(K)ein Tag wie jeder andere?
Für
die einen ein Unglückstag, für andere ein Glückstag – laut
Unfallstatistik: ein Tag wie jeder andere. Und doch liegt etwas in der
Luft. Schwer zu greifen, ein Flirren zwischen Aberglaube und Ahnung.
Angeblich sollen sowohl die Zahl 13
als auch der Freitag, Symbole für Unglück sein. In Hotels fehlt das Zimmer mit dieser
Nummer, bei Tisch sollen es keine 13 Gäste sein. Und wenn doch, so soll
das Unglück groß sein. Wer zählt eigentlich mit? Was wir erwarten oder
befürchten, neigt dazu, wahr zu werden. Selbsterfüllende Prophezeiung, nennen es die Fachleute. Magie, nennen es die anderen.
Jetzt schlägt’s aber 13!
Die 12 – ein Sinnbild der Ordnung: 12 Monate, 12 Tierkreiszeichen, 12 Apostel.
Die 13? Geht darüber hinaus. Eine Schwelle wird überschritten. Ein Schritt ins Unbekannte. Ein Sprung aus dem Kreis. Dreizehn Mondumläufe zählt das Jahr. In matriarchalen Kulturen war das Jahr nach dem Mond gerichtet: 13 Zyklen, im Einklang mit den Frauen, den Wassern, den Gezeiten. Dann kam das Patriarchat, mit seinen neuen Regeln, seinem Sonnenkalender, eine neue Ordnung enstand. Die 13 wurde zur Rebellin. Eine Zahl, oder waren es die Frauen, die nicht mehr ins System passten und deshalb verteufelt wurden?
Und was ist eigentlich mit dem Freitag?
Wer hat bloß entschieden, dass der Freitag Unglück bringen soll?
Trägt er doch Freya in sich – die Liebende, die Freie, die Fruchtbare. Der Venus geweiht, wie der französische Vendredi. Ein Tag für Liebe, Schönheit, Sinnlichkeit.
Trägt er doch Freya in sich – die Liebende, die Freie, die Fruchtbare. Der Venus geweiht, wie der französische Vendredi. Ein Tag für Liebe, Schönheit, Sinnlichkeit.
Und trotzdemm, da ist sie wieder, die alte Erzählung:
Freitag, der 13. – Unglückstag.
Aber warum eigentlich?
Aber warum eigentlich?
Vielleicht, weil genau das so gefährlich wirkt für eine Welt, die das Weibliche zu lange unterdrückt hat. Die Verbindung von Mond und Venus. Von Zyklus und Liebe. Von Magie und Körper.
Freitag, der Dreizehnte, ein himmlisches Geschenk weiblicher Energie. Und das soll Unglück bringen?
Wer hat sich das nur ausgedacht...
Wer hat sich das nur ausgedacht...
Es ist die dreizehnte Fee,
die nicht eingeladen war –
diejenige, die Zugang zum Schattenreich hat.
Die, die sagt, was keiner hören will.
Die, die die Wahrheit bringt – unbequem und kraftvoll.
Nicht gut, nicht böse – sondern wahrhaftig.
die nicht eingeladen war –
diejenige, die Zugang zum Schattenreich hat.
Die, die sagt, was keiner hören will.
Die, die die Wahrheit bringt – unbequem und kraftvoll.
Nicht gut, nicht böse – sondern wahrhaftig.
....es ist die 13. Fee, die Zugang zum Schattenreich hat....
Was, wenn das, was wir fürchten, genau das ist, was uns befreien will?
Alle Texte (co) Karin Mayer
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Bildquelle:Privat (co) Karin Mayer








