Donnerstag, 1. Oktober 2026

Wo sitzt der Stachel noch tief? - Rückläufige Venus im Skorpion

 



Manchmal ist es nur ein kleiner Stich. Ein Satz, den wir längst vergessen glaubten. Ein Name, der plötzlich wieder auftaucht. Ein Lied, das uns unvermittelt in eine andere Zeit zurückträgt. Eine Erinnerung, bei der wir merken: Huch. Da ist ja noch etwas.

Der Skorpion kennt solche Stellen. Er weiß, dass nicht alles, was wir unter der Oberfläche verschwinden lassen, auch wirklich erledigt ist. Manches wartet dort geduldig darauf, angeschaut zu werden. Nicht, um uns zu quälen, sondern weil Heilung manchmal erst möglich wird, wenn wir den Mut haben, noch einmal genau hinzusehen.

Und genau hier setzt die rückläufige Venus an.

Am 03.10.2026 wird Venus, die Herrscherin der Liebe, der Harmonie und der schönen Künste, auf 8°30' im Skorpion rückläufig. Läuft die Venus von der Erde aus gesehen rückwärts, geht es um Fragen zu Beziehungsthemen, Werten, Selbstwert und dem, was uns wirklich wichtig ist. Wo bedarf es einer Korrektur? Was hat sich überlebt? Was wollen wir noch festhalten und was darf endlich losgelassen werden?

Venus im Skorpion macht dabei keine halben Sachen. Hier geht es nicht um ein freundliches „Schwamm drüber“, wenn darunter noch etwas brodelt. Sie möchte wissen, was wirklich war. Was hat verletzt? Wo wurde Vertrauen enttäuscht? Wo haben wir selbst Grenzen überschritten oder unsere eigenen Bedürfnisse verraten? Und vor allem: Was davon tragen wir noch immer mit uns herum?

Das kann ein heißer Herbst werden!
Ein Venusbesuch in einem Zeichen dauert normalerweise nur ungefähr drei Wochen. Durch die Rückläufigkeit wird daraus diesmal eine ungewöhnlich lange Reise. Venus wandert zunächst durch den Skorpion, kehrt am 25. Oktober rückläufig in die Waage zurück und wird dort am 14. November wieder direkt. Danach führt ihr Weg sie noch einmal zurück in den Skorpion, wo sie bis Anfang Januar 2027 verweilt.

Venus wird ungefähr alle eineinhalb Jahre für rund sechs Wochen rückläufig. Dabei folgt sie einem ganz besonderen Rhythmus. Alle acht Jahre wird sie im selben Zeichen rückläufig. Diese Punkte liegen im Tierkreis fast genau 72 Grad voneinander entfernt. Bei jedem neuen Durchlauf setzt Venus ihren Rückwärtstanz ungefähr zwei Grad früher an. So beschreibt sie innerhalb von acht Jahren einen Fünfstern am Himmel, die sogenannte Venusblume.

Mutter Erde und ihre Schwester Venus tanzen gemeinsam seit Äonen um die Sonne und aus diesem kosmischen Tanz erblüht die Venusblume. Der Fünfstern, das Pentagramm, ebenso wie der Apfel oder der Mond, gehört zu den uralten Symbolen des Weiblichen, der Göttin und der Liebe.

Venus erinnert uns damit an etwas sehr Altes: Liebe ist nicht nur das Schöne, Sanfte und Harmonische. Liebe kennt auch Tiefe. Begehren, Verlust, Eifersucht, Bindung, Macht, Vertrauen und Verwandlung gehören ebenso zu ihrem großen Reigen. Ausführlich habe ich diesen besonderen Venuszyklus hier beschrieben: Zeichen und Botschaften.
 
 
 

Alte Geschichten klopfen wieder an

Rückläufige Venus im Skorpion hatten wir zuletzt 1986, 1994, 2002, 2010 und 2018, jeweils im Herbst. Die Venusblume macht also auch hier ihrem Namen alle Ehre und führt uns in einem bestimmten Rhythmus immer wieder zu ähnlichen Themen zurück.

In der astrologischen Tradition gilt die rückläufige Venus als eine Zeit, in der etwas aus der Vergangenheit wieder auftauchen kann, etwas, das noch nicht wirklich abgeschlossen ist. Venus im Skorpion hat kein Interesse nur an der Oberfläche herumzukratzen, nein, da gehts schon tiefer. So kann es durchaus sein,  dass wir da auf etwas stoßen, das wir längst in einer Schublade verstaut hatten.

Vielleicht kommt ein Mensch zurück. Vielleicht eine alte Beziehungsgeschichte. Vielleicht ein Thema rund um Vertrauen, Selbstwert, Geld oder Besitz. Manchmal kehrt aber auch gar nichts im Außen zurück. Stattdessen merken wir plötzlich, dass eine alte Geschichte in uns noch immer Wirkung hat.

Und da lohnt sich ein Blick zurück:
1986 
        1994
                2002
                         2010
                                 2018

Gab es in einem dieser Jahre eine Beziehung, einen Bruch, eine Begegnung oder eine Entscheidung, die bis heute einen kleinen Stachel hinterlassen hat? Etwas, das nie wirklich ausgesprochen wurde? Eine Verletzung, die wir längst für überwunden hielten? Oder vielleicht auch eine Liebe, die nie ganz aufgehört hat, in irgendeiner Ecke unseres Herzens weiterzuleben?

Nicht alles, was zurückkommt, möchte wiederbelebt werden.
Manches kommt zurück, damit wir es endlich anders betrachten können.

Vielleicht geht es dabei gar nicht darum, eine alte Geschichte wieder aufzuwärmen. Viel wichtiger ist die Frage: Was hat diese Geschichte mit mir gemacht und welchen Wert gebe ich ihr heute noch? Denn manchmal erkennen wir erst im Rückblick, wo wir uns selbst klein gemacht, zu lange festgehalten oder unsere eigenen Bedürfnisse verraten haben.
 
Und vielleicht ist genau das die eigentliche Aufgabe dieser Venus im Skorpion: nicht alte Wunden wieder aufzureißen, sondern herauszufinden, warum wir den Stachel überhaupt noch mit uns herumtragen.

Intensive Begegnung mit der Vergangenheit

Auf der anderen Ebene kann es genauso gut sein, dass sich ein geliebter Mensch aus der Vergangenheit meldet und vielleicht sogar eine Versöhnung stattfindet. Manchmal tauchen die alten Bekannten auch „nur“ in unseren Gedanken und Träumen plötzlich wieder auf. Doch auch so kann Vergebung und Aussöhnung möglich werden. Oder wir finden alte Fotos oder Briefe von geliebten Menschen wieder und erinnern uns.
 
Vielleicht ist es jetzt an der Zeit, eine alte Geschichte noch einmal mit anderen Augen zu betrachten. Manches möchte einfach nur endlich Frieden finden.
 

Der Venus-Herbst 2026

• Venus im Skorpion: 10. September
• Venus wird rückläufig: 03. Oktober
• Venus rückläufig in der Waage: 25. Oktober
• Venus wird wieder direktläufig: 14. November
• Venus direktläufig in der Waage: 14. Nov. bis 04. Dez.
• Venus direktläufig im Skorpion: 04. Dez. bis 07. Jan. 2027
 
Die Kombination von Venus und Skorpion bringt uns die Themen Liebe und Tod ganz nah. Venus lässt uns die Tiefen erkennen und auch Schattenaspekte wahrnehmen. Sie wollen gesehen und gelebt werden. Hier geht es um Begehren, Verlangen, Eifersucht, Besitzdenken und Macht- und Ohnmachtsthemen.
 
Das können durchaus heftige Geschichten sein, die in diesem Herbst unser Herz zum Rasen bringen. Besonders um den 10. Oktober, wenn Venus und Mars ein Quadrat bilden. Tragödien treffen auf Dramen, Skorpion auf Löwe. Am 20. Oktober und 9. Dezember folgt Venus Quadrat Pluto und damit noch einmal eine gehörige Portion Intensität. Inwieweit jeder Einzelne damit in Resonanz geht, hängt wie immer vom persönlichen Horoskop ab.
 
Gleichzeitig bringt Chiron eine andere Seite ins Spiel. Alte Verletzungen können noch einmal berührt werden. Das kann nicht angenehm,  aber durchaus heilsam sein. Manchmal müssen wir erst erkennen, wo es noch weh tut, bevor wir die alte Geschichte endgültig loslassen können. (10. September, 28. Oktober und 29. November Opposition exakt)
 
 
 
 

Mit Haut und Haaren!

Skorpion-Venus fordert. Ganz oder gar nicht, etwas anderes kennt sie nicht. Und genau darin liegt ihre große Kraft, aber auch ihre Falle. Wir wollen lieben, begehren, verschmelzen und alles mit Haut und Haaren erleben.
 
Dabei sollten wir allerdings gut aufpassen, dass wir uns nicht gewaltig die Finger verbrennen. Neid, Gier und Eifersucht können schnell ihren Stachel ausfahren. Diesen sollten wir lieber geschmeidig feilen, bevor wir aus solchen Impulsen heraus handeln.

Ab Ende Oktober ist Venus rückläufig in der Waage auf der Suche nach dem Verbindenden und nach Gerechtigkeit. Hier geht es um Ausgleich, Fairness und die Frage, was eine Beziehung  wirklich wert ist. Unter schwierigen Aspekten kann Venus allerdings auch recht selbstgefällig werden und zu Verschwendung oder Verblendung neigen. Finanziell kann es sowohl Gewinne als auch größere Verluste geben.

Vielleicht ist genau das das Spannende an  dieser Venus Reise: Erst taucht sie hinab in die Tiefe des Skorpions, um anschließend in der Waage herauszufinden, was davon wirklich bleiben darf.
 

Wo sitzt der Stachel noch tief?

Vor allem auf der weltpolitischen und wirtschaftlichen Bühne dürfte sich nun einiges zeigen! Venus ist schließlich nicht nur das Symbol für Liebe und Frieden, sondern steht auch für unsere Werte und Finanzen. Damit ist natürlich auch die Finanzwelt angesprochen.

Da könnte uns so manche Rechnung präsentiert werden, die uns allen den Gürtel etwas enger schnallen lässt. Themen rund um Werte und Finanzen, die bereits als abgeschlossen galten, können wieder auf den Tisch kommen und eine Überarbeitung verlangen. Finanzielle Angelegenheiten können stagnieren und unsere bisherigen Wertvorstellungen werden einer gründlichen Revision unterzogen.

Vielleicht bringt uns ja ein Schritt zurück nach vorne?!

Und damit sind wir wieder bei der Frage vom Anfang: Wo sitzt der Stachel noch tief? Was haben wir verdrängt, für erledigt erklärt oder einfach unter den Teppich gekehrt? Die rückläufige Venus holt es noch einmal hervor. Nicht unbedingt, um alte Wunden wieder aufzureißen, sondern damit wir endlich entscheiden können, was davon noch zu uns gehört.
Was passt heute noch zu mir? Was darf bleiben und was darf endlich gehen? Wo habe ich vielleicht selbst vergessen, welchen Wert ich habe?

Habt einen schönen Herbst in diesen aufwühlenden Zeiten!

Noch ein kleiner Tipp zum Schluss: Ehen, die während einer rückläufigen Venus geschlossen werden, stehen astrologisch eher unter ungünstigen Vorzeichen und haben es mitunter schwer, dauerhaft Bestand zu haben. Aber auch Trennungen unter rückläufiger Venus müssen nicht endgültig sein. Oft kommt in dieser Phase wieder zusammen, was zusammengehört.

Eure Astrofee Karin
 
 
 
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Sonntag, 27. September 2026

Wochenhoroskop 28.09. - 04.10.2026

Manchmal reicht ein einziges Erlebnis, um den Mut zu verlieren. Ein unbedachtes Wort, eine Enttäuschung oder ein alter Schmerz, der plötzlich wieder da ist. Genau mit dieser Stimmung endet die vergangene Woche. Doch das Leben bleibt nicht stehen. Schon am Montag erhebt sich Mars wie Phönix aus der Asche und wechselt in den stolzen Löwen. Die Energie kehrt zurück. Aus dem Zweifel wird wieder Zuversicht. Aus dem Zögern entsteht Tatkraft. Allerdings ist diese Kraft nicht immer leise. In den kommenden Tagen liegen Spannung und Leidenschaft dicht beieinander. Worte können inspirieren oder verletzen. Ehrlichkeit kann Brücken bauen, aber ebenso Konflikte auslösen. Gerade deshalb lohnt es sich, vor einer vorschnellen Reaktion kurz innezuhalten. Nicht jede Schlacht muss gekämpft werden. Manchmal zeigt sich wahre Stärke darin, gelassen zu bleiben. 
 


Montag – Mars betritt den Löwen

"So, jetzt aber mal Platz da! Alle mal herschauen. Hallo! ICH bin's, der Mars!"
Mars hat den Löwen betreten und kommt garantiert nicht auf Zehenspitzen. Aus dem verletzten Krieger wird wieder der Held.  Nach dem Quadrat zu Chiron vom Vortag richtet sich der Blick wieder nach vorne. Schluss mit angezogener Handbremse. Jetzt heißt es Bühne frei!Bis zum 26. November begleitet uns Mars durch das Feuerzeichen Löwe. Er schenkt uns Tatkraft, Lebensfreude und den Mut, unsere Talente sichtbar zu machen. Herzensprojekte bekommen neuen Schwung,  wir trauen uns eher, für unsere Ideen einzustehen. Der Löwe handelt nicht aus Pflichtgefühl, sondern aus Begeisterung.
 
Natürlich bringt diese Marsstellung auch ihre Schattenseiten mit. Unser Stolz kann schnell gekränkt sein und so mancher hält seine Meinung für die einzig richtige. Da wird schon mal ordentlich auf die Pauke gehauen. Die gute Nachricht: So schnell, wie der Ärger aufflammt, ist er meist auch wieder verflogen. Mars im Löwen erinnert uns daran, dass wahre Stärke nicht darin besteht, lauter zu sein als alle anderen, sondern authentisch zu zeigen, wer wir sind.
 

Mittwoch – Merkur Opposition Chiron

"Auch wer schweigt, kann sich den Mund verbrennen."
Dieser Tag hat es in sich. Gespräche berühren heute oft einen wunden Punkt. Vielleicht genügt schon eine beiläufige Bemerkung und plötzlich fühlt sich jemand missverstanden oder verletzt. Alte Geschichten könnten wieder hochkommen und längst verheilte Wunden scheinen für einen Moment erneut zu schmerzen. Nicht jedes Gespräch wird angenehm sein. Aber manches davon könnte längst überfällig sein.
 

Merkur wechselt in den Skorpion

"Miss Marple und Sherlock Holmes übernehmen das Kommando".
Kaum ist Merkur im Skorpion angekommen, interessieren uns keine oberflächlichen Gespräche mehr. Jetzt wird gebohrt, hinterfragt und zwischen den Zeilen gelesen. Eine halbe Wahrheit ist schließlich auch schon eine ganze Lüge. Für die nächsten Wochen entgeht unserem scharfen Verstand kaum noch etwas. Das berühmte Haar in der Suppe? Gefunden. Die Nadel im Heuhaufen? Ebenfalls. Wer versucht, etwas unter den Teppich zu kehren, sollte sich nicht wundern, wenn Merkur den Teppich einfach anhebt. Keine Zeit für belangloses Geplauder. Jetzt geht es um das, was wirklich zählt.
 

Freitag – Merkur Quadrat Mars und Pluto  

"Autsch! Die verbalen Stechmücken sind wieder unterwegs".
Mit den Quadraten von Merkur zu Mars und Pluto steigt die Spannung deutlich an. Diese Aspekte bauen sich bereits in den Tagen zuvor auf. Vielleicht habt ihr schon bemerkt, dass Gespräche gereizter verlaufen und manche Menschen schneller aus der Haut fahren. Der Kampf mit Worten steht jetzt symbolisch im Mittelpunkt. Bevor wir nachdenken, haben wir manchmal schon geantwortet. Kritik wird schärfer formuliert, Missverständnisse häufen sich und aus einer Kleinigkeit kann plötzlich ein handfester Streit entstehen.
 
Pluto mischt kräftig mit. Was lange verschwiegen wurde, drängt nun ans Licht. Verdrängte Themen lassen sich nicht länger ignorieren. Das kann anstrengend sein, eröffnet aber auch die Chance, endlich Klarheit zu schaffen. Gerade jetzt lohnt es sich, tief durchzuatmen, bevor man reagiert. Nicht jede Provokation verdient eine Antwort. Manchmal ist der klügste Schritt tatsächlich, den Raum zu verlassen und später noch einmal in Ruhe weiterzureden.
 

Samstag – Venus rückläufig, Mars Trigon Neptun, Mars Opposition Pluto 

"Vorsicht Hochspannung!"
Venus wird im Skorpion rückläufig und lenkt unseren Blick auf alte Beziehungsthemen, verletzte Gefühle und all das, was tief im Herzen noch nicht ganz verarbeitet wurde. Wo sitzt der Stachel noch tief? Wo fällt Vergeben schwer? Dazu erscheint in den nächsten Tagen noch ein eigener Beitrag. Gleichzeitig bildet Mars ein inspirierendes Trigon zu Neptun. Zwischen all den Spannungsaspekten wirkt diese Verbindung wie ein sanfter Lichtstrahl. Kreativität, Mitgefühl und Intuition helfen uns dabei, Konflikte auf eine andere Weise zu lösen. Nicht jede Stärke muss laut sein.
 
Doch am selben Tag steht Mars auch Pluto gegenüber. Hier treffen zwei gewaltige Kräfte aufeinander. Machtkämpfe, Revierverhalten und der Wunsch, sich unbedingt durchsetzen zu wollen, können jetzt besonders deutlich werden. Wer versucht, andere zu kontrollieren, wird vermutlich auf heftigen Widerstand stoßen. Vielleicht besteht die eigentliche Aufgabe dieser Konstellation darin, die enorme Energie nicht gegen andere zu richten, sondern für die eigene Entwicklung zu nutzen. Denn wer sich selbst beherrscht, muss niemanden beherrschen.
 

Kurz gesagt

Diese Woche erinnert uns daran, wie kraftvoll Worte sein können. Sie können Mut schenken oder entmutigen, Brücken bauen oder Mauern errichten. Gleichzeitig fordert Mars im Löwen uns auf, unser Licht nicht länger unter den Scheffel zu stellen und mutig unseren eigenen Weg zu gehen. 
 
Vielen Dank nochmal an all die lieben Genesungswünsche. Meine Augen lassen mich wieder in die Sterne blicken :-))  


 

 

Rückläufige Planeten – Wer gerade den Rückwärtsgang eingelegt hat

Im Moment sind gleich fünf der großen "Langsamläufer" rückläufig. Keine Panik,  rückläufig bedeutet nicht, dass alles schiefläuft. Vielmehr lädt uns der Kosmos ein, einen Gang zurückzuschalten, Dinge zu überdenken und Unfertiges noch einmal anzuschauen.

♄ Saturn rückläufig im Widder (26.07. – 11.12.2026)
Motto: "Angezogene Handbremse."
Manchmal fühlt es sich an, als würden wir Vollgas geben und trotzdem nicht richtig vom Fleck kommen. Saturn fragt: Ist dein Weg wirklich der richtige oder solltest du vorher noch einmal den Reifendruck prüfen?

⚷ Chiron rückläufig im Widder (03.08.2026 – 06.01.2027)
Motto: "Nach Rückschlägen nochmal von vorne anfangen."
Alte Verletzungen oder Selbstzweifel können sich noch einmal melden. Nicht, um uns zu ärgern, sondern damit wir erkennen, wie weit wir eigentlich schon gekommen sind.

♅ Uranus rückläufig in den Zwillingen (10.09.2026 – 08.02.2027)
Motto: "Flexibilität ist Trumpf."
Nicht jede Veränderung muss sofort im Außen stattfinden. Oft beginnt der eigentliche Wandel im Kopf. Wer offen bleibt, entdeckt plötzlich neue Möglichkeiten.

♆ Neptun rückläufig im Widder (07.07. – 12.12.2026)
Motto: "Die Widerstände lösen sich auf."
Manches, wogegen wir lange gekämpft haben, verliert langsam an Bedeutung. Nebel lichtet sich allerdings nicht mit einem Knall, sondern ganz allmählich.

♇ Pluto rückläufig im Wassermann (06.05. – 16.10.2026)
Motto: "Von alten Zwängen befreit."
Das klingt leichter, als es ist. Loslassen bedeutet oft zuerst, überhaupt zu erkennen, woran wir uns noch festhalten. Doch genau darum geht es jetzt. 

 
 

 
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Donnerstag, 24. September 2026

Wie dünn wird das Eis für Friedrich Merz?





Friedrich Merz hat vor der Wahl viel versprochen und ausgeteilt. Nun ist er Kanzler und wir müssen feststellen, manchmal holt einen die Realität dann doch recht schnell ein. Nicht, dass man es nicht geahnt hätte, aber einen Nixkönner können wir uns gerade wirklich nicht leisten. Es wird einsam um Merz, das Eis wird dünner. Auch astrologisch ziehen einige ziemlich unbequeme Wetterfronten auf. Uranus bringt  seine Venus durcheinander, Pluto nimmt seinem Merkur ins Visier und Saturn baut eine Mauer um seinen Mond. Aber der Reihe nach: 

Uranus versus Venus

Uranus läuft derzeit durch die frühen Zwillinge und steht somit Merz Venus im Schützen gegenüber. Venus steht nicht nur für Liebe und Beziehungen, sondern auch für Zustimmung, Verbündete und das eigene Verhältnis zu anderen Menschen. Uranus bringt Bewegung in festgefahrene Verhältnisse. Was gestern noch selbstverständlich schien, kann plötzlich ins Wanken geraten. Bündnisse werden unberechenbarer, Zustimmung ist nicht mehr garantiert und auch die eigene Position kann schneller verändert werden, als einem lieb ist. Für jemanden, der gerne klare Ansagen macht und wenig Freude an Widerspruch zu haben scheint, ist das durchaus eine interessante kosmische Konstellation.
 
Genau das erleben wir gerade. In der Union bröckelt die bisherige Geschlossenheit. Nach den Wahlniederlagen  bei den jüngsten Landtagswahlen wird die Frage nach seiner politischer Zukunft immer lauter. Selbst Merz räumte inzwischen ein, dass neben der Bundespolitik auch seine eigene Person bei den Wahlergebnissen eine Rolle gespielt habe. Uranus macht eben gerne Uranus Sachen. Er bringt Bewegung rein und erste  Risse ins  Eis. 
 

Saturn versus Mond

Noch unangenehmer dürfte Saturn werden. Er läuft durch den Widder und nähert sich der Opposition zum Mond in der Waage. Genaue Uhrzeit haben wir ja leider nicht, so dass auch keine exakte Zeitangabe für diesen Transit möglich ist.  Saturn ist der große Realitätsprüfer. Er nimmt nichts persönlich, aber er stellt Rechnungen aus. Verantwortung, Konsequenzen, Grenzen und die Frage, was tatsächlich trägt, rücken in den Vordergrund. Der Mond steht für das emotionale Erleben, für die Gefühlwelt. Saturn gegenüber kann sich deshalb ziemlich kalt  anfühlen: weniger Applaus, mehr Verantwortung. Weniger Schulterklopfen, mehr Kritik. Da kann man sich schon auch ziemlich einsam und isoliert fühlen. Es wird kälter. 

Der Rückhalt in der Union ist brüchiger geworden, aus den eigenen Reihen gibt es Kritik und die Diskussion über einen möglichen Wechsel an der Spitze ist längst nicht mehr nur ein Thema der politischen Konkurrenz.

Saturn fragt jetzt nicht, wie groß die Versprechen einmal waren.

Saturn fragt: Was davon kannst du wirklich halten?

 

Friedrich Merz 11.11.1955 Uhrzeit unbekannt

Transit Pluto  im Quadrat zu  Merkur

Am spannendsten finde ich allerdings Pluto. Er bewegt sich durch den Wassermann und läuft langfristig auf ein Quadrat zu Merz Merkur im Skorpion zu. Merkur steht für Denken, Kommunikation, Verhandlungen und politische Strategie. Pluto macht daraus kein Kaffeekränzchen. Er bohrt nach, legt Machtfragen offen und zwingt dazu, genauer hinzuschauen. Pluto lässt sich nicht von großen Worten beeindrucken. Er will wissen, was dahintersteckt. Sein Skorpion-Merkur ist ohnehin schon ziemlich plutonisch unterwegs. Da kann die eigene Überzeugung schnell etwas missionarisch rüberkommen: Man will nicht nur seine Meinung sagen, man will andere davon überzeugen.
 
Dieser Transit wird nicht morgen exakt. Er baut sich gerade langsam auf und wird 2027 mehrfach besonders eng, mit einer ersten sehr intensiven Phase im Frühjahr und weiteren Durchgängen im Sommer und gegen Jahresende. Gerade bei Pluto kann die Wirkung schon lange vor der exakten Begegnung spürbar werden. Was jetzt erst wie ein Riss aussieht, kann sich dann zu einer grundsätzlichen Macht- und Vertrauensfrage auswachsen. Oder anders gesagt: Hier beginnt das Eis nicht nur zu knacken. Hier könnte irgendwann ein Loch entstehen.

Und dann kommt Jupiter

Jupiter läuft derzeit durch den Löwen und bewegt sich langfristig auf Merz Jupiter-Pluto-Konjunktion zu. Das wird im Sommer 2027 richtig interessant, denn Jupiter vergrößert, was er berührt. Mehr Macht? Mehr Einfluss? Mehr politische Möglichkeiten? Oder wird einfach das, was ohnehin schon groß ist, noch größer? Mehr Krise? Wir werden sehen! 2027 wird mit mehreren Landtagswahlen zum erneuten Belastungstest. Gerade die drei Wahlen im April kommen ziemlich geballt. 


Das Eis wird dünner
 
Fest steht jedenfalls: Das kosmische Eis unter  seinen Füßen ist derzeit nicht besonders dick. Uranus sorgt für Unruhe, Saturn verlangt Verantwortung und Pluto bohrt an der Macht. Der Druck wird nicht weniger. Wer jahrelang austeilt,  sollte sich nicht wundern, wenn irgendwann mal was zurückkommt.  
 
2027 wird es politisch nicht ruhiger. Im April stehen gleich drei Landtagswahlen innerhalb von nur einer Woche an, danach folgen Bremen und im September Niedersachsen. Fünfmal wird am politischen Eis gerüttelt. Dazu kommen die immer stärker werdenden Pluto-Themen. Kommunikation, Macht, Kontrolle und Vertrauen.  Das ist eher die Sorte Wetterlage, bei der man besser vorher prüft, ob das Eis wirklich so dick ist, wie man bisher behauptet hat.

Denn Friedrich Merz steht nicht allein auf diesem Eis.

Wir stehen alle mit drauf. 

Die kommende Zeit wird zeigen, wie viel übrig bleibt, wenn die Macht selbst ins Rutschen gerät. Ohne genaue Geburtszeit ist es eine exakte Prognose schwierig. Eins jedoch kann man sagen: 

Das Eis wird dünner.

Er kann noch so laut auftreten und so tun, als hätte er alles im Griff, wenn es unter den Füßen knackt, hilft das alles nicht mehr. Dann muss man verdammt gut aufpassen, wo man den nächsten Schritt hinsetzt.
 
 Mein Artikel zur Großen Koalition aus dem Jahr 2025
 
 

 
Ihr könnt gerne anderer Meinung sein, dies hier ist ein Astrologischer Beitrag. Beleidigungen und dergleichen werden kommentarlos gelöscht oder falls nötig, dementsprechend gehandelt. Astrologische Diskussionen sind erwünscht.
 
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Mittwoch, 23. September 2026

Widder Vollmond

 

 

Zwischen Selbstbehauptung und Harmonie

Der Widder-Vollmond gehört zu den kraftvollsten Vollmonden des Jahres. Wenn sich Sonne und Mond auf der Widder-Waage-Achse gegenüberstehen, treffen zwei gegensätzliche Prinzipien aufeinander: das Ich und das Du, Eigenständigkeit und Partnerschaft, Mut und Kompromissbereitschaft.

Genau darin liegt die Aufgabe dieses Vollmondes. Wahre Harmonie entsteht nicht dadurch, dass wir uns ständig anpassen oder nur unseren eigenen Kopf durchsetzen. Sie entsteht dort, wo wir unsere eigenen Bedürfnisse ernst nehmen, ohne die der anderen aus den Augen zu verlieren.
 

Im Spannungsfeld zwischen Ich und Wir 

Die Sonne steht im 7. Haus und richtet den Blick auf unsere Beziehungen, Partnerschaften und Begegnungen. Der Vollmond selbst leuchtet direkt am Aszendenten im 1. Haus, das heißt,  Gefühle sind unmittelbar sichtbar. Man kann sie kaum verstecken.  Wir spüren sehr deutlich, was wir brauchen, wo unsere Grenzen liegen und wer wir eigentlich sein möchten.

Dieser Vollmond stellt uns einige unbequeme, aber wichtige Fragen:

  • Wo passe ich mich ständig an, obwohl ich eigentlich etwas anderes möchte?
  • Wo kämpfe ich nur noch, um meinen Kopf durchzusetzen?
  • Wo verliere ich mich in Beziehungen und wo grenze ich mich zu stark ab?
  • Was brauche ich wirklich, um authentisch ich selbst zu sein?

Die Widder-Waage-Achse erinnert uns daran, dass gesunde Beziehungen nur dann entstehen können, wenn beide Seiten ihren Platz haben. Weder permanenter Egoismus noch ständige Selbstaufgabe führen zu echter Harmonie.

Besonders spannend wird dieser Vollmond durch die enge Verbindung des Mondes mit Saturn und Neptun direkt am Aszendenten.

Saturn fragt uns nach Verantwortung. Welche Entscheidungen sind längst überfällig? Wo dürfen wir endlich klare Grenzen setzen? Neptun hingegen macht die Gefühle durchlässiger. Unsere Intuition ist stärker als sonst, gleichzeitig können Unsicherheiten oder alte Sehnsüchte auftauchen.

Zwischen diesen beiden Energien bewegt sich nun der Mond. Einerseits sehnen wir uns nach Klarheit und Verbindlichkeit, andererseits möchten wir unseren Träumen folgen und unserem Herzen vertrauen. Die eigentliche Aufgabe besteht darin, beides miteinander zu verbinden.

Vielleicht erkennen wir gerade jetzt, dass Mitgefühl und klare Grenzen überhaupt kein Widerspruch sind. Im Gegenteil: Wer sich selbst kennt und ernst nimmt, kann auch anderen auf Augenhöhe begegnen.

Dieser Vollmond lädt uns ein, mutig zu unserem eigenen Weg zu stehen, ohne dabei die Menschen aus dem Blick zu verlieren, die uns wichtig sind.

 


Astrologische Entsprechung: 

Dieser Vollmond kommt nicht allein. Gleich mehrere kraftvolle Aspekte begleiten ihn und sorgen dafür, dass unter der Oberfläche einiges in Bewegung gerät.
 
🌕 Mond in Konjunktion mit Saturn und Neptun
Unsere Gefühle fahren Achterbahn. Saturn möchte Klarheit, Verantwortung und Grenzen. Neptun dagegen öffnet die Tür zur Intuition, zu Sehnsüchten und manchmal auch zu Illusionen. Der Mond sitzt genau zwischen diesen beiden Kräften. Wir schwanken vielleicht zwischen Vernunft und Bauchgefühl, zwischen Realität und Wunschdenken. Die eigentliche Aufgabe lautet deshalb: Mit dem Herzen fühlen, aber den Kopf nicht ausschalten.
 
☀️ Sonne im Trigon zu Uranus und Pluto
Während der Mond uns nach innen führt, öffnet die Sonne Türen nach vorne. Uranus schenkt überraschende Erkenntnisse und den Mut, neue Wege einzuschlagen. Pluto unterstützt tiefgreifende Veränderungen. Dieses Trigon erinnert uns daran, dass jeder Wandel mit einer Entscheidung beginnt.
 
⚡ Venus und Merkur im Quadrat zu Mars und Pluto
Hier steckt ordentlich Zündstoff drin. Worte können treffen wie Pfeile. Missverständnisse eskalieren schneller als gewöhnlich und Machtkämpfe oder alte Konflikte können plötzlich wieder aufflammen. Besonders in Beziehungen sollten wir darauf achten, ob wir wirklich zuhören oder nur darauf warten, endlich selbst etwas sagen zu dürfen.
Mars und Pluto verleihen enorme Durchsetzungskraft, können aber auch dazu führen, dass wir mit dem Kopf durch die Wand wollen. Venus und Merkur erinnern uns daran, dass Ehrlichkeit nicht verletzend sein muss und Klarheit oft weiterführt als Rechthaberei. Die Sterne fordern uns in diesen Tagen auf, bewusst zu kommunizieren. Nicht jedes Gefecht muss geführt werden.  
 
Manchmal ist der größte Sieg der, einen Streit gar nicht erst entstehen zu lassen.
 
 



Rituale für den Widder-Vollmond

Dieser Vollmond lädt uns ein, Ballast abzuwerfen, neue Kraft zu schöpfen und mutig den nächsten Schritt zu gehen. Gleichzeitig erinnert uns die Verbindung mit Saturn und Neptun daran, dass echter Mut nicht laut sein muss. Manchmal zeigt er sich einfach darin, ehrlich zu sich selbst zu sein.

🔥 Feuerritual für Mut und Entschlossenheit

Schreibe auf einen Zettel, was dich zurückhält: alte Ängste, Selbstzweifel oder Gewohnheiten, die dir nicht mehr guttun. Verbrenne den Zettel anschließend ganz bewusst und stelle dir vor, wie mit der Asche auch die Schwere verschwindet. Schaffe damit Platz für neue Möglichkeiten.

🌿 Räucherung

Widder bringt das Feuer, die Waage die Luft. Gemeinsam schaffen sie die perfekte Atmosphäre für eine klärende und harmonisierende Räucherung.

Ideal sind zum Beispiel:

  • Ingwer, Bernstein & Pfeffer (stärken Mut und Entschlossenheit)
  • Rosmarin & Goldrute (klären den Geist)
  • Rosenblüten & Tonkabohnen (bringen Herzenswärme)

💃 Bewegung bringt die Energie ins Fließen

Der Widder braucht Bewegung. Tanzen, spazieren gehen, Yoga, Wandern oder einfach einmal kräftig durchatmen – alles, was den Körper in Schwung bringt, hilft dabei, innere Spannungen loszulassen und neue Energie zu sammeln.

🍂 Mit allen Sinnen genießen

Auch unsere Umgebung darf die Energie des Vollmondes widerspiegeln. Schmücke deinen kleinen Kraftplatz oder Altar mit allem, was für dich Wärme, Harmonie und Lebensfreude ausstrahlt.

Warme Gewürze wie Vanille, Pfeffer oder Ingwer, Mohn, Orangenblüten, Hölzer, Steine, Muscheln, Gräser oder frische Blumen schaffen eine stimmungsvolle Atmosphäre. Besonders harmonisch wirken die Farben Rot, Orange und Grün – sie verbinden Mut, Lebenskraft und Herzenergie.

Nimm dir bewusst Zeit zum Genießen. Vielleicht mit einer Tasse Tee, einer feinen Chili-Schokolade oder deinem Lieblingsgericht. Wenn wir alle Sinne ansprechen, kommen wir leichter im Hier und Jetzt an  und genau dort entfaltet dieser Vollmond seine größte Kraft.

 

 

Die Botschaft dieses Vollmonds

Dieser Widder-Vollmond erinnert uns daran, mutig unseren eigenen Weg zu gehen – ohne dabei die Menschen aus den Augen zu verlieren, die uns wichtig sind.
  • Erkenne deine Wahrheit.
  • Steh für dich selbst ein. 
  • Finde dein Gleichgewicht,  aber nicht um jeden Preis.
Nutze die kraftvolle Energie, um neue Wege zu gehen, klare Entscheidungen zu treffen und dich von dem zu lösen, was dich zurückhält.

Ich wünsche uns allen einen kraftvollen, mutigen und erkenntnisreichen Widder-Vollmond. 🌕❤️

 
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