Freitag, 28. August 2026

♛ Ein König geht, ein König kommt 🇳🇴


 

Am Freitagmorgen um 6.35 Uhr ist König Harald V. von Norwegen im Alter von 89 Jahren verstorben.

In meinem Beitrag zum Vollmond am Freitag hatte ich geschrieben: Dieser Vollmond ist kein gewöhnlicher. Er wird von einer partiellen Mondfinsternis begleitet. Mondfinsternisse sind immer Wendepunkte, sie markieren den Abschluss eines Zyklus.

Bei Harald V. trifft diese Finsternis nun ausgerechnet seine eigene Lebensachse. Der Mond der Finsternis steht in unmittelbarer Nähe seiner Sonne in den Fischen und direkt an seiner MC/IC-Achse. Als die Finsternis über Norwegen ihren Höhepunkt erreicht hatte, war Haralds Lebensweg  zu Ende. Ein König geht, während sich am Himmel eine Achse von oben und unten, von öffentlichem Leben und privatem Sein, schließt.

Fische-Sonne, Krebs-Mond und Krebs-Aszendent. Viel Wasser in diesem Horoskop. Ein sensibler, volksnaher König, der trotz seiner besonderen Stellung nie  abgehoben wirkte. Pluto im 1. Haus gab ihm dabei durchaus eine starke Präsenz. Die Sonne nahe dem MC und Saturn im 10. Haus erzählen vom Leben in einer Rolle, die nicht einfach nur Beruf, sondern Berufung und Verpflichtung war.


König Harald V. 
 

Der Krebs-Mond im 12. Haus passt dabei wunderbar zu einem König, der seinem Land und seinen Menschen sehr verbunden war, ohne sich selbst ständig in den Mittelpunkt zu stellen. Heimat, Familie und Verbundenheit waren wichtige Themen seines Lebens.

Harald hat diese Rolle auf seine eigene Weise modernisiert. Besonders deutlich wurde das in seinem Privatleben. Neun Jahre lang liebte er heimlich Sonja Haraldsen, eine Bürgerliche. Sein Vater König Olav wollte der Verbindung zunächst nicht zustimmen. Harald war schließlich bereit, auf den Thron zu verzichten, wenn er Sonja nicht heiraten durfte. König Olav gab nach. 1968 wurde geheiratet. Venus im Widder.  Wenn das Herz entschieden hat, wird gekämpft. Harald kämpfte für seine Liebe und damit letztlich auch für eine Monarchie, die bereit war, sich zu verändern.

Wie sehr ihm dieses Land und seine Menschen am Herzen lagen, zeigt eine Rede aus dem Jahr 2016 anlässlich seines 25-jährigen Thronjubiläums. Im norwegischen Fernsehen wird sie heute wieder gezeigt. Harald spricht darin über die Schönheit Norwegens, über sanfte Hügel, Mitternachtssonne und Polarnächte. Doch Norwegen, sagt er, sei vor allem eines: die Menschen.

„Norweger sind Mädchen, die Mädchen lieben. Buben, die Buben lieben. Und Mädchen und Buben, die einander lieben.“

„Norweger glauben an Gott, an Allah, an alles und an nichts.“

Es ist eine bemerkenswert offene und herzliche Botschaft für einen König. Vielfalt nicht als Bedrohung, sondern als Teil dessen, was ein Land ausmacht. Menschen ganz unterschiedlicher Herkunft, Religion, Lebensweise und sexueller Orientierung gehören zu Norwegen. Seine große Hoffnung, sagte Harald damals, sei, dass die Menschen füreinander sorgen.

Vielleicht beschreibt diese Rede seinen Krebs-Mond besser als jede astrologische Deutung. Ein König, der nicht nur über ein Land wachte, sondern sich als Teil einer Gemeinschaft verstand.

 

Heute übernimmt sein Sohn Haakon den Thron. Auch hier fällt sofort die starke Wasserbetonung auf: Sonne im Krebs, Mond in den Fischen und Aszendent Skorpion. Wo der Vater Pluto im 1. Haus hatte, trägt der Sohn den Skorpion bereits am Aszendenten. Die tiefe, emotionale Signatur setzt sich fort.


König Haakon VIII

 

Haakon hat seinen Vater in den vergangenen Jahren bereits mehrfach als Regent vertreten und ist damit längst in seine zukünftige Rolle hineingewachsen. Nun aber beginnt etwas völlig Neues. Er übernimmt die Krone in einer Zeit, in der die norwegische Monarchie so stark unter Druck steht wie lange nicht. Die Zustimmung zur Monarchie ist gesunken, Mette-Marit steht wegen ihrer früheren Kontakte zu Jeffrey Epstein und der Verurteilung ihres Sohnes massiv in der Kritik. Das neue Königspaar muss deshalb nicht nur ein Land repräsentieren, sondern auch um Vertrauen kämpfen.

Astrologisch ist das durchaus spannend. Pluto im Wassermann steht für einen tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandel und stellt auch die Frage nach alten Machtstrukturen und ihrer Zukunft. Für Haakon bedeutet das: Er kann nicht einfach die Monarchie seines Vaters fortsetzen. Mit seinem Skorpion-Aszendenten wird er vermutlich sehr genau hinschauen müssen, was Bestand hat und was sich verändern muss.

Sein MC steht im Löwen, fast exakt verbunden mit Venus. Wieder finden wir die Verbindung von Königtum, Öffentlichkeit und Herz. Vielleicht liegt genau darin seine Chance: nicht Harald zu kopieren, sondern eine eigene Form des Königtums zu entwickeln, die zu seiner Generation und zu einem modernen Norwegen passt.

Ob die Norweger ihn und Mette-Marit als neues Königspaar annehmen werden, wird sich zeigen. Die aktuelle Situation ist jedenfalls alles andere als einfach. Die Monarchie steht unter Druck, gleichzeitig genießt Haakon selbst in der Bevölkerung ein hohes Ansehen. Die aktuellen Konstellationen zeigen keinen einfachen Übergang, sondern einen tiefen Wandel. Haakon wird nun zeigen müssen, ob es ihm gelingt, das Vertrauen in die Monarchie zu bewahren. 

 

Ein König geht. Ein König kommt.

Die Finsternis macht sichtbar, was ohnehin längst begonnen hat: Ein Zyklus endet, ein neuer beginnt.

Möge König Harald in Frieden ruhen. 

Alles Gute für Norwegen. 🇳🇴



Rede König Harald

 

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weiterführende Artikel von mir die ebenfalls "königlich" sind: 
Die Windsors: 


Charles III - Vom ewigen Thronfolger zum König
 
 
 
 
sowie aus anderen europäischen Königshäusern: 

 
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Donnerstag, 27. August 2026

★ Don’t dream it, be it - Tim Curry

 


Gestern ist Tim Curry gestorben. Für mich ist er  vor allem Dr. Frank N. Furter aus der Rocky Horror Picture Show. Die DVD und natürlich die Schallplatte stehen noch immer bei mir im Regal.  Ich war als Kind vom Land völlig fasziniert von dieser schrägen, glitzernden, verrückten Welt. Menschen in Mieder, Strapsen und High Heels, ein Schloss mitten im Nirgendwo, Transvestiten, ein Brautpaar und mittendrin diese Musik. „It’s astounding, time is fleeting“, „It’s just a jump to the left“ und natürlich „I’m going home“. Dazu dieses so wundervolle und ganz spezielle  „Like a science fiction double feature“. Wer hätte damals gedacht, dass diese durchgeknallte Geschichte so viele Jahrzehnte überdauern würde?
 
Ein Blick in Tim Currys Horoskop lässt Dr. Frank N. Furter gar nicht mehr so überraschend erscheinen: Sonne im Widder, Mond im Schützen und Aszendent Löwe. Feuer, wohin man schaut. Dazu Pluto im 1. Haus sowie Sonne und Venus im 10. Haus. Bühne, Selbstausdruck, Provokation und die Lust, sich ganz und gar zu zeigen. Dieser Löwe-Aszendent musste natürlich irgendwann in Strapsen, High Heels und Korsett auf einer Bühne stehen und mit einem lasziven „I’m just a sweet transvestite“ die Welt aus ihrer braven Komfortzone schubsen. Wer sonst hätte Dr. Frank N. Furter spielen können?
 
Frank N. Furter war dabei viel mehr als eine schräge Figur. Für viele Menschen wurde er zu einer Erlaubnis, anders zu sein. Tim Curry selbst sagte später, die Figur habe gerade jungen Menschen diese Freiheit gegeben.
 
„Don’t dream it, be it.“
 
Mehr Widder, Löwe und Schütze geht eigentlich kaum. Nicht davon träumen, wer du sein könntest. Sei es. Spring einfach mal nach links und dann nach rechts. Manchmal braucht es eben nur diesen kleinen Sprung, um aus der gewohnten Welt herauszukommen. 
 
Curry hat diese Botschaft selbst gelebt. Er spielte Figuren, die Grenzen sprengten, provozierten, erschreckten und faszinierten. Frank N. Furter, Pennywise, den Lord of Darkness und viele andere. Immer wieder verwandelte er sich und blieb dabei doch unverwechselbar.

Nun heißt es für ihn tatsächlich:

„I’m going home.“

Ein Satz, der plötzlich ganz anders klingt.

 
Danke, Tim.
Danke für Dr. Frank N. Furter, für den Time Warp und für eine Welt, die für ein Dorfkind damals so unglaublich fremd, verrückt, verheißungsvoll  und faszinierend war.
 
Don’t dream it. Be it. 🖤✨🦋
 
 
Unter dem Label Musik findet ihr  weitere Künstler.  Es reicht jetzt auch mit Nachrufen...bitte. 
 
 
 
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Mittwoch, 26. August 2026

We will always love you, Dolly 🦋

 ★ 

 🦋
 

Gestern ist Dolly Parton gestorben. Eine kleine Frau mit großen Haaren, viel Glitzer und noch viel größeren Liedern.  Ihr Tod hat eine weltweite Welle der Trauer ausgelöst.  

Wenn man in ihr Horoskop schaut, begegnet einem zunächst erstaunlich wenig von dem Glitzer, für den sie berühmt war: Sonne im Steinbock, Mond und Aszendent in der Jungfrau. Bodenständig, bescheiden, fleißig, mit einem starken Bedürfnis, etwas Sinnvolles zu tun. Und doch war da diese unglaubliche Strahlkraft.

Uranus steht bei Dolly am MC und erzählt von einer Frau, die ihren ganz eigenen Weg ging und dabei immer wieder Grenzen sprengte. Sonne und Venus im 5. Haus schenken Kreativität, Bühne, Musik und dieses ganz besondere Talent, anderen Freude zu bringen. Sie war schillernd, ohne sich selbst wirklich wichtig zu nehmen.

Dolly wusste sehr genau, was sie aus diesen Anlagen machte. Auf die Frage nach ihrem glamourösen, manchmal ganz bewusst übertriebenen Aussehen antwortete sie einmal trocken: „It costs a lot of money to look this cheap.“ Es ist dieser wunderbare Dolly Humor, der aus einer vermeintlichen Schwäche eine Stärke macht. (Venus im 5. Haus im Steinbock). 
 
Vielleicht passt auch ihr anderer berühmter Spruch wunderbar zu Uranus: „If I hadn't been a woman, I would have been a drag queen.“ Mehr Uranus am MC geht eigentlich kaum. Anders sein, auffallen, sich nicht in eine Schublade stecken lassen und dabei einfach Spaß haben.
 
 
 

 

Dann diese starke  Jungfrau. Dienst an der Gemeinschaft. Helfen, wo Hilfe gebraucht wird. Dolly setzte sich schon für Menschen ein, lange bevor es dafür Applaus gab, unterstützte die LGBTQ+ Community und machte mit ihrer Imagination Library Millionen von Kindern Bücher zugänglich.

Vielleicht ist es deshalb so passend, dass ausgerechnet jetzt der Himmel ihren Mond berührt.

Als Dolly am 25. August starb, lief die Sonne durch die Jungfrau über ihren Mond. Nur wenige Grad weiter steht die Sonne am Freitag, wenn sich die Mondfinsternis ereignet. Eine Mondfinsternis auf der Jungfrau-Fische-Achse, genau dort, wo auch ihr Mond steht.

Während wir um sie trauern, spielt die königliche Garde im Buckingham Palace „9 to 5“. Selbst der Palast verneigt sich vor Dolly. In New York erstrahlte das Empire State Building gestern Abend um 9:25 Uhr in Pink, eine liebevolle Anspielung auf ihren Welthit. In den USA wehen die Flaggen auf Anordnung des Präsidenten eine Woche lang auf halbmast. Eine Country-Sängerin, die aus den Smoky Mountains kam, bringt selbst Palast, Wolkenkratzer und Weißes Haus dazu, sich vor ihr zu verneigen.

Selten hat  ein  Künstler  so viele Menschen erreicht und kaum jemand scheint so viele Menschen aus ganz unterschiedlichen Welten miteinander zu verbinden. Countryfans, Popfans, Hollywood, die LGBTQ+ Community, Kinder, alte und junge Menschen. Die Welt vereint in Trauer um Dolly Parton. 

Wahrscheinlich ist das ihr größtes Vermächtnis: Sie hat der Welt Licht gegeben. In ihren Liedern, ihrem Lachen, ihrer Großzügigkeit und dieser ganz eigenen Mischung aus Glitzer und Bodenständigkeit.

Danke, Dolly.
We will always love you. ♥ 🦋 

 

 

 ★ ★ ★ 

 
 
Unter dem Label Musik findet ihr  weitere Künstler.  
 
 
 
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Freitag, 7. August 2026

Sonnenfinsternis am 12.08.2026 - Europas Schicksalsmoment?

Am 12. August erleben wir eine Sonnenfinsternis, die in Europa sichtbar ist. Ein kosmischer Schlüsselmoment, der auch geopolitisches Gewicht haben dürfte. Sonnenfinsternisse sind Zeiten, in denen sich Geschichte neu schreibt,  gerade für den europäischen Kontinent, der sich zwischen Abhängigkeit und Selbstbehauptung neu definieren muss. Finsternisse können auch Verdecktes enthüllen.  Machtspiele, Skandale oder plötzliche Enthüllungen auf europäischem Boden. 

 

Sonnenfinsternis am 12.08.2026

Europas Schicksalsmoment? 

 
 
 
 
Bereits 2015 in meinem Artikel Zeitenwandel habe ich über diese besondere Finsternis geschrieben. Die Gedanken dazu kamen mir bei der Sonnenfinsternis 2015, die bei uns nur partiell war. Am 12. August 2026 haben wir am frühen Abend eine Sonnenfinsternis, die bei uns einen Bedeckungsgrad von 90 % haben wird. Die Big Player sind alle beteiligt. Wenn wir die Linien nachzeichnen, sieht es fast ein bisschen wie das Haus vom Nikolaus aus. Uranus und Pluto bilden ein Trigon, Jupiter und Neptun, sowie Jupiter/Saturn  ebenfalls, dazu Sextile von Neptun und Pluto, Uranus und Neptun, Jupiter und Uranus. Der Neumond ist für mich der Startschuss in die Zukunft. Jupiter und Pluto in Opposition signalisieren tiefgreifende Veränderungen auf der Weltbühne. 

Diese Finsternis findet auf 20 Grad Löwe statt. Das Zeichen Löwe steht für Selbstbestimmung, Kreativität, Führung und die Frage, wer wir wirklich sein möchten. Es geht um das eigene Licht und den Mut, es auch leuchten zu lassen. Eine Sonnenfinsternis im Löwen kann deshalb Momente hervorbringen, in denen alte Rollenbilder verblassen und neue Identitäten entstehen. Sowohl persönlich als auch kollektiv stellt sich die Frage: Wer führt? Wer übernimmt Verantwortung? Und welches Zukunftsbild wollen wir überhaupt erschaffen? Vielleicht geht es genau darum. Europa steht an einem Punkt, an dem viele Entscheidungen nicht länger aufgeschoben werden können. Die kommenden Jahre dürften zeigen, ob der Kontinent den Mut findet, seinen eigenen Weg zu gehen und sein Potenzial neu zu entdecken.
 
 
 
 
 
 
Pluto im Wassermann, Neptun in Widder, Uranus  und Jupiter in Löwe. Man muss weit zurückgehen, bis man eine ähnliche Konstellation findet. 1540 war dies, es war die Zeit der Renaissance.  Ein neues Weltbild wurde erschaffen. Damals wie heute leben wir in einer Zeit des Wandels. "Wiedergeburt", was Renaissance übersetzt bedeutet, die Geburtswehen der letzten Jahre sind hinter uns. Neue geistige und räumliche Horizonte tun sich auf. Das neue humanistische Menschenbild der Renaissance setzte in Europa ungeheure geistige Kräfte frei. Sowohl in den Künsten als auch in den Naturwissenschaften kam es zu Entdeckungen, Erfindungen und Entwicklungen, die bis heute grundlegend sind. Michelangelo, da Vinci, Kopernikus, Galileo Galilei, um nur einige zu nennen.
 
Die Finsternis wird der Saros Linie 126 zugeordnet und liegt somit in direkter Verbindung zur Sonnenfinsternis vom 12.10.1539. Auffällig ist zudem die starke Stellung von Pluto im Horoskop dieser Finsternis. Pluto steht für Wandlung, Machtverschiebungen und Prozesse, die sich nicht mehr aufhalten lassen. Was lange im Verborgenen lag, könnte nun sichtbar werden. Alte Strukturen geraten unter Druck, während gleichzeitig neue entstehen. Transformation ist das große Thema dieser Zeit. Vielleicht ist genau das eine weitere Parallele zur damaligen Zeit. Auch heute könnten wir am Beginn einer neuen Renaissance stehen.

Im Jahr 1540 brach allerdings auch eine Naturkatastrophe über Europa ein. Auf einen sehr milden Winter folgte ein früher Frühling. Der Sommer brachte Hitze und eine elfmonatige Dürre. Der Jahrtausendsommer. Die Wasserknappheit führte zu Ernteausfällen, Hunger und sozialen Unruhen. Eine Epidemie forderte 1 Millionen Tote in Europa. Doch so hart die Zeiten auch waren, die Menschheit machte vielleicht auch gerade deswegen große Fortschritte in Wissenschaft und Forschung. Die Entdeckungen von Galileo Galilei, Kopernikus, Kepler und vielen anderen, legten den Grundstein für die heutige Zeit. So wie damals neue Kunst und Wissenschaft erblühten, könnte auch unsere Zeit eine Welle kreativer und technologischer Neuerfindungen hervorbringen
 
Die letzte große Sonnenfinsternis, die nahezu in  ganz Europa sichtbar war, fand übrigens am 11. August 1999 statt. Viele werden sich noch an dieses Himmelsschauspiel erinnern. Bemerkenswerterweise hatte Boris Jelzin nur zwei Tage zuvor, am 9. August 1999, Wladimir Putin zum Ministerpräsidenten ernannt, was diesen kosmischen Moment auch zu einem politischen Wendepunkt machte. Seine Ära begann mit einer Finsternis... 
 
Was sich rund um diese Finsternis zeigt, wird vermutlich nicht in wenigen Tagen erledigt sein. Finsternisse arbeiten lange nach. Sie setzen Prozesse in Gang. Manche Türen schließen sich, andere öffnen sich. Oft verstehen wir erst rückblickend, warum bestimmte Ereignisse genau zu diesem Zeitpunkt ihren Anfang genommen haben. Die vielen unterstützenden Verbindungen zwischen Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun und Pluto lassen dabei hoffen, dass es nicht nur um Umbrüche geht, sondern auch um Neuaufbau. Es wirkt fast so, als würde der Kosmos sagen: Ja, Veränderung kommt. Aber diesmal nicht, um alles einzureißen. Sondern um etwas Neues zu erschaffen.

Neue Ideen, überraschende Erkenntnisse und kreative Lösungen könnten in den kommenden Monaten an Bedeutung gewinnen. Vielleicht werden gerade jetzt Samen gesät, deren Früchte wir erst Jahre später ernten. Ob wir in einigen Jahren auf den August 2026 zurückblicken werden,  wie heute auf das Jahr 1999 oder auf die Zeit der Renaissance, wissen wir noch nicht. Doch genau das ist das Wesen einer Finsternis: Ihre wahre Bedeutung erkennen wir meist erst im Rückspiegel der Geschichte.
 
 
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