Ein Gedenktag zu Ehren der heiligen Barbara von Nikomedien, die im 3. Jahrhundert als Märtyrerin starb. Seit langer Zeit ist es Brauch, an diesem Tag Barbarazweige in die Wohnung zu holen und damit den Frühling magisch herbeizurufen. Je nach Region werden Kirsch-, Apfel- oder Forsythienzweige geschnitten. Wenn sie bis zum Heiligen Abend blühen, bringen sie während der dunklen Wintertage ein wenig Licht und Hoffnung ins Haus. Nach altem Volksglauben verheißt das Aufblühen der Zweige Glück für das kommende Jahr.
In den Zeiten, „als das Wünschen noch geholfen hat“, glaubten die Menschen fest daran – vielleicht sollten wir ihrem Beispiel wieder folgen? Man kann zum Beispiel für jedes Familienmitglied einen Zweig in die Vase stellen. Wessen Zweig zuerst aufblüht, dessen Wunsch soll sich erfüllen.
Der Barbaratag gilt außerdem als Lostag, ein Tag, an dem Orakel und Fragen an das Leben gestellt werden dürfen:
Was schenkt dir Geborgenheit?
Was darf in deinem Leben neu erblühen?
Doch Barbara gibt es eigentlich schon viel länger. In uralten Zeiten war Barbara noch Borbeth. Die christliche Kirche formte aus Borbeth – Babett – schließlich die heilige Barbara.
Neben Wilbeth und Ambeth gehörte Borbeth im keltischen Glauben zu den drei Bethen, den Schutzgöttinnen. Sie waren so tief im Volk verwurzelt, dass die Kirche sie in die drei Heiligen Katharina, Margarethe und Barbara umwandelte. Und so lebt Borbeth bis heute als eine der drei Heiligen Madl’n weiter.
Neben Wilbeth und Ambeth gehörte Borbeth im keltischen Glauben zu den drei Bethen, den Schutzgöttinnen. Sie waren so tief im Volk verwurzelt, dass die Kirche sie in die drei Heiligen Katharina, Margarethe und Barbara umwandelte. Und so lebt Borbeth bis heute als eine der drei Heiligen Madl’n weiter.
Borbeth, die warme, leuchtende Erdgöttin.
Ihr Name begleitet uns noch immer – auch wenn wir nicht mehr direkt auf Mutter Erde ruhen, ein Bett hat jeder.
Die Silbe „Beth“ steckt auch im Wort Beten.
„Bor“ wiederum bedeutet so viel wie gebären, bergen, wärmen.
Borbeth ist jener Aspekt der großen Göttin, in dem wir uns zurückziehen, um neu geboren zu werden. Dunkel und Hell, Tod und Geburt gehören zusammen. Ihr Symbol ist der Turm, der Zugang zur Anderswelt, aber zugleich auch Schutz und Zuflucht. Borbeth ist diejenige, die den Lebensfaden abschneidet. Barbara wurde schließlich auch die Schutzheilige der Bergleute: Sie sollen sicher aus der Dunkelheit wieder ans Licht gelangen.
Lassen wir uns daran erinnern:
Nicht nur heute sollten wir der Erdenmutter danken.
Stellen wir als Zeichen unserer Verbundenheit einen Borbeth-Zweig in unsere Stuben auf dass neues Leben entstehen möge.
Text (co) Karin Mayer
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Vielen Dank. Das ist gut zu wissen. Ich werde nach einem Zweig Ausschau halten, auch wenn es mir schwer fallen wird unter all den kahlen Ästen den richtigen zu finden.
AntwortenLöschenja, das ist gar nicht so leicht. hast du nicht zufällig einen Kirsch oder Apfelbaum im Garten?
Löschenals ich noch auf dem Land lebte, wusste ich immer, in welchem Garten es Forsythien gibt ;-)
Heute muss ich sie mir beim Blumenstand holen ...
Leider sind mancherorts die Winter so mild, dass das mit den Barbarazweigen nicht so recht klappen will.
AntwortenLöschenMan könnte aber einen solchen Zweig für eine 1 Stunde in die Gefriertruhe legen. Dann ist er schön angefrostet und es klappt dann auch mit der weihnachtlichen Blütenpracht.
Allerdings bin ich mir nicht ganz sicher, ob mir diese Methode gefällt ...
LG
Sabienes
Hallo Karin...Danke für den tollen Beitrag :-) Darf ich ihn in meinem Blog verlinken? Ich habe nämlich thematisch so etwas Ähnliches. Allerdings nicht so schön ausführlich dafür mit kleinem Liebesritual. LG und einen liebevollen Barbaratag... Michaela
AntwortenLöschenSehr gerne Michaela <3
Löschenund ich würde gern deinen dann auch hier verlinken :-*
Hallo Karin :-) Danke für den Beitrag :-) Darf ich ihn in meinem Blog verlinken? Ich habe heute ein ähnliches Thema. Nicht so schön ausführlich aber mit kleinem Liebesritual. Lg und einen wundervollen Barbaratag :-) Michaela
AntwortenLöschenHallo Karin, danke mal wieder für die Hintergründe und die Anregung. Also unser Apfelbaum im Garten hat recht verfrorene Zweige, da mach ich mich gleich mal raus und schneide was ab.. mal sehen, was das der nächste Frühling dann so bringt.
AntwortenLöschenIch könnte also einen Zweig vom Kirschbaum abschneiden und diesen in die Vase stellen? Könnte ich auch einen Zweig vom Apfelbaum und vom Kirschbaum nehmen, quasi die Mischung bringe doppelt Glück :)
AntwortenLöschenSonnige Grüße
Sandra
DAnke liebe Karin, für die uns oft verschwundenen Hintergründe..werde von unserem Apfelbaum einen Zweig abschneiden ;) auch danke an Michaela...glg Manuela
AntwortenLöschenIch kannte den Brauch zwar aber habe irgentwie jedes Jahr wieder verpasst ebenfalls einen Zweig ins Wasser zu stellen, meinst du ich könnte des nu einfach noch nachholen oder klappt das dann nicht mehr bis weihnachten mit dem blühen?
AntwortenLöschen♥ wenn du Glück hast, blüht er auch dann noch bis Weihnachten
LöschenIch werde mir gleich alle drei Zweige besorgen. Kann nur Glück bringen ;)
AntwortenLöschenUnd dir
fröhlichen Nikolaus!
danke Sandra :-) schön dich mal wieder zu lesen :-))
Löschenschöne, besinnliche Vorweihnachtstage wünsche ich dir!
Ich wünsche dir auch eine stressfreie Adventszeit :)
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