Ein Brauch aus dem englischsprachigen Raum verbreitet sich auch bei uns wieder mehr. Küssen unterm Mistelzweig!
"Mistletoe, kiss and go!"
Der Legende nach bleiben Paare, die sich unterm Mistelzweig küssen ein
Leben lang glücklich vereint. Dabei sind die weißgelben, klebrigen
Beeren sogar leicht giftig. Die Mistel ist botanisch gesehen, ein
Halbparasit. Sie wächst auf Ästen, sehr oft auf alten Eichen. Ihre
Nahrung holt sie sich aus den Bäumen, wobei sie das auch selbstständig
durch Photosynthese kann.
Aber woher kommt nun die Legende mit dem Küssen und die Verbindung zu Weihnachten?
Schon von den Kelten und Germanen wurde den geheimnisvollen Misteln magische Kräfte nachgesagt. Die Mistel galt als heilig, so soll sie Fruchtbarkeit schenken, Schutz gegen Gift sein und als Aphrodisiacum dienen.
Aber woher kommt nun die Legende mit dem Küssen und die Verbindung zu Weihnachten?
Schon von den Kelten und Germanen wurde den geheimnisvollen Misteln magische Kräfte nachgesagt. Die Mistel galt als heilig, so soll sie Fruchtbarkeit schenken, Schutz gegen Gift sein und als Aphrodisiacum dienen.
Zum anderen findet sich die Mistel auch in der nordischen Göttersage,
bei den alten Römern, sowie in der griechischen Mythologie. In der Mistel wurde die Seele der Eiche vermutet, der Baum hat seit
jeher große Symbolkraft. Geerntet wurde zur Sommer und Wintersonnwende
von weiß gewandeten Druiden. Mit ihren goldenen Sicheln schnitten sie
die immergrüne Pflanze, in einer rituellen Zeremonie, ab. Hier ist
vermutlich auch der Zusammenhang mit Weihnachten.
Bei den nordischen Völkern galt die Mistel als Pflanze des Friedens, unter der sich Feinde versöhnten. Bei den Griechen gehörte das Küssen unterm Mistelzweig zu Hochzeitsritualen. Später, im Mittelalter wurde die Mistel dann unter die Türe gehängt um böse Geister und Hexen zu verjagen. Weitere Namen für einen Mistelzweig sind daher auch: Hexenbesen oder Druidenfuss.
Bei mir bleibt der Mistelzweig das ganze Jahr über hängen, weil ich seine Blätter gerne auch zum räuchern verwende. Geräuchert hat man mit der Mistel auch schon immer, gerne gemeinsam mit Eisenkraut, so können beide ihren krautigen süsslichen Duft schön verströmen. Eine Mistel Räucherung lässt unsere Seele zur Ruhe kommen und auf Reisen gehen. Sie geleitet uns in Andere-Welten. Auch ist die Mistel gern Bestandteil von Schutzräucherungen.
Nach dem Küssen under the mistletoe
müssen die Männer eine der Beeren pflücken. Sind alle Beeren
aufgebraucht, darf auch nicht mehr geküsst werden. Nach Weihnachten wird
dann der Zweig verbrannt, damit sich die Prophezeiung der ewigen Liebe
auch erfüllen kann.
Aber nicht nur die Macht der ewigen Lieben soll von der Mistel ausgehen, auch heilende Wirkung soll sie haben. Mistelpräparate gegen Bluthochdruck und Herzkrankheiten sind die häufigsten. Die Wirkung gegen Krebs ist nicht erwiesen, allerdings soll die Mistel allgemein den Körper in höhere Alarmbereitschaft versetzen um gegen Krankheiten anzukämpfen.
Mistletoe, kiss and go!
Text (co) Karin Mayer
Wenn die Quelle dabei steht, dürfen auch Auszüge aus dem Text geteilt und kopiert werden.
Bitte Link hinzufügen.
Danke! Bildquelle:animaatjes.de

.jpg)
