geht. Auf der Spurensuche nach unserer weiblichen Urkraft.  Nährend und wohltuend, wie all ihre Bücher. 


    Der Magische Alltag  von Luisa Francia. Und immer wieder Luisa! Ich liebe ihre Bücher.  Ohne viel Chichi und blabla, einfach, ehrlich und echt und doch hat jede Seite ihren Zauber. Im "Magischen Alltag" teilt Luisa  ihre Erfahrungen und ermuntert die Leserinnen und Leser, eigene Rituale zu erschaffen. Anregungen und Inspiration, ein Buch in das ich immer wieder gerne rein lese. 


    1913 - Der Sommer des Jahrhunderts von Florian Illie. Ein Buch das glücklich macht, wie es  in einer Rezession steht. Wie viel Zeit und  Arbeit in diesem Buch steckt? 1913, das Jahr indem unsere Gegenwart begann. Das Jahr, wo die Welt scheinbar noch in Ordnung war aber die Ahnung auf das was kommt in der Luft lag. Die  kurzen Geschichten mit dem Wissen von heute betrachtet haben mich mehr als einmal geflasht. Hab es mittlerweile  schon zweimal verschenkt.


    Die Töchter der Großen Göttin  und die Fortsetzung Land der Großen Göttin von  Brenda Gates Smith, spielen in einer Zeit lange vor unserer. Auch damals stand die Welt vor einem Umbruch. Die große Göttin wird immer mehr vom Patriarchat zurückgedrängt. Wer die Ayla Bücher mag, dem wird auch die Geschichte um Yana und Henni gefallen.  Ich hätte mich gefreut, wenn noch tiefer in die Zeit eingegangen wäre, wie haben sie geheilt, welche Rituale und Zeremonien wurden abgehalten. Wurde zwar angeschnitten, aber da hätte ich gerne noch mehr gehabt. 

    Vorsatz fürs nächste Jahr: Mehr Zeit zum Lesen!!


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    Samstag, 10. September 2016

    Luisa Francia



    Luisa Francia, der Name ist mir vor einigen Wochen   gleich mehrmals an verschiedenen Stellen begegnet. Das hat mich neugierig gemacht.  Da will sich was zeigen, sonst kommt es nicht auf unterschiedlichen Wegen dir gleich mehrmals unter.

    Mein erstes Buch von ihr "Weidenfrau und Wiesenkönigin" über die Magie und Kraft unserer heimischen Pflanzen. Über Ahninnen und Göttinnen, über Rituale und viel vom Alten  Wissen. Ein Zauberbuch, so schön gestaltet, mit Zeichnungen und Bildern. Die Art wie Luisa  schreibt, spricht meine bayerische Seele sofort an.  Da redet nicht jemand im esoterisch weichgespülten Einheitsbrei, Luisa Francia spricht aus, was ausgesprochen gehört. Sie nennt die Dinge beim Namen. Schnörkellos, gradlinig, manchmal leicht sarkastisch, direkt, verständlich. Noch das erste Buch nicht zu Ende gelesen, bestellte ich mir schon das Nächste. "Mond, Tanz, Magie"  Einmal in Händen konnte ich es nicht mehr weglegen. Ich liebe dieses Buch. Manche Monde habe ich seitdem schon mehrmals gelesen, auf meinem Nachtisch liegend tauche ich immer wieder darin ein. Im Licht der Mondin. Frech, wild, sanft, urweiblich. Ein so wundervolles, magisches, kraftvolles Buch!


    Da sitzt sie,  barfuß und im Schneidersitz.  Die Stammesmutter.  Sie teilt ihr großes Wissen mit uns auf eine ganz offene, herzliche Art. Aufwühlend, zum nachdenken anregend, da rührt sich was!  Genauso wie bei "Frauenkraft und Frauenweisheit"  ein weiteres Buch was ich derzeit von ihr lese. Nährende, wohltuende Inspiration. Bei der Lesung in der Buchhandlung Lillemors geht es um die Neuauflage von "Eine Göttin für jeden Tag". Ein Begleiter für jeden Tag. Luisa erzählt uns  von Kybele und Kali, von mutigen und ängstlichen, von starken und sanften, von wilden und weisen Göttinnen. Die eine jede von uns in sich trägt. 


    Danke Luisa Francia für deine Inspiration, die du mir täglich bist. Meinen eigenen Weg zu gehen, meine Kraft zu spüren, meine Schatten zu sehen, meine Stärken zu leben,  meine Weiblichkeit zu lieben, zu mir findend,  die Göttin in mir wissend.



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    Mittwoch, 8. April 2015

    Keith Richards ♐ Life

    “I’m Sagittarius, half-man, half-horse, with a license to shit in the street…” 
    Keith Richards




    Eine etwas andere Buchrezension: 

    Keith Richards Biografie "Life" ist wie sein Gitarrenspiel: 
    unverkennbar, rau, hart, energetisch,  rotzig, frech, einfach  anders
    .... und mit einer  Prise Humor.

    It`s only Keith, but I like him 

    Geboren am 18.12.1943 um 6 Uhr in Dartford/England, Schütze mit Aszendent Skorpion.

    Keith Richards hat in seinem Leben nicht nur einmal  Grenzen  überschritten, einer musste es ja tun; so Keith lapidar in seinem Buch "Life".   Das liegt einem Schützen mit Skorpion Aszendent einfach im Blut. Man geht weiter als andere (Schütze),  ja da wird mit der dunklen Seite (Skorpion) schon auch gern kokettiert - Sympathy for the devil. (*)

    Wenn Keith von der Liebe seines Lebens - der Musik - erzählt, dann kann ich ihm nicht immer folgen. Skorpion AC mit Herrscher Pluto in Konjunktion zum  nördlichen Mondknoten, ein Besessener, der seine eigenen Schatten nur zu gut kennt. Hier spürt man das Genie, das in ihm und seinem Gitarrenspiel steckt (Mars-Uranus Sextil Pluto - exzessiv und voller Leidenschaft). Diese totale Hingabe zeigt auch die Venus im Skorpion, die im 12. Haus neptunisch "gefärbt" ist. Keith Richards liebt und lebt  den Rock´n´Roll und den Blues wie kein anderer. Keith Richards ist als rollender Stein geboren! Eine Authentizität, wie man sie selten findet. Auch wenns mal rau und hart klingt, es ist immer echt. Echte Musik, echte Liebe, echt Keith. Diese tiefe Seele.


    Beim Lesen hab ich öfter das Gefühl, sein rauchiges Lachen zu hören. Sein Steinbock Merkur hat anscheinend trotz jahrelangen Drogenkonsums nichts vergessen und selbst diese  Phase seines Lebens beschreibt er recht sachlich und überraschend "nüchtern". Steinbock Merkur ist hier  diese Geradlinigkeit, die Keith auszeichnet. 
    Schnörkellos, kompromisslos, ehrlich und echt - I'm a-talkin' 'bout the midnight rambler. (*)

    Dass er die 70er überlebt hat, hat er wohl auch seinem Mond in der Jungfrau zu verdanken. Vorsichtig, kritisch beobachtend und im Grunde seines Herzens tendenziell eher ein Spießer. Ja ich weiß, wenn man vieles über  ihn sagen kann, dann doch nicht das. Doch auch das ist Keef - wie ihn seine Freunde nennen, eine treue Seele, die sich nach Liebe und Sicherheit sehnt. Vielleicht ist es dieser Zwiespalt, und die starken Neptun und Pluto Bezüge die ihn süchtig haben werden lassen. Eine Sucht hat unterschiedliche Faktoren, Neptun spielt natürlich eine große Rolle ( im 10. Haus im Sextil mit Pluto, Venus im 12. Haus) doch das wirklich zwanghafte, selbstzerstörerische Element bringt Pluto hier mit rein (Skorpion AC, Pluto am Mondknoten). Jeder Mensch hat seine Dämonen, wie er es in seinem Buch beschreibt. - no colours anymore i want them to turn black  (*)

    Sex and Drugs and Rock ´n´Roll, wobei bei seinen Frauengeschichten wohl immer echte Gefühle im Spiel waren. Keith ist kein Jäger und Sammler wie Mick (Löwe Sonne und Ac) mit dem ihn übrigens eine Mond-Venus-Chiron Konjunktion verbindet, da ist die bedingungslose Liebe, aber auch der Schmerz zu finden. Sein Herz hat er sich mehrfach brechen lassen (Mars im 7. Haus im Quadrat mit Mond), das muss wohl so sein, um Songs die berühren, schreiben zu können.

    Dieses Buch ist wie seine Musik, wer sie liebt, der wird auch das Buch lieben. Intensiv, mit viel Herzblut geschrieben.  Leider vermisse ich das bei  der neueren Musik der Stones, zwischen Voodoo Lounge und Bridges to Babylon hab ich aufgehört, mir ihre Platten zu kaufen. Live hab ich sie mehrmals gesehen, aber auch da war für mich dann 1998 Schluss. "Meine Stones" haben sich schon einige Jahre zuvor verloren.   
     
     
    Nachtrag: 8 Jahre später, wir schreiben mittlerweile das Jahr 2023, bringen die alten Jungs tatsächlich eine neue Platte raus und die ist einfach genial. Sie hören sich an wie früher und es haut rein wie früher. Hackney Diamonds erinnert oder besser gesagt knüpft an Some Girls an, für mich eine meiner Lieblings Stones Scheiben. Sweet Sound of Heaven! Dieser Sound ist echt nicht von dieser Welt! Meine alten Stones, love you forever!




    (*) Zitate aus Jagger/Richards Songs


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    Bildquelle:Privat (co) Karin Mayer 
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