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Dienstag, 11. Juli 2023

Mädesüß - die Wiesenkönigin




Mädesüß
die Wiesenkönigin 




Mädesüß, schon der Name klingt wie ein alter, mystischer Zauber und was für eine hübsche, liebliche Pflanze sie doch auch ist. Schon optisch eine Freude und dann noch dieser Duft. Mädesüß gehört tatsächlich zu den Rosengewächsen und wächst am liebsten dort wo es ein bisserl feucht ist, zum Beispiel an einem Bach entlang.  Gerade heuer gibt es ganz besonders viel, was, so vermute ich, an dem langen, regnerischen Frühling liegt. Schon von weitem kann man sie sehen, da sie meist höher als alle anderen Pflanzen in ihrer Nähe ist. Daher auch der Name Wiesenkönigin. 




Mädesüß enthält  Salicylsäureverbindungen, die mit denen der Weidenrinde vergleichbar sind. Diese Wirkstoffe wurden synthetisch nachgeahmt, wir kennen es alle - Aspirin!  Man kann, wie beim Holler, aus den Blüten einen Sirup machen. Mädesüß Sirup bringt uns wieder ins seelische Gleichgewicht, sorgt für  Klarheit und wirkt stimmungsaufhellend. Ähnlich wie der Holundersirup hilft es uns bei Erkältungen, Fieber und Kopfschmerz. 



Mädesüß Räucherungen verwende ich zum Segnen, reinigen und klären. Es  kann uns erden, öffnet aber auch die Türen in die Traumwelt. Gerade in den Wintermonaten bringt ihr lieblicher, zarter Duft, der nach Honig erinnert, Harmonie und Freude in die kalte Stube und wirkt reinigend bei negativen Energien.  Ich trockne hierzu nur die Blüten. Mädesüß wird den Elementen Wasser und Luft zugeordnet und gehört zu den Pflanzen der Mondin. Sie wird daher auch dem Zeichen Krebs zugeordnet. 



Üppige  Wiesen voll mit Mädesüß. Es wurde schon in keltischen Zeiten als fiebersenkendes, schmerzstillendes, antirheumatisches und stimmungsaufhellendes Heilkraut verwendet. Es enthält schmerzstillende Substanzen, die ähnlich wie Acetylsalicylsäure wirken. Woher der Name genau kommt, weiß man nicht. Vielleicht weil damit früher der Met gesüßt wurde, oder auch, weil die Mädchen wieder lieb und süß wurden, wenn sie eine Heiltinktur bei Frauenleiden zu sich nahmen? Oder aber, weil es so lieblich duftet? Vielleicht ein bisserl von allem. 
 


Die Blütezeit ist von Juli bis August. Ich hab im letzten November nicht schlecht gestaunt, als ich in der Nähe vom Waginger See immer noch so viel Mädesüß hab blühen sehen. Vielleicht brauchen wir derzeit einfach viel davon, daher beschenkt uns die Weiße Göttin so reichlich... 


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Alle Texte (co) Karin Mayer - sofern es nicht anders gekennzeichnet ist.
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Mittwoch, 27. März 2019

Die Wanderin im Grenzland von Cambra Skadé




Ein wunderbarer Abend mit der wundervollen  Cambra Skadé.  Im Frauenbuchladen Lillemors stellte sie bei einer Lesung ihr neustes Buch:  "Die Wanderin im Grenzland" vor.  Nach nur wenigen Sätzen war ich richtig ergriffen.  Da spricht jemand genau das an, was mich gerade im innersten bewegt. Mit einer Sprache, die mich sofort berührt.  Wir sind vom gleichen Stamm. 

In ihrem neusten Buch  geht es ums Unterwegssein. Wenn man spürt, dass ein Weg zu Ende geht und du weißt, es ist an der Zeit, doch du weißt nicht so recht wohin. Eine jede von uns ist irgendwann "Die Wanderin im Grenzland".  Ich bin jetzt bald 54,  der Fluss meines Lebens ist langsamer und ruhiger geworden.  Es plätschert so vor sich hin und immer öfter sag ich mir, es ist gut so wie es ist, aber war das jetzt wirklich schon alles?  Kommt noch was? 

Cambra beschreibt in ihrem Buch genau diese Phase im Leben. Um hinaus zu gehen, um das vertraute Herdfeuer zu verlassen, braucht es viel Mut.  Mein wildes Herz pocht, ich will es nochmal wagen. Hinaus in die Wildnis,  na klar hab ich Bammel, wer weiß was da alles kommen mag.  Ich hab das Buch noch nicht ganz durchwandert, es wird mich sicher noch eine Weile begleiten.  Vom Land dazwischen, zu den Wegen der Wandlung, wenn der Nordwind weht zu den Träumen der Ahnen. Ich kann es euch jetzt schon  wärmstens empfehlen. Für Frauen, im Dazwischen! 
 
 

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Bildquelle: (co) Karin Mayer mit freundlicher Genehmigung von Cambra Skadé
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Dienstag, 11. Dezember 2018

meine Leseliste 2018



    • Blühende Fantasie / Luisa Francia
    • Wolfsmedizin / Wolf Dieter Storl
    • Die vierzig Geheimnisse der Liebe / Elif Shafak
    • Schlage die Trommel und fürchte dich nicht / Maria Gräfin von Maltzan
    • Die Göttin im Federkleid / Luisa Francia
    • Land der Großen Göttin / Brenda Gates Smith
    • Der Magische Alltag / Luisa Francia
    • 1913 - Der Sommer des Jahrhunderts / Florian Illies
    • Die Töchter der Großen Göttin / Brenda Gates Smith  


    Blühende Fantasie von Luisa Francia  ist ein nettes kleines Büchlein über Vision, Imagination und das Wesen der Magie. Etwas zu klein für den Preis, wie ich finde. Wer ihre Bücher mag, der wird auch dieses schätzen. Im Praxisteils gibt es einige hilfreiche Anregungen zum imaginieren, denn nichts auf dieser Welt wurde erschaffen, ohne vorheriger Vision. Erschaffen wir uns unsere eigene Wirklichkeit!

     
    Wolfsmedizin
    von Wolf Dieter Storl ist ein ethnologischer Reisebericht über die Mongolei und Sibirien. Eine Gegend, die mich mein ganzes Leben lang schon magisch anzieht. Haben andere von der Karibik geträumt, wars bei mir das weite Land der Jurten, Schamanen und Wölfe.  In diesem Buch schreibt Wolf Dieter Storl über schamanische Praktiken und die Ursprünge der Volksmedizin. Er nimmt mich mit auf die Reise in das Land meiner Träume. Sehr schön auch die zahlreichen Bilder.

    Die vierzig Geheimnisse der Liebe von  Elif Shafak. Die 500 Seiten haben sich ein bisschen gezogen.  Am Schluss hab ich dann doch ein paar Tränen verdrückt. Nicht wegen dem Buch, wegen der Liebe. .. Die Story etwas langatmig, doch bietet das Buch einen interessanten Einblick in den Sufismus und den Islam, über das Leben Rumis und eben den vierzig Geheimnissen der Liebe.


    Schlage die Trommel und fürchte dich nicht, die Biografie von  Maria Gräfin von Maltzan. Ich habe das Buch vor Monaten gelesen und  heute noch denke  ich  öfters darüber nach. Empfohlen wurde es mir von meiner lieben Leserin Michaela, die meine Neugier weckte: Die Geschichte einer Frau mit  Höhen und Tiefen, die sich verloren und wiedergefunden hat. Gräfin Maltzan hat  aktiv im Widerstand gegen das NS Regime gekämpft, hat Haltung bewahrt wo andere sich weggeduckt haben. Einmal angefangen, konnte ich es nicht wieder weglegen. Schlage die Trommel und fürchte dich nicht, ist wohl auch ein Lebensmotto von mir, das wurde mir beim lesen bewusst.  Sehr empfehlenswert!


    Die Göttin im Federkleid von Luisa Francia. Das weibliche Universum bei Germanen und Kelten. Von Göttinnen, weisen Frauen und Seherinnen. Ganz besonders schön finde ich, wie jedem Thema ein Märchen voraus geht. Auf der Spurensuche nach unserer weiblichen Urkraft.  Nährend und wohltuend, wie all ihre Bücher. 


    Der Magische Alltag  von Luisa Francia. Und immer wieder Luisa! Ich liebe ihre Bücher.  Ohne viel Chichi und blabla, einfach, ehrlich und echt und doch hat jede Seite ihren Zauber. Im "Magischen Alltag" teilt Luisa  ihre Erfahrungen und ermuntert die Leserinnen und Leser, eigene Rituale zu erschaffen. Anregungen und Inspiration, ein Buch in das ich immer wieder gerne rein lese. 


    1913 - Der Sommer des Jahrhunderts von Florian Illie. Ein Buch das glücklich macht, wie es  in einer Rezession steht. Wie viel Zeit und  Arbeit in diesem Buch steckt? 1913, das Jahr indem unsere Gegenwart begann. Das Jahr, wo die Welt scheinbar noch in Ordnung war aber die Ahnung auf das was kommt in der Luft lag. Die  kurzen Geschichten mit dem Wissen von heute betrachtet haben mich mehr als einmal geflasht. Hab es mittlerweile  schon zweimal verschenkt.


    Die Töchter der Großen Göttin  und die Fortsetzung Land der Großen Göttin von  Brenda Gates Smith, spielen in einer Zeit lange vor unserer. Auch damals stand die Welt vor einem Umbruch. Die große Göttin wird immer mehr vom Patriarchat zurückgedrängt. Wer die Ayla Bücher mag, dem wird auch die Geschichte um Yana und Henni gefallen.  Ich hätte mich gefreut, wenn noch tiefer in die Zeit eingegangen wäre, wie haben sie geheilt, welche Rituale und Zeremonien wurden abgehalten. Wurde zwar angeschnitten, aber da hätte ich gerne noch mehr gehabt. 

    Vorsatz fürs nächste Jahr: Mehr Zeit zum Lesen!!


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    Samstag, 11. November 2017

    Ägyptisches Museum

     

    Ganz in unserer Nähe befindet sich das Münchner Museumsviertel. Ich muss gestehen, dass ich in all den Jahren seit ich in München lebe, noch keines besucht habe. Nun haben wir uns für diesen Herbst/Winter vorgenommen, dies zu ändern. Sonntags zahlt man auch nur 1.- Euro Eintritt, Kinder bis 18 sogar kostenlos. Unser erstes Ziel war letztes Wochenende das Museum für Ägyptische Kunst.

     
     
     
     
     

    Die älteste Kunst im modernsten Museum Münchens. Schon der Eingangsbereich erinnert an eine Pyramide. Über flache Stufen geht es hinab, hohe Hallen aus  rauem Beton empfangen uns Es wirkt wie wenn  man einen alten ägyptischen Tempel betreten würde. Eine Sakrale Atmosphäre ist spürbar, geheimnisvoll und mystisch.  Im Inneren haben wir trotz Plan erst mal das Gefühl uns zu verlaufen. Die Skulpturen verwickeln uns in Gespräche und wir begegnen dem alten Ägypten auf ganz spannende Weise. Ägypten hat mich nie besonders angezogen und doch war ich ganz fasziniert von all dem was man dort zu sehen bekommt.  

     
     
     
     
     

    Kunst, Kultur, Religion, Schmuck, Gebrauchsgegenstände aus 5. Jahrtausenden, genauso  vielfältig auch das Material,  Glas, Ton, Papyrus, Stoffe, Stein usw. Vieles noch sehr gut erhalten.  Was wird von uns einmal übrig  bleiben?  Was wird man von uns in ein paar Tausend Jahren noch finden?  



    Wohlvertraut erscheint uns die alte Göttin.  Isis, die Muttergöttin mit ihrem Kind Horus  auf dem Schoss. Isis, die Mondgöttin und Hohepriesterin.Vorbild für Maria mit dem Jesu Kind. Beide werden auch gerne mit der Mondsichel dargestellt. Isis am Haupt, Maria zu Füßen, oft auch im Umhang.



                                Die Bilder könnt ihr wie immer in groß sehen, wenn ihr drauf klickt. 

     

     leider wurden wir hier von einem  Obergschaftelhuber Aufseher ruppig verscheucht. Plötzlich hats ihn nämlich gestört, dass ich Bilder gemacht hab.  So sind einige Bilder mit den Göttinnen leider etwas unscharf.  Schon komisch, dass ich sonst überall Bilder machen durfte

     










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    Samstag, 10. September 2016

    Luisa Francia



    Luisa Francia, der Name ist mir vor einigen Wochen   gleich mehrmals an verschiedenen Stellen begegnet. Das hat mich neugierig gemacht.  Da will sich was zeigen, sonst kommt es nicht auf unterschiedlichen Wegen dir gleich mehrmals unter.

    Mein erstes Buch von ihr "Weidenfrau und Wiesenkönigin" über die Magie und Kraft unserer heimischen Pflanzen. Über Ahninnen und Göttinnen, über Rituale und viel vom Alten  Wissen. Ein Zauberbuch, so schön gestaltet, mit Zeichnungen und Bildern. Die Art wie Luisa  schreibt, spricht meine bayerische Seele sofort an.  Da redet nicht jemand im esoteriscweichgespülten Einheitsbrei, Luisa Francia spricht aus, was ausgesprochen gehört. Sie nennt die Dinge beim Namen. Schnörkellos, gradlinig, manchmal leicht sarkastisch, direkt, verständlich. Noch das erste Buch nicht zu Ende gelesen, bestellte ich mir schon das Nächste. "Mond, Tanz, Magie"  Einmal in Händen konnte ich es nicht mehr weglegen. Ich liebe dieses Buch. Manche Monde habe ich seitdem schon mehrmals gelesen, auf meinem Nachtisch liegend tauche ich immer wieder darin ein. Im Licht der Mondin. Frech, wild, sanft, urweiblich. Ein so wundervolles, magisches, kraftvolles Buch!


    Da sitzt sie,  barfuß und im Schneidersitz.  Die Stammesmutter.  Sie teilt ihr großes Wissen mit uns auf eine ganz offene, herzliche Art. Aufwühlend, zum nachdenken anregend, da rührt sich was!  Genauso wie bei "Frauenkraft und Frauenweisheit"  ein weiteres Buch was ich derzeit von ihr lese. Nährende, wohltuende Inspiration. Bei der Lesung in der Buchhandlung Lillemors geht es um die Neuauflage von "Eine Göttin für jeden Tag". Ein Begleiter für jeden Tag. Luisa erzählt uns  von Kybele und Kali, von mutigen und ängstlichen, von starken und sanften, von wilden und weisen Göttinnen. Die eine jede von uns in sich trägt. 


    Danke Luisa Francia für deine Inspiration, die du mir täglich bist. Meinen eigenen Weg zu gehen, meine Kraft zu spüren, meine Schatten zu sehen, meine Stärken zu leben meine Weiblichkeit zu lieben, zu mir findend,  die Göttin in mir wissend.



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    Freitag, 13. November 2015

    "Freitag der Dreizehnte"

    (K)ein Tag wie jeder andere?

     
    Für die einen ein Unglückstag, für andere ein Glückstag – laut Unfallstatistik: ein Tag wie jeder andere. Und doch liegt etwas in der Luft. Schwer zu greifen, ein Flirren zwischen Aberglaube und Ahnung.
     
    Angeblich sollen sowohl die Zahl 13 als auch der Freitag, Symbole für Unglück sein.  In Hotels fehlt das Zimmer mit dieser Nummer, bei Tisch sollen es keine 13 Gäste sein. Und wenn doch, so soll das Unglück groß sein. Wer zählt eigentlich mit? Was wir erwarten oder befürchten, neigt dazu, wahr zu werden. Selbsterfüllende Prophezeiung, nennen es die Fachleute. Magie, nennen es die anderen. 


     

    Jetzt schlägt’s aber 13!

    Die 12 – ein Sinnbild der Ordnung: 12 Monate, 12 Tierkreiszeichen, 12 Apostel.

    Die 13? Geht darüber hinaus. Eine Schwelle wird überschritten. Ein Schritt ins Unbekannte. Ein Sprung aus dem Kreis. Dreizehn Mondumläufe zählt das Jahr. In matriarchalen Kulturen war das Jahr nach dem Mond gerichtet: 13 Zyklen, im Einklang mit den Frauen, den Wassern, den Gezeiten. Dann kam das Patriarchat, mit  seinen neuen Regeln, seinem Sonnenkalender, eine neue Ordnung enstand. Die 13 wurde zur Rebellin. Eine Zahl, oder waren es die Frauen, die nicht mehr ins System passten  und deshalb verteufelt wurden? 


     

    Und was ist eigentlich mit dem Freitag?

    Wer hat bloß entschieden, dass der Freitag Unglück bringen soll?
    Trägt er doch Freya in sich – die Liebende, die Freie, die Fruchtbare. Der Venus geweiht, wie der französische Vendredi. Ein Tag für Liebe, Schönheit, Sinnlichkeit.
     

    Und trotzdemm, da ist sie wieder, die alte Erzählung: 

    Freitag, der 13. – Unglückstag.
    Aber warum eigentlich?
     
    Vielleicht, weil genau das so gefährlich wirkt für eine Welt, die das Weibliche zu lange unterdrückt hat. Die Verbindung von Mond und Venus. Von Zyklus und Liebe. Von Magie und Körper.
     
    Freitag, der Dreizehnte, ein himmlisches Geschenk weiblicher Energie. Und das soll Unglück bringen?
    Wer hat sich das nur ausgedacht...
     

    Es ist die dreizehnte Fee,
    die nicht eingeladen war –
    diejenige, die Zugang zum Schattenreich hat.
    Die, die sagt, was keiner hören will.
    Die, die die Wahrheit bringt – unbequem und kraftvoll.
    Nicht gut, nicht böse – sondern wahrhaftig.
     
     

    ....es ist die 13. Fee, die Zugang zum Schattenreich hat.... 

     
      
    Was, wenn das, was wir fürchten, genau das ist, was uns befreien will?
     
     
     
     
    Freitag der Dreizehnte


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    Dienstag, 27. Januar 2015

    Juno

    Ihr habt es sicher schon mitbekommen, ein Schneesturm legt gerade die amerikanische Ostküste lahm. Gestern hieß es noch,  er soll der mächtigste seit Menschengedenken sein. Gut, ein wenig wurde dies wohl jetzt abgeschwächt. Heute wurde ich aber hellhörig, als ich den Namen des Blizzards hörte: 

    "Juno"

    Juno mit Pfau


    Juno,  die Göttin aller Göttinnen. Juno, die Frau von Jupiter. Bei den Etruskern als Uni oder Yoni verehrt. Die große Mutter allen Lebens. 

    Warum wird so ein Sturm Juno genannt? Ausgerechnet jetzt? Das ist doch kein Zufall! 

    Nach ihr wurde der Monat Juni benannt. Der Monat in dem die Sonne ihren Höhepunkt erreicht. Kraftvoll, voller Energie und Lebendigkeit, der Frühling vorbei und der Sommer gerade am beginnen. Steht Juno dort so stark symbolisch für die erwachte Weiblichkeit. 

    Ich beobachte so viele mutige, starke, "erwachte" Frauen um mich rum. Ja, ihr Andrea`s, Astrids,  Susannes, Sabines, Gretas und Manuelas  ihr dürft euch da ruhig angesprochen fühlen. 
    Astrologisch steht  Asteriod Juno derzeit im Zeichen Löwe auf 10° Grad mit einem Orbis von je 3° Grad auf Sonne und Merkur in Wassermann, in Opposition. 
    Am Donnerstag Mittag Ortszeit ist die Opposition zur Sonne exakt. Gleichzeitig bildet Juno ein Sextil zum Mond in den luftigen Zwillingen (Sturm) und ein Biquintil mit Chiron in den Fischen. Schnee ist ja auch eine Form von Wasser, dieser Sturm kann also durchaus etwas sehr heilsames mit sich bringen. Und wenn es nur der Stillstand ist, den die Menschen dort nun erleben dürfen. 
     

    Bald ist wieder Valentinstag und auch hier soll Juno eine Rolle spielen. Juno ist ja auch die Göttin der Geburt, Beschützerin von uns Frauen, von Ehe und Familie und Inbegriff der Weiblichkeit.  Ihr zu Ehren wurde Mitte Februar gefeiert, zu dem Zeitpunkt an dem die Paarungszeit der Vögel beginnt. Junge Frauen gingen an diesem Tag in den Juno Tempel. Dort wurden Liebesorakel gemacht. Oft wird Juno in Begleitung eines Pfaus dargestellt, seine vielen Augen sollen auf uns Frauen aufpassen. Umgeben von einem bunten Regenbogen, in der rechten Hand ein Zepter auf dem ein Kuckuck sitzt. Symbolisch dem Element Luft zugeordnet.
     

    Jetzt nennen die einen Blizzard Juno, das macht mich schon stutzig, da regt sich was in mir. Gehts euch vielleicht ähnlich?

    Von einem Monstersturm ist die Rede.Wer mag, kann hier gern in den Kommentaren seine Gedanken dazu schreiben. Vielleicht finden wir gemeinsam Antworten..




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