Die
letzte Rauhnacht ist für viele auch die wichtigste, es ist die Nacht
der Percht, oder besser gesagt, es ist die Nacht der großen Göttin. Nur in dieser einen Nacht soll sich die Göttin in ihrer dreifachen Gestalt zeigen. Als junge weiße Frühlingsgöttin, als fruchtbare rote Feuerfrau und als die weise schwarze Percht.
Die Nacht zum 6. Januar wird im alten Volksglauben auch die Nacht der Wunder genannt. In dieser Nacht verteilt die Göttin ihre Gaben. Der alte Name dieses Tages lautet Epiphanie, was Erscheinung bedeutet. Noch heute bringt in Italien die Hexe Befana am 6. Januar, dem Heilig Drei König Tag, die Geschenke.
Neben
Wilbeth und Ambeth, gehörte Borbeth im keltischen Glauben zu den
Schutzgöttinnen, den drei Bethen. Sie waren so tief in die damalige
Zeit verankert, dass die Kirche sie zu Katharina, Margarethe und Barbara
umwandeln musste. Die Initialen der drei heiligen Madln sind: K M B kommt euch vielleicht bekannt vor. Ein uraltes und mächtiges Schutzritual, welches heute noch sehr verbreitet ist: K M B
So leben die alten Bräuche oft in einem anderen christlichen Gewand weiter. Manches ist ganz tief verwurzelt.
Eine meiner Großmütter lebte den Berg hoch am Waldrand, wir verbrachten viele Wochenenden dort. Wenn aus dem Wald Nebelschwaden hochzogen, dann sagte sie immer mit einem geheimnisvollen Klang in der Stimme: "D´Frau Bär kocht heut"
Mir kam als Kind nie in den Sinn, dass damit eine echte Bärin gemeint sein könnte. Intuitiv verstand ich, ohne viele Worte. Und die Großmütter mussten auch nicht viel sagen, sie wussten, dass man es weiß und ich wusste, dass sie wissen. Die Percht oder Bärmutter, wie sie im alpenländischen Raum gern genannt wird. Bärmutter ganz ähnlich klingt da auch Gebärmutter. Die Percht, die das Licht zur Wintersonnwende neu gebärt. In einer Zeit wo die Natur starr und kalt wie tot erscheint.
Eine meiner Großmütter lebte den Berg hoch am Waldrand, wir verbrachten viele Wochenenden dort. Wenn aus dem Wald Nebelschwaden hochzogen, dann sagte sie immer mit einem geheimnisvollen Klang in der Stimme: "D´Frau Bär kocht heut" Mir kam als Kind nie in den Sinn, dass damit eine echte Bärin gemeint sein könnte. Intuitiv verstand ich, ohne viele Worte. Und die Großmütter mussten auch nicht viel sagen, sie wussten, dass man es weiß und ich wusste, dass sie wissen. Die Percht oder Bärmutter, wie sie im alpenländischen Raum gern genannt wird. Bärmutter ganz ähnlich klingt da auch Gebärmutter. Die Percht, die das Licht zur Wintersonnwende neu gebärt. In einer Zeit wo die Natur starr und kalt wie tot erscheint.
Die Göttin kommt heute Nacht bei uns vorbei. Mit den Augen der Liebe blickt sie auf uns, so wie nur eine Mutter ihre Kinder anblickt. Wie
es der alte Brauch ist, werde ich der Percht, mit samt ihrer wilden Jagd, eine Gabe vor die Tür stellen. Zum Hollerbaum gehen und dem Wind lauschen. Zum Dank an Frau Holle dann räuchern, trommeln, ... Vielleicht könnt ihr sie auch hören ...Vielleicht beschenkt sie uns ...
Eine Nacht der Wunder wünsch ich Euch!
Eine Nacht der Wunder wünsch ich Euch!
Alle Texte (co) Karin Mayer
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