Mittwoch, 17. Juni 2026

Chiron in Stier - Heilung durch Erdung


Chiron macht sich auf den Weg in den Stier. Aber wie es sich für einen verletzten Heiler gehört, läuft er nicht einfach geradeaus, sondern tastet sich Schritt für Schritt vor. Ab dem 19. Juni 2026 probiert er schon einmal die ersten Grade im Stier aus, zieht sich dann noch einmal zurück in den Widder und kehrt schließlich am 15. April 2027 endgültig in den Stier zurück. Es ist also kein dramatischer Sprung, sondern mehr ein behutsames Einfinden, so wie wir auch manchmal erst den großen Zeh ins Wasser halten, bevor wir hineinspringen.


Seit 2018 war Chiron im Widder, dort hat er uns ermutigt, unsere Verletzlichkeit als Stärke anzuerkennen, Stärke bedeutet nämlich nicht, unverwundbar zu sein. Aus der Opferrolle herauszutreten, Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen und Heilung durch Selbstfindung zu erfahren. Das waren die großen Themen dieser Zeit. Nun richtet sich der Blick auf den Stier, ein Zeichen, das uns lehrt, wie wir unsere Wunden mit Selbstwert, Stabilität und geerdeter Präsenz heilen können. Damit beginnt eine neue Etappe auf Chirons zweiter großen Reise durch den Tierkreis. Genau dort war er nämlich auch 1977 bei seiner Entdeckung.
 
19.06.2026 - Erster Schritt in den Stier 
18.09.2026  Rückläufig zurück in den Widder  
15.04.2027 Zweiter Schritt  in den Stier  
 
 



Chiron – der verwundete Heiler

Chiron ist kein Planet im klassischen Sinne, sondern ein Asteroid beziehungsweise Planetoid, der in der Astrologie eine ganz besondere Rolle spielt. Er steht für unsere tiefsten Wunden, jene Stellen, an denen wir uns schwach, ungenügend oder verletzlich fühlen. Doch gerade dort liegt auch unsere größte Heilungskraft verborgen. Chiron erinnert uns daran, dass wir nicht perfekt sein müssen, um heil zu sein. Im Gegenteil, unsere Risse machen uns menschlich, und manchmal sind sie sogar die Stellen, durch die das Licht reinkommt.Chiron zeigt uns, wie wir aus Schmerz Weisheit gewinnen und wie wir durch Annahme unserer Schwächen zu innerer Stärke finden können. Er wirkt subtil, oft auf einer sehr persönlichen Ebene, und führt uns dahin, das zu heilen, was eigentlich unheilbar scheint und es an andere weiterzugeben.

Chiron ist kein gewöhnlicher Zentaur. Während die meisten seiner Art in den Mythen als wild und ungestüm beschrieben werden, gilt er als edel, sanft und weise. Ein Mischwesen aus Mensch und Pferd, verkörpert er die Verbindung von Instinkt und Bewusstsein, von Natur und Geist. Er lebte als Grenzgänger zwischen Himmel und Erde  und genau darin liegt auch seine Symbolik in der Astrologie. Chiron war ein Lehrer und Heiler, Mentor vieler großer Helden wie Asklepios, Achilles und Herakles. Er kannte sich aus in Kräuterkunde, Musik, Jagd, Medizin und Prophezeiung,  ja, sogar in der Astrologie. Seine größte Gabe war es, andere in ihre Bestimmung zu führen und sie an ihre innere Kraft zu erinnern.

Doch gerade er selbst trug eine unheilbare Wunde: Ein vergifteter Pfeil verletzte ihn schwer, und obwohl er alle Heilmethoden kannte, konnte er sich selbst nicht heilen. Damit wurde er zum Sinnbild des „verwundeten Heilers“. Jemand, der im eigenen Schmerz die Kraft findet, andere zu begleiten. In der Astrologie steht Chiron genau für dieses Paradox: Dort, wo wir verwundet sind, liegt auch der Schlüssel zu unserer Weisheit.


Stier – das Zeichen der Beständigkeit und des Genusses

Der Stier gehört zum Element Erde und steht für Stabilität, Sicherheit und Fülle. Hier geht es um das, was greifbar ist: um Materie, Natur und Ressourcen. Er genießt gern, mag eine schöne Umgebung und alles, was die Sinne erfreut. Archetypisch ist er der Bauer, tief verwurzelt in seiner Heimat, der geduldig sät, pflegt und erntet. Stier-Themen sind Selbstwert und Werte, materielle ebenso wie innere. Auch Finanzen, Besitz und das Banken- und Wirtschaftssystem gehören in dieses Zeichen. Der Stier will wachsen – aber in Ruhe, Schritt für Schritt, so wie die Natur selbst. Er liebt gutes Essen, ein warmes Platzerl, ein Stück Land unter den Füßen und ein sicheres Dach über dem Kopf.

Chiron im Stier – Heilung des Selbstwerts 

Wenn Chiron in den Stier einzieht, klopfen genau die Themen an, die uns mit unserem Selbstwert, unserem Besitz oder unserem Körper verbinden. Plötzlich merken wir, wo wir uns klein machen, wo wir uns nicht genug fühlen oder wo wir Sicherheit von außen erzwingen wollen. Chiron im Stier möchte uns lehren, dass wir genug sind, auch ohne dickes Konto, ohne perfekten Körper oder ohne alles unter Kontrolle zu haben. Heilung geschieht hier durch Erdung, durch das Annehmen des eigenen Körpers, durch den Genuss kleiner Dinge und durch die Rückverbindung zur Natur. Sicherheit entsteht nicht im Bankkonto, sondern im Vertrauen ins Leben.

Schlüsselbegriffe Chiron im Stier

  • Heilung des Selbstwerts 
  • Frieden mit dem Körper 
  • Verwurzelung in der eigenen Kraft 
  •  Genuss als Medizin 
  • Verletzungen durch Besitz oder Mangel
  • Sicherheit von innen heraus  
  • Heilung der Beziehung zur Natur und zu Ressourcen
  • Besitz macht verwundbar
  • der Heiler schlägt Wurzeln 
  • Alles, was du hast, hat irgendwann dich 
  • Den eigenen Wert kennen  
  • Selbstheilungskräfte aktivieren 
  • Innere Stabilität statt äußere Sicherheiten 
  • Heilung durch Erdung 
  • Die Wurzeln pflegen, um wachsen zu können  


 
 

Historischer Rückblick – Chiron kehrt an seine Ursprünge zurück

Im Frühjahr 2027 erreicht Chiron wieder die frühen Grade des Stiers, an denen er 1977 entdeckt wurde. Solche Momente sind astrologisch besonders von Bedeutung, weil sie wie ein „kosmischer Neustart“ wirken: Chiron kehrt an seine Ursprünge zurück, um ein neues Kapitel seiner Reise durch den Tierkreis zu beginnen.

Damals spiegelten seine Entdeckungsthemen die Zeit: Heilung und alternative Medizin gewannen an Bedeutung, Spiritualität und ganzheitliche Lebensansätze fanden neue Wege, und die Umweltbewegung machte deutlich, wie sehr Mensch und Natur verbunden sind. Schon damals ging es um Selbstwert, Verantwortung und das Bewusstsein für unsere Ressourcen, genau die Themen, die Chiron im Stier heute erneut ins Licht rückt.

Seine Rückkehr lädt uns ein, diese Fragen noch einmal zu betrachten. Mit mehr Erfahrung, mehr Bewusstsein und der Chance, die alten Wunden diesmal wirklich zu heilen und in innere Stärke zu verwandeln.


Ein paar  Entwicklungen aus jener Zeit:  

Alternative Heilmethoden und ganzheitliche Gesundheit gewannen an Bedeutung. Menschen begannen, traditionelle medizinische Systeme zu hinterfragen und Heilung als ganzheitliches Geschehen zu sehen. Ernährung, Natur und Psyche sind Teil des Heilungsprozesses.

Neue Lebensstile und Spiritualität traten stärker in den Blick. 1977 startete das Mind Body Spirit Festival, ein Treffpunkt für alternative Heilkunst, spirituelle Wege und kreative Lebensgestaltung.

Die Umweltbewegung war in voller Aufbruchsstimmung. In Kenia wurde das Green Belt Movement gegründet, eine Bewegung von Frauen gegen Abholzung und Erosion, gegen Armut und für Wiederbegrünung. Natur wurde erstmals verstärkt gesehen als Ressource nicht nur zum Nutzen.

Auch Proteste gegen massiven Industriebau und Atomkraft nahm zu. Gruppen wie Greenpeace engagierten sich öffentlich gegen neue Atomkraftwerke und Umweltverschmutzung. Weltweit gründeten sich Parteien die mehr Schutz für Mensch und Natur forderten. 
 
Ein weiteres typisches Stier-Thema: Mit der zweiten Ölkrise von 1979/80 rückten Ressourcen, Energieversorgung und wirtschaftliche Sicherheit in den Fokus. Plötzlich wurde deutlich, wie abhängig unsere moderne Gesellschaft von endlichen Rohstoffen ist. Fragen nach Versorgungssicherheit, Wohlstand und dem Wert natürlicher Ressourcen prägten diese Zeit. Auslöser war hier die iranische Revolution.
 

Noch ein Blick weiter zurück

Es gibt noch eine bemerkenswerte Parallele: 

Der vorletzte Chiron-Durchgang durch den Stier begann ebenfalls in zwei Etappen. Genau wie heute wechselte Chiron zunächst im Mai 1926 in den Stier, kehrte im Herbst noch einmal in den Widder zurück und trat im März 1927 endgültig in das Erdzeichen ein. Hundert Jahre später wiederholt sich dieser Rhythmus fast auf den Tag genau.

Während Chiron anschließend durch den Stier wanderte, erschütterte der Börsencrash von 1929 die Welt. Es folgten die Weltwirtschaftskrise, Massenarbeitslosigkeit und der Verlust materieller Sicherheit für Millionen Menschen. Astrologisch lässt sich darin eines der zentralen Themen von Chiron im Stier erkennen: Was gibt uns wirklich Halt, wenn Besitz, Geld oder wirtschaftliche Stabilität plötzlich wegbrechen?

Der Stier erinnert uns daran, dass Werte weit mehr sind als Zahlen auf einem Konto. Und Chiron stellt genau dort die unbequeme Frage: Worauf gründet sich dein Selbstwert? Denn Besitz kann Sicherheit schenken, aber er kann auch verwundbar machen. Oder, wie es einer der Schlüsselbegriffe so treffend ausdrückt:

Alles, was du hast, hat irgendwann dich.

 

 

Ausblick – Chiron im Stier: praktische Impulse für die kommenden Jahre

Mit Chiron im Stier stehen in den nächsten Jahren Fragen nach Selbstwert, Sicherheit und Ressourcen im Vordergrund. Persönlich lädt er uns ein, unsere Werte zu überprüfen: Wo halte ich an Besitz, Kontrolle oder Gewohnheiten fest, die mich eher belasten als nähren? Wo kann ich Stabilität und Genuss bewusst in mein Leben holen, ohne von äußeren Sicherheiten abhängig zu sein? Der Körper, die Ernährung und der Umgang mit Geld werden zu Spiegeln unserer inneren Heilung.

Auf kollektiver Ebene zeigt Chiron im Stier, wo Gesellschaften Wunden im Umgang mit Ressourcen, Finanzen und materieller Sicherheit tragen. Themen wie nachhaltige Landwirtschaft, Umweltverantwortung, gerechte Verteilung von Wohlstand und das Vertrauen in stabile Strukturen können jetzt stärker ins Bewusstsein rücken. Krisen oder Veränderungen in diesen Bereichen bieten Chancen, alte Muster zu erkennen und neue Wege zu etablieren, die auf Erdung, Beständigkeit und langfristiger Heilung basieren.

Chiron im Stier mahnt uns, dass echte Sicherheit von innen kommt, aus geerdeter Selbstachtung und bewusster Wertschätzung – für uns selbst und für die Welt, in der wir leben.
 

Impulse:  

  • Heilung des Selbstwerts – lernen, den eigenen Wert unabhängig von äußeren Faktoren zu erkennen.
  • Frieden mit dem Körper – Verletzungen, Scham oder Ablehnung transformieren.
  • Genuss als Medizin – Essen, Natur und Sinnlichkeit bewusst zur Heilung nutzen.
  • Besitz macht verwundbar – erkennen, dass zu viel Festhalten Ängste nährt.
  • Alles, was du hast, hat irgendwann dich – Loslassen üben, um frei zu bleiben.
  • Den eigenen Wert erkennen – statt über Status, Geld oder Besitz definiert zu werden.
  • Selbstheilungskräfte aktivieren – das Vertrauen in die eigene innere Heilung stärken.
  • Sicherheit von innen heraus – echte Stabilität entsteht im Vertrauen ins Leben.
  • Innere Stabilität statt äußere Sicherheiten – Heilung, die nicht vom Kontostand abhängt.
  • Die Wurzeln pflegen, um wachsen zu können – Verbindung zu Heimat, Körper und Natur stärken.
  • Heilung durch Erdung  – zurück zu den einfachen Dingen
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Vom Schmerz zur Weisheit

Chiron im Stier erinnert uns daran, dass Heilung nicht über Nacht geschieht. Sie ist ein langsames, liebevolles Wachsen wie eine Pflanze, die ihre Wurzeln tief in die Erde schlägt. Unsere Wunden sind keine Last, sondern Wegweiser. Kleine Öffnungen, durch die Licht und Erkenntnis in unser Leben fließen können.

Es ist die Einladung, in unseren Körper, in unsere Werte und in unsere Ressourcen zu vertrauen. Genuss, Ruhe und die Verbindung zur Natur sind Medizin für die Seele. Wer den Mut hat, sich den eigenen Verletzungen zu stellen, erkennt: Wir sind genug, genau so, wie wir sind. Und in dieser Erkenntnis liegt die Kraft, nicht nur uns selbst zu heilen, sondern auch die Welt um uns sanft mitzugestalten.

Chiron im Stier führt uns auf den Weg von Verwundung zu Verwurzelung, von Angst zu innerer Stabilität und von Besitzdenken zu echter Wertschätzung. Er zeigt: Heilung beginnt dort, wo wir stehen, tief in uns selbst und von dort aus kann alles heilen und wachsen.

 

Alle Texte (co) Karin Mayer - sofern es nicht anders gekennzeichnet ist. Wenn die Quellenangabe dabei steht, dürfen auch Auszüge aus dem Text geteilt und weiterempfohlen werden. Bildquelle: (co) wenn nicht anders gekennzeichnet Karin Mayer oder mit der KI Dall-E von mir generiert. Stand 2026 Verwendung gemäß den geltenden Nutzungsbedingungen. 

Samstag, 14. März 2026

Iran zwischen Saturn und Uranus – Zerbricht das Regime der Mullahs?







Der Iran steht unter enormem Druck. Im Inneren brodelt es seit Jahren. Wir erinnern uns an "Woman - Life - Freedom". Die Ereignisse der letzten Monate haben die Spannungen weiter verschärft. Im Januar kam es erneut zu schweren Unruhen. Viele Menschen gingen auf die Straße und forderten mehr Freiheit und politische Reformen. Das Regime reagierte mit harter Gewalt. Berichten zufolge wurden tausende Demonstrierende getötet.
 
Auch außenpolitisch hat sich die Lage dramatisch zugespitzt. Am 28. Februar 2026 begann eine neue Eskalationsstufe mit Angriffen Israels und den Vereinigten Staaten auf iranische Ziele. Damit steht das Land gleichzeitig vor inneren Konflikten und  militärischer Bedrohung von außen. Die Mullahs wollen ihre Macht um jeden Preis erhalten. Doch wie lange kann dieses System dem Druck standhalten? Kommt der Wandel von innen – durch das Volk – oder wird er durch äußeren Druck erzwungen?

Ein Blick in das Horoskop des Iran kann Hinweise darauf geben, welche Kräfte derzeit im Hintergrund wirken und welche Entwicklungen in den kommenden Monaten möglich sind.


Islamische Republik Iran
1.4.1979, 15.00 LT,
Teheran, IRN
Außen: aktuelle Transite 

 
 
 
Sonne im Widder im 9. Haus – Opposition Pluto
Der Iran besitzt eine kämpferische, stolze Identität. Widder steht für Durchsetzungskraft, Widerstand und den Willen, den eigenen Weg zu gehen, auch gegen äußeren Druck. Im 9. Haus zeigt sich zudem eine starke ideologische und religiöse Dimension. Überzeugungen, Glauben und Weltanschauung spielen eine zentrale Rolle. Die Opposition der Sonne zu Pluto deutet auf extreme Machtkämpfe hin – sowohl im Inneren des Systems als auch im Äußeren. Transformation und Wandel geschehen hier nicht sanft und friedlich, sondern  durch  Druck,  Konfrontation und Krise.
 
Aszendent Löwe mit Lilith am AC
Der Löwe-Aszendent verleiht dem Staat ein stolzes, machtbewusstes Auftreten. Führung, Autorität und der Anspruch auf Stärke prägen das äußere Erscheinungsbild des Landes. In Kombination mit der Widder-Sonne entsteht ein sehr dominantes, kämpferisches System. Lilith am Aszendenten kann dabei auch ein Symbol für die rebellische Kraft sein, die sich im Land immer wieder zeigt. Besonders sichtbar wird das meiner Meinung nach, in den starken Frauenbewegungen, die trotz Repressionen immer wieder für Freiheit und Selbstbestimmung kämpfen. "Women - Life - Freedom" 
 
Mond in den Zwillingen – Quadrat Saturn
Der Mond beschreibt in einem Länderhoroskop das Volk. In den Zwillingen zeigt er eine bewegliche, neugierige und kommunikative Bevölkerung. Informationen, Austausch und Meinungen verbreiten sich schnell. Ein guter Nährboden für Protestbewegungen. Gleichzeitig bringt das Quadrat zu Saturn eine Spannung: Kontrolle, Einschränkungen und Angst prägen immer wieder den Alltag der Menschen. Der Wunsch nach Freiheit und Austausch trifft hier auf ein System, das Kommunikation und Meinung streng regulieren will.
 
Widder-Sonne und Löwe-Aszendent zeichnen das Bild eines stolzen, kämpferischen und autoritär auftretenden Staates. Der Zwillinge-Mond hingegen steht für ein lebendiges, kommunikatives und schwer kontrollierbares Volk. Eine Spannung, die sich im Iran seit Jahren immer deutlicher zeigt.
 
 
 
 
 
 
 
Aktuelle Transite: 
 
Neumond auf Merkur–Mars (19. März 2026) – Ein Funke kann reichen
Der Neumond vom 19. März aktiviert direkt die Merkur-Mars-Konjunktion im Horoskop des Iran. Merkur steht für Kommunikation, Information und Austausch, Mars für Energie, Konflikt und Aktion. Wenn ein Neumond diese Konstellation auslöst, kann das wie ein Funke wirken, der eine neue Dynamik entfacht.
Interessant ist auch der zeitliche Kontext: Das persische Neujahrsfest Nowruz und das Zuckerfest zum Ende des Ramadan fallen in diesem Jahr fast genau in diese Phase. Traditionell sind das Zeiten, in denen viele Menschen feiern und sich auf den Straßen versammeln. Astrologisch könnte dieser Neumond daher eine Phase markieren, in der sich die Protestbewegung  im Volk verstärken.
Gleichzeitig bildet nämlich auch noch Uranus, der Planet der Freiheit und der Rebellion, ein Sextil zu dieser Merkur-Mars-Konstellation. Das kann spontane Aktionen, neue Protestformen oder überraschende Entwicklungen begünstigen.
 

 
Saturn Konjunktion Sonne (Mai 2026 – Feb 2027) – Die Regierung unter Druck
Im Mai 2026 erreicht Saturn die Sonne des Iran. In einem Länderhoroskop steht die Sonne  für die Regierung und die staatliche Führung. Wenn Saturn darüber läuft, beginnt ein Reality Check. 
Saturn wirkt hier wie ein Schleifstein: Druck, Verantwortung, Einschränkungen und Krisen zwingen das System, sich mit der Realität auseinanderzusetzen. Entscheidungen werden schwerer, Probleme treten deutlicher hervor und Machtstrukturen geraten unter Belastung.
 
Besonders bemerkenswert ist, dass Saturn gleich dreimal über die  Sonne geht:
  • Mai 2026 (erste Konjunktion)

  • Oktober 2026 (rückläufige Wiederholung)

  • Februar 2027 (dritter Durchgang)

Diese Wiederholungen  können sich wie ein permanenter Druck auf die Regierung anfühlen. Alte Strukturen werden geprüft  und wenn sie nicht mehr tragen, können sie unter dieser Belastung einstürzen. Saturn nimmt nur das, was nicht mehr tragfähig ist und eh schon brüchig war. 
 

 
Uranus Konjunktion Mond (2026–2028) – Das Volk wird unruhig
Während Saturn Druck auf die Regierung ausübt, nähert sich Uranus langsam dem Mond des Iran. Der Mond steht im Länderhoroskop für das Volk und die kollektive Stimmung im Land. 
Uranus bringt Unruhe, plötzliche Entwicklungen und den starken Wunsch nach Freiheit. Wenn dieser Planet den Mond erreicht, zeigt sich oft eine Phase, in der Menschen nicht länger bereit sind, alte Zustände zu akzeptieren.
Im Sommer 2026 beginnt Uranus, sich dem Mond deutlich zu nähern. Doch der eigentliche Höhepunkt kommt später:
Im Frühling 2027 (Mai/Juni) steht Uranus direkt auf dem Mond. Durch seine Rückläufigkeit aktiviert er diesen Punkt sogar mehrmals. Anfang 2028 erfolgt dort erneut ein Richtungswechsel.
Solche mehrfachen Aktivierungen können eine längere Phase gesellschaftlicher Unruhe anzeigen. Proteste, spontane Bewegungen oder überraschende Entwicklungen  sind unter Uranus-Mond-Kontakten häufig zu beobachten. Die Stimmung kann sich plötzlich drehen  und wenn eine solche Energie einmal entfacht ist, lässt sie sich oft nur schwer wieder kontrollieren. Da gibt es eigentlich keinen Halt mehr. 
 
 
Fazit: Druck von außen – Wandel von innen?

Die kommenden Jahre könnten für den Iran zu einer entscheidenden Phase werden. Saturn setzt die Regierung massiv unter Druck, während Uranus das Volk aktiviert. Diese Kombination deutet auf eine Zeit hin, in der alte Strukturen ins Wanken geraten können.

Doch Geschichte zeigt immer wieder, dass echter Wandel selten von außen erzwungen werden kann. Beispiele aus Ländern wie Afghanistan oder dem Irak zeigen, wie schwierig es ist, politische Systeme von außen zu verändern.

Transformation entsteht meist dann, wenn sie aus dem Inneren einer Gesellschaft wächst. Wenn das Volk selbst bereit ist, neue Wege zu gehen. Genau hier liegt auch die astrologische Spannung im Horoskop des Iran: ein starkes, machtbewusstes System auf der einen Seite  und ein zunehmend unruhiges Volk, das den Ruf der Freiheit hört, auf der anderen.

Die aktuellen Konflikte im Nahen Osten drehen sich nicht  um Freiheit oder Demokratie. Hinter diesen Entscheidungen stehen geopolitische Interessen, Ressourcen, Macht und Einfluss in einer strategisch wichtigen Region.

Ob der Iran in eine Phase der weiteren Repression gerät oder ob sich langfristig ein Wandel von innen heraus entwickelt, bleibt offen. Doch die Sterne deuten darauf hin, dass die kommenden Jahre eine Zeit sein könnten, in der sich entscheidet, wie stabil das bestehende System wirklich noch ist.
 
Im Horoskop des Iran zeigt sich eine tiefe Spannung zwischen Macht und Wandel. Die Widder-Sonne und der Löwe-Aszendent stehen für ein stolzes, kämpferisches System, das seine Autorität mit aller Kraft verteidigt. Doch der Zwillinge-Mond erzählt eine andere Geschichte: ein Volk, das kommuniziert, diskutiert, sich vernetzt und immer wieder nach neuen Wegen sucht.

Mit Saturn auf der Sonne und Uranus auf dem Mond treffen in den kommenden Jahren zwei mächtige Kräfte aufeinander  Druck von oben und Unruhe von unten. Solche Konstellationen markieren in der Astrologie oft Zeiten, in denen sich entscheidet, wie stabil ein System wirklich ist.

Ob diese Energie in noch mehr Kontrolle und Repression mündet oder den Beginn einer tiefen Transformation einleitet, wird sich  zeigen. Möge das iranische Volk in diesen schweren Zeiten Kraft, Zusammenhalt und Mut finden.  Möge  die Sehnsucht nach Freiheit, Gerechtigkeit und Selbstbestimmung eines Tages in Erfüllung gehen.
 
 
 

 

Alle Texte (co) Karin Mayer - sofern es nicht anders gekennzeichnet ist. 
Wenn die Quellenangabe dabei steht, dürfen auch Auszüge aus dem Text geteilt und weiterempfohlen werden. Doch bitte immer mit Quelle und Link; 
Herzlichen Dank! 
Bildquelle: (co) Karin Mayer/ Iran Demos in München 
Letztes Bild mit der KI generiert, Veröffentlicht nach derzeitigen Stand 2026   
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Mittwoch, 18. Februar 2026

Saturn - Neptun Konjunktion 2026


1. Astrologischer Hintergrund

Die Saturn-Neptun-Konjunktion am 20.02.2026 auf 0° Grad Widder markiert den Beginn eines neuen, 36 Jahre dauernden, Zyklus. Doch diesmal liegt eine besondere Brisanz in diesem kosmischen Ereignis: Es ereignet sich auf 0° Widder, hier beginnt der Tierkreis, hier nimmt alles seinen Anfang. Die Anfangsgrade in kardinalen Zeichen gelten in der Astrologie als besonders wichtig, sie markieren einen kompletten Neubeginn, im Widder nochmal mehr als in den anderen Zeichen. Ein neuer Zyklus, auf dem Anfangsgrad des Tierkreis, Saturn und Neptun ganz frisch im Zeichen. Damit treffen gleich drei archetypische Neuanfangs-Impulse zusammen, ein solcher Gleichklang von Neubeginn weist auf einen gravierenden Wendepunkt hin. Ein echter Neustart! Ein Jahrtausendereignis. 
 
 
 
 
 
Die Themen sind Traum  (Neptun) und Wirklichkeit (Saturn). Das Auflösen (Neptun) von Grenzen (Saturn), die Sehnsucht (Neptun) nach Sicherheit (Saturn) aber auch Träume (Neptun) können Realität (Saturn) werden.  Mit Beginn des letzten Zyklus vor 36 Jahren fielen Mauern und Grenzen lösten sich auf. Der Zyklusbeginn läutete das Ende des Kommunismus und der UdSSR ein.  Russland und auch Putin (Saturn/Neptun Konjunktion in der Radix) werden wohl auch dieses Mal besonders in Resonanz gehen. Aber auch Länder wie Ungarn und Polen haben  diese Konstellation. Für den Iran aber auch die USA findet sie am IC statt.  Alte Strukturen zerfallen, neue Ordnungen suchen ihren Platz.

Saturn im Widder - Der mutige Wegbereiter

Schauen wir uns zuerst Saturn an: auf den ersten Blick eine düstere Erscheinung, die Grenzen setzt aber auch Klarheit schafft. Saturn, der Hüter der Schwelle, wie er genannt wird. Saturn im Widder bringt die Energie des Neubeginns in eine strukturierte und zielgerichtete Form. Während der feurige Widder für Impulsivität, Pioniergeist und Tatendrang steht, lenkt Saturn diese Eigenschaften in geordnete Bahnen. Saturn im Widder kombiniert die Tatkraft des Widders mit der Disziplin Saturns; ein kühner Anführer, der mit Bedacht und Mut neue Wege beschreitet.

Neptun im Widder - Der sanfte Krieger

Und Neptun: Der Herrscher der Meere, weicht auf und durchdringt somit alles. Neptun ist das kollektive Unterbewusstsein. Wenn Neptun in den Widder eintritt, trifft das Reich der Träume und Spiritualität auf die Energie von Aktion und Pioniergeist. Diese Verbindung kann dazu führen, dass Ideale und Visionen mit großem Mut verfolgt werden. Es entstehen neue Bewegungen, die von Inspiration und dem Wunsch nach Veränderung getragen werden. Gleichzeitig kann es aber auch zu einer Tendenz kommen, sich in unrealisierbaren oder idealistischen Zielen zu verlieren, so dass wir den Neustart komplett verschlafen. Neptun im Widder ist auch der chaotische (Neptun) Neubeginn (Widder). Wir träumen den alten Traum, die Welt zu verändern und neu und besser zu erschaffen. Auflösung (Neptun) mit aller Kraft (Widder). 
  

Saturn und Neptun – Die Begegnung von Traum und Wirklichkeit

Wenn Saturn und Neptun sich begegnen, prallen zwei scheinbar gegensätzliche Prinzipien aufeinander: das Harte und das Weiche, das Sichtbare und das Unsichtbare, das Endliche und das Grenzenlose. Saturn verkörpert das Konkrete, das Greifbare, das, was Bestand haben soll. Neptun dagegen verweist auf das Unfassbare, das Fließende, das, was sich entzieht und auflöst. Der Herrscher der Zeit (Saturn) trifft auf zeitlose Ewigkeit (Neptun). 
 
Die Zeit (♄) verrinnt (♆). Steter Tropfen (♆) höhlt den Stein (♄). Die Nebel (♆) der Zeit (♄). Was ist Einbildung (♆) und was Realität (♄). Unsichtbare (♆) Grenzen (♄). Ernüchterung (♄) nach dem Rausch (♆). Die Realität (♄) verschwimmt (♆). Sehnsucht (♆) nach Sicherheit (♄). kein fester Boden (♄) unter den Füßen (♆). Der alte Mann (♄) und das Meer (♆). Grenzen (♄) verschwimmen (♆). Disziplin (♄) und Hingabe (♆). Träume (♆) können wahr (♄) werden.

Saturn–Neptun-Zyklus (ca. 36 Jahre) Themen: In der Konjunktion verschmelzen beide Kräfte und gerade darin liegt die Spannung. 
  • Strukturen (Saturn) beginnen sich aufzulösen (Neptun).
  • Grenzen verschwimmen
  • Klarheit wird von Nebel überzogen
  • Wunsch und Wirklichkeit  
  • Die Spannung zwischen Realität (Saturn) und Ideal (Neptun)
  • Große Enttäuschung 
  • Wirtschaftskrisen  
Gleichzeitig aber kann das Unwirkliche plötzlich Form annehmen: 
  • Visionen werden konkret 
  • Träume verwirklichen 

Man könnte sagen: Saturn gibt dem Traum ein Skelett, Neptun haucht der Realität Seele ein.

Doch dieser Prozess ist nicht ohne Reibung. Oft erleben wir im Saturn–Neptun-Zyklus zunächst eine Phase der Desillusionierung: das Platzen großer Hoffnungen, das Aufwachen aus Illusionen. Was bleibt, ist die Möglichkeit, neue Werte und Visionen zu verankern, dieses mal auf tragfähigem Boden.


 

2. Historischer Rückblick 

Zur Einordnung: Konjunktionen von Saturn und Neptun in Widder traten historisch z. B. am 27. März 1703 (11° Widder) und am 21. März 1380 (21° Widder) auf. Ich habe hier eine Liste von Saturn/Neptun Konjunktionen in einem Zeitraum von 3000 Jahren gefunden. Auf 0° Widder fand keine statt, das macht sie so einzigartig.  

  • 1380 (in Widder):  Machtverschiebungen im mittelalterlichen Europa. Der Moskauer Großfürst Donskoi siegt über die Mongolen und wird zum russischen Nationalhelden.  
  • 1486 (in Schütze):  Religiöse und weltanschauliche (Schütze)  Umbrüche prägen Europa. Mit dem Malleus Maleficarum beginnt die systematische Hexenverfolgung – Ausdruck von Angst, Kontrollverlust und religiösem Fanatismus. Gleichzeitig formuliert Pico della Mirandola seine Rede über die Würde des Menschen, ein Schlüsseltext des Humanismus, der ein neues Menschenbild und geistige Freiheit ankündigt. Alte Glaubenssysteme geraten ins Wanken, neue  entstehen.
  • 1703 (in Widder): Zar Peter gründet St. Petersburg, eine neue Ära beginnt. Über GB tobt der bis dahin stärkste Orkan und fordert zahlreiche Menschenleben. Über 10000 Menschen sterben in Japan durch ein Erdbeben und dem nachfolgenden Tsunami.  
  •  1809 (in Schütze):  Großer Vulkanausbruch in den Tropen, der Jahre später zum Jahr ohne Sommer geführt hat. Ende des schwedisch-russischen Krieges.   
  • 1846 (in Wassermann): Neptun wird entdeckt. Ein Vulkanausbruch auf Tonga führt zu Klimaveränderungen in Mitteleuropa. Im Westerwald fällt im August Schnee. Die Industrialisierung verändert das soziale Gefüge.
  • 1882 (in Stier): Bereits ab 1881 wirksam. Innerhalb weniger Wochen werden der russische Zar Alexander II. und der US-Präsident James A. Garfield ermordet, beide Ereignisse führen zu tiefgreifenden politischen Umbrüchen. In Algerien bricht ein Staudamm; Hunderte Menschen sterben. Themen von Sicherheit, Besitz und Stabilität (Stier) stehen im Zentrum.
  • 1917 (in Löwe): Russische Revolution, kommunistische Partei kommt an die Macht. Zusammenbruch alter Monarchien (Österreich), Ende der Zarenherrschaft.  Die Welt zwischen Krieg & Frieden. Der französische Frachter Mont Blanc explodierte. Bei dem Unglück wurden fast 2000 Menschen getötet, es entstand eine riesengroße Flutwelle. Schwere Erdbeben in Bali und China forderten viele Menschenleben. 
  • 1952/53 (in Waage):Der Kalte Krieg erreicht eine neue Phase, die Welt teilt sich in zwei Lager. Der Tod Stalins markiert das Ende einer Ära, in der DDR erhebt sich das Volk am 17. Juni. Die große Smogkatastrophe in London (Neptun: Gase) fordert Tausende Tote. Überschwemmungen mit vielen Toten in den Niederlanden und Südengland spiegeln die unruhigen Naturkräfte dieser Zeit.
  • 1989 (in Steinbock): Politische Mauern fallen. Das Volk steht auf, wachsende Proteste führten in Polen, Ungarn, der Tschechoslowakei, Rumänien usw.  zu einem Systemwechsel. Honecker muss zurücktreten und schließlich fällt die Berliner Mauer. In Chile endet die Diktatur Pinochets. Eine der größten Umweltkatastrophen, der Öltanker Exxon Valdez verliert mehr als 40.000 Liter Öl vor der Küste Alaskas.
  • 2026 (in Widder): Nach über 300 Jahren kehren Saturn und Neptun mit ihrem Zyklusbeginn in den Widder zurück. Die Konjunktion auf 0° Widder markiert einen kosmischen Neubeginn, die Verschmelzung von Vision und Tatkraft, Traum und Realität. Ein Impuls, der Pioniergeist verlangt und die Geburt einer neuen Weltordnung andeuten kann.


Der zyklische Entwicklungsbogen – von 1882 bis 2026

Betrachtet man die Saturn–Neptun-Konjunktionen der letzten eineinhalb Jahrhunderte, lässt sich eine klare Linie erkennen: ein ständiges Ringen zwischen Ideal und Realität, zwischen Vision und Struktur, zwischen Auflösung und Neubeginn. 
 
1882 – Der Zerbruch alter Sicherheiten
Im Stier stand die Frage nach Besitz, Werten und Stabilität im Vordergrund. Wirtschaftliche und politische Strukturen wurden erschüttert, Monarchien und Institutionen verloren an Festigkeit. Es war die Zeit der industriellen Expansion – aber auch der sozialen Ungleichheit. 
 
1917 – Die Auflösung von Monarchien

In Löwe, dem Zeichen der Herrschenden, zerfielen Königreiche.  Der Traum von einer neuen, gerechteren Welt nahm Gestalt an,  aus Vision wurde Revolution. Das Volk erhob sich, doch der Preis war Chaos, Krieg und Instabilität. Der Idealismus (Neptun) suchte Form (Saturn) und fand sie in neuen, oft dogmatischen Systemen.
 
1953 – Die Verhärtung der Ideologien

In Waage ging es um Gleichgewicht, Gerechtigkeit und Beziehungen,  doch die Welt teilte sich in zwei Lager. Der Kalte Krieg, die Fronten wurden härter. Der Traum von globaler Harmonie ( Waage Neptun) stieß auf die Realität  (Saturn).
 
1989 – Der Fall der Mauern

Im Steinbock, dem Zeichen der Systeme und Strukturen, erreichte der Zyklus einen seiner gewaltigsten Wendepunkte. Die Realität (Saturn) konnte die Sehnsucht nach Freiheit (Neptun) nicht länger halten. Mauern fielen – buchstäblich wie symbolisch. Doch was danach kam, war oft nicht das ersehnte, sondern ein neues Ringen um Orientierung in einer sich auflösenden (Neptun) Weltordnung (Saturn).
 
2026 – Alles auf Anfang 

Nun beginnt der Zyklus erneut – diesmal in Widder, am ersten Grad des Tierkreises. Nach Jahrhunderten kollektiver Auflösung und Umbrüche ruft dieser Moment zu einem echten Neubeginn auf. Es geht nicht mehr nur um das Loslassen alter Systeme, sondern um den Mut, etwas wirklich Neues zu erschaffen. Hier verschmelzen Traum und Tatkraft: Neptun bringt die Vision, Saturn die Form, und der Widder entzündet das Feuer des Anfangs.
 


3. Besondere Bedeutung 2026

Kollektiv:  
  • Politische Neugründung / Neuordnung globaler Machtverhältnisse.
  • Krise und Transformation alter Systeme (Finanzen, Institutionen, Religion). 
  • Kollektive Ernüchterung nach Idealen/Illusionen
  • neue Formen des Zusammenlebens, Auflösung verkrusteter Machtstrukturen.
  • Klimakrise/Ökologie: Saturn (Materie) + Neptun (Ozeane) → Fokus auf Wasser, Ressourcen, Grenzen des Wachstums.

Individuell: 
  • Persönliche Ideale wollen in praktische Verantwortung gegossen werden.
  • Auflösung alter Sicherheiten, Notwendigkeit zur Neuorientierung.
  • Chance: Spiritualität in den Alltag holen, Träume real machen. 

Wenn Saturn und Neptun 2026 gemeinsam über die Schwelle zum Widder treten, dann spüren wir kollektiv: Es ist Zeit, aufzuwachen. Zeit, nicht nur zu träumen, sondern das Geträumte auch zu leben.

Diese Konjunktion ist wie ein kosmischer Weckruf: „Mach was draus!“ Sie will uns herausführen aus der Ohnmacht der letzten Jahrzehnte, aus Nebel, Täuschungen und Dauerkrisen. Hinein in eine Phase, in der Vision wieder Hand und Fuß bekommt. Doch Saturn schaut genau hin: Was trägt wirklich? Was war nur schöner Schein?

Gesellschaftlich kann das bedeuten:

– Der Kapitalismus, wie wir ihn kennen, erreicht einen Wendepunkt. Das alte Versprechen von „immer mehr“ stößt an seine Grenzen. Saturn fragt: Was ist wirklich tragfähig? Neptun löst alte Wertvorstellungen auf und ruft nach mehr Sinn. Ich habe dies bereits in mehreren Artikeln hier beschrieben, das Ende des kapitalistischen Zeitalters ist nah.
– Neue ökonomische Modelle entstehen: Gemeinwohl, Kooperation und Nachhaltigkeit treten an die Stelle reiner Profitlogik.
– Digitalisierung, künstliche Intelligenz und spirituelle Suche verbinden sich auf unerwartete Weise,  das Virtuelle (Neptun) bekommt Struktur (Saturn).
Der Übergang von materieller zu immaterieller Wertschöpfung beschleunigt sich: Daten, Ideen, werden zur neuen Währung.
 – Machtzentren verschieben sich. Alte Hierarchien bröckeln, während sich neue Netzwerke bilden, nicht nur technologisch, sondern auch gesellschaftlich.
– Eine politische oder wirtschaftliche Neuordnung. Systeme, die auf Sand gebaut waren, werden geprüft  und manche wohl auch weggespült.
– Ökologisch richtet sich der Fokus klar auf das Element Wasser. Saturn (Materie, Verantwortung) und Neptun (Ozeane, Kreisläufe, das Unbewusste) fordern, dass wir endlich lernen, mit unseren Ressourcen achtsam umzugehen. Was bisher „fließend“ war, braucht jetzt klare Strukturen,  bevor es uns überflutet. Das Wasser wird zur Metapher unserer Zeit: es trägt, reinigt und überflutet. Wo wir zu lange verdrängt haben, dringt nun das Verdrängte an die Oberfläche. Neptun bringt das Unsichtbare ans Licht, Saturn zwingt uns, Verantwortung zu übernehmen. Vielleicht wird gerade aus dieser Krise ein neues Bewusstsein des Lebens geboren.

Individuell wird es ebenso spannend:
– Alte Sicherheiten lösen sich auf, und das ist nicht bequem. Aber in dieser Auflösung liegt die Freiheit, neu zu gestalten.
– Träume, die lange geschlummert haben, wollen Form annehmen.
Hier kommt es ganz stark auch auf das persönliche Horoskop an, wie stark jeder einzelne in Resonanz geht. Wer Planetenstellungen in den kardinalen Zeichen (Widder, Krebs, Waage, Steinbock) hat, wird diese Welle besonders intensiv spüren.

2026 steht wie ein kosmischer Startschuss am Himmel: Alles auf Anfang. Doch diesmal nicht als Rückkehr zu alten Mustern, sondern als Einladung, wirklich neu zu denken, zu fühlen, zu handeln.
Saturn fragt: Was willst du aufbauen, das Bestand hat?
Neptun fragt: Wovon träumst du, wenn du ehrlich bist?
Und der Widder antwortet: Fang einfach an.

Vielleicht ist genau das die Botschaft dieser Konjunktion: dass Wirklichkeit und Vision kein Widerspruch sind, solange wir den Mut haben, beides miteinander zu verweben.
 



Fazit: Wenn Traum und Realität Händchen halten

Der Zyklus von Saturn und Neptun erinnert uns daran, dass nichts bleibt, wie es ist und dass darin die größte Gnade liegt. 2026 öffnet ein neues Kapitel der Menschheitsgeschichte. Zwischen Traum und Tat, zwischen Chaos und Klarheit, liegt die Schwelle, die wir nun gemeinsam überschreiten. Das Universum drückt auf Reset, den Rest schreiben wir. Ich gehe davon aus, dass es auch bei dieser Konjunktion zum Zusammenbruch nicht mehr lebensfähiger Systeme kommen wird. 
 
Saturn und Neptun – das ist wie ein altes Ehepaar, das sich nach Jahrzehnten wieder an die Hand nimmt. Der eine sagt: „Wir müssen das ernst nehmen.“ Der andere: „Aber vergiss nicht zu träumen.“ Und irgendwo dazwischen liegt der Weg.

2026 erinnert uns daran, dass keine Wirklichkeit ohne Vision entsteht  und keine Vision Bestand hat, wenn sie nicht geerdet ist.

Und wer weiß: Vielleicht finden wir inmitten all der globalen Wirren genau das, was Saturn und Neptun uns schon seit Ewigkeiten zuflüstern, dass das wahre Wunder immer dann geschieht, wenn Traum und Realität endlich anfangen, miteinander zu tanzen.

Die sichtbare (Saturn) und die unsichtbare (Neptun) Welt gehören zusammen. Wir müssen wieder lernen, mit beiden Welten (Saturn und Neptun) zu leben. Dann wird auch unser Handeln weitsichtig genug sein, um wirklich zu leben. 
 
Noch scheint alles im neptunischen Nebel. Doch auch das ist Teil des Prozesses: Wenn wir im Nebel stehen, sehen wir alles grau. Nichts lenkt uns noch ab. Nichts ist eindeutig und gerade darin liegt die Chance. Alles was wir meinen zu sehen, ist vielleicht gar nicht so wie es scheint..dabei ist alles da, wo es immer war. Bleibt im Vertrauen! 
 
  
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Samstag, 14. Februar 2026

Das Jahr des Feuerpferdes 火 馬


Wie jedes Jahr  wird das Chinesische Neue Jahr am zweiten Neumond  nach der Wintersonnenwende gefeiert. In diesem Jahr ist dies am 17.02.2026. Die Feierlichkeiten dauern 14 Tage an!

火馬

In der Chinesischen Astrologie steht das Jahr 2026 im Zeichen des Feuer-Pferdes. Es endet am 05.02.2027, dann beginnt das Jahr des Feuer-Ziegenbocks/Schafs. Das letzte Mal hatten wir ein Feuer-Pferd-Jahr im Jahr 1966, das nächste wird erst 2086 stattfinden. Pferde-Jahre sind auch 1918/1930/1942/1954/1966/1978/1990/2002/2014/2026/2038.

 

 
Traditionell gilt das Pferd als ungestüm, freiheitsliebend, leidenschaftlich und selbstbewusst. Es liebt die Bewegung und das Abenteuer und strahlt eine natürliche Energie aus, die andere mitreißt. Pferde sind unglaublich charmant, dabei oft auch ein wenig ungeduldig und impulsiv. Heißblütig können sie schon auch für Unruhe sorgen. Sie handeln gerne aus dem Bauch heraus und hassen es, eingeengt oder kontrolliert zu werden. Ihre Lebensfreude und Dynamik wirken ansteckend, sie können aber auch stur und eigensinnig sein, wenn man ihnen Grenzen setzen will.
 
Das Element Feuer verstärkt diese Eigenschaften noch: Das Feuer-Pferd brennt förmlich vor Leidenschaft und Tatendrang. Es steht für Enthusiasmus, Kreativität und den Mut, neue Wege zu gehen. Feuer-Pferde sind Visionäre, die große Träume verfolgen und ihre Ziele mit unermüdlicher Energie anpacken. Doch diese Energie kann auch in Ungeduld und Hitzkopfigkeit umschlagen. Nicht das noch die Pferde mit uns durchgehen!  Die Herausforderung liegt darin, die Balance zwischen impulsivem Handeln und strategischem Denken zu finden.
 
All die Eigenschaften des Pferdes und des Elements Feuer werden uns im Jahr 2026 vermehrt begleiten. Es könnte ein Jahr voller Dynamik, Fortschritt und Veränderung werden. Die Energie des Feuer-Pferdes fordert uns auf, mutig zu sein und mit Begeisterung neue Projekte anzugehen. Doch es gilt, auf die Balance zu achten: Zu viel Feuer kann zu Konflikten oder Überforderung führen. Vor Frauen die im Jahr des Pferdes geboren wurden, hat man in China übrigens großen Respekt. Sie strahlen sehr viel Selbstbewusstsein aus, womit so mancher Mann dann weniger gut umgehen kann. Frauen, die in einem Feuerpferd-Jahr geboren sind, galten  als "schwer vermittelbar". In diesen Jahren gab es leider oft viele Schwangerschaftsabbrüche.

 

 
In der Chinesischen Astrologie gibt es fünf Elemente. Gold (Metall) Feuer, Wasser, Erde und Holz. Das Element Feuer bringt eine starke Aufbruchsstimmung mit sich. Es ist eine Zeit, in der Kreativität und Innovationsgeist gefragt sind. Alte Strukturen könnten aufgebrochen werden,  es besteht die Chance, große Fortschritte zu machen – sei es im persönlichen Leben, in der Gesellschaft oder in der Wirtschaft. Die Energie des Feuer-Pferdes eignet sich besonders gut für Unternehmungen, die Leidenschaft und Kreativität erfordern. Menschen könnten vermehrt den Mut finden, ihre Komfortzone zu verlassen und ihre Träume zu verwirklichen. Allerdings sollten wir darauf achten, nicht zu übermütig oder ungeduldig zu werden – das Feuer-Pferd hat die Tendenz, sich zu übernehmen und Risiken einzugehen, ohne vorher nachzudenken.
 
Alle 60 Jahre gibt es ein Feuer-Pferd-Jahr. Beim letzten Mal, im Jahr 1966, ereigneten sich zahlreiche historische und kulturelle Veränderungen. In China begann die Kulturrevolution, die die Gesellschaft stark prägte. Gleichzeitig brach eine Zeit des Aufbruchs und der Rebellion an, die weltweit spürbar war. Die Hippie-Bewegung gewann an Fahrt. In der Musikszene entstanden ikonische Werke wie  Aftermath von den Rollings Stones oder Revolver von den Beatles. Es war eine Zeit großer Umbrüche, die von Leidenschaft und kreativer Energie geprägt war.
 
 
 
 
Berühmte Vertreter des Feuer-Pferdes sind zum Beispiel  Cindy Crawford, Halle Berry, Salma Hayek, Stefan Raab und Mike Tyson. Hannah Arendt (1906), Josephine Baker (1906) Weitere Pferde: Angela Merkel (Holzpferd), Helmut Schmid, Nelson Mandela (Erdepferd) Menschen, die in einem Pferde-Jahr geboren sind, zeichnen sich oft durch Charme, Kreativität und einem starken Freiheitsdrang aus.
 
Es soll Glück bringen, zum Neujahrsfest rote Umschläge mit Geld zu verschenken, um Wohlstand und Glück zu wünschen. Feuerwerke und rote Dekorationen vertreiben die schlechten Geister und bringen positive Energie für das kommende Jahr. Es soll Glück bringen, zum Neujahrsfest Fenster und Türen zu öffnen. So lässt man das Glück fürs nächste Jahr herein.
 
Das Pferd hat vier Beine, aber es kann trotzdem stolpern. So erinnert uns das Jahr des Feuer-Pferdes daran, dass auch der größte Enthusiasmus durch Besonnenheit ergänzt werden sollte, um die besten Ergebnisse zu erzielen.
火 馬
 



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Erde mein Körper ☽✩☾ Wasser mein Blut ☽✩☾ Luft mein Atem ☽✩☾ Feuer mein Geist ☽✩☾ Darf ich mich vorstellen? Ich bin keine echte Fee, obwohl ich mir manchmal wünsche einen Zauberstab zu haben, um den Menschen ein wenig zu helfen. Im Feenstadl finden die Leser viel über das Leben im Rhythmus und Einklang mit der Natur. Von der Feenküche bis zur Astrofee ist für Leib und Seele was dabei. Nicht abgehoben, lieber erfrischend, manchmal mit einem Augenzwinkern! Ich hoffe, dass ich den Lesern ein wenig von der Freude die ich beim bloggen habe, weiter geben kann. Wenn Ihr jetzt neugierig geworden seid und noch mehr erfahren wollt, dann lesen wir uns vielleicht bald.
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