Dienstag, 17. November 2015

Der Hintersee im Zauberwald




 


Es ist fast so, als ob man ein  Portal durchschreitet. Wir folgen   dem Wurzelpfad durch den  Zauberwald da öffnet sich dieser und vor uns liegt  wie im Auenland zwischen Berg und Wald; 
der Hintersee






Einst durch einen Bergsturz aufgestaut entstand der auch im Hochsommer stets ziemlich kühle See. Was wohl daran liegt, dass wir hier sehr viele unterirdische Quellen haben und es so im zwar nur 18 Meter tiefen Hintersse meist nicht wärmer,  wie 14 Grad hat. Eine Erfrischung für Körper, Geist & Seele.

"Wir haben verlernt, die Augen auf etwas ruhen zu lassen, 
deshalb erkennen wir so wenig."
Jean Giono





 Ob  mit dem Fährschiff "Annerl"  oder einem Ruderboot,   eine kleine Rundfahrt auf dem malerischen See lässt uns noch tiefer eintauchen in diese Traumwelt.  Erwachsene zahlen 2,50 €,   Kinder 1,50 € dafür. Dort hören wird dann auch von dem Schatz, der nahe der  Antonius Kapelle vergraben sein soll. Ab und zu würde  ein helles Licht dort leuchten... 

Königskerzen
Anemonen











In der Nähe vom See liegt der Guglberg, dort soll ein kleiner Kobold sein Zuhause haben. Das Guglbergmandl spielt den Menschen gerne mal einen Streich. Gesehen hats noch keiner, aber hören kann man es oft. Man braucht nur runter rufen: "Guglbergmandl, wo bist du?"  so bekommt man prompt die Antwort: " do bin i, do bin i "



Rund um den See finden wir immer mal wieder eine Staffelei, dort wo sich einst große Maler des 19. Jahrhundert niederließen um den Zauber festzuhalten.  Die Standorte der Bilder zeigen uns, wo der Künstler damals saß und so können wir vergleichen, zwischen Romantik und heutiger Zeit.  Traumhaft schöne Bilder, doch der wahre Künstler ist die Natur selbst, sie taucht die Gegend hier in Farben, wie sie nur von Göttern erdacht sein kann.


Seit September darf sich Ramsau mit dem Titel "Erstes Bergsteigerdorf Deutschlands" rühmen. Naturnah und Nachhaltig sind hier die wichtigsten Faktoren für diese Auszeichnung. Verträumt, ja fast verschlafen liegt es eingerahmt von hohen Bergen und Wäldern. 


Schon Könige und Prinzregenten verbrachten hier ihre Sommerfrische oder zur  Jagd. Ramsau ist der Ausgangspunkt für unsere Wanderungen zu Zauberwald und Hintersee. Bald sehen wir uns wieder!



Alle Texte (co) Karin Mayer 
Wenn die Quellenangabe  dabei steht, dürfen auch Auszüge aus dem Text geteilt und weiterempfohlen werden.
Doch bitte immer mit Quelle; Herzlichen Dank!
Bildquelle:Privat (co) Karin Mayer 

Samstag, 14. November 2015

Innehalten Mitfühlen und Gedenken. In aller Stille!


 


Die aktuellen Ereignisse machen mich fassungslos und ich finde kaum Worte und eigentlich wollte ich auch nichts dazu schreiben. 
Manchmal ist es einfach Zeit zum Innehalten, Mitfühlen und Gedenken. 

  In aller Stille!

So viel Leid, so viel Schmerz. 
Mancher wird vom Hass mitgerissen, ..von Ängsten regiert. Ich, für mich, lass dies in meinem Leben nicht zu. Es verlangt für mich auch der Anstand, dass ich mich nicht an Astrologischen Spekulationen, welcher Planet nun dafür verantwortlich ist, beteilige. Ihr braucht dazu auch nicht mehr nachfragen. 

In der blutigen Terrornacht von Paris haben Menschen ihre Türen geöffnet. Unter dem Hashtag #porteouverte boten sie Notunterkünfte und Schutz in ihren Wohnungen an.  Taxifahrer stellten ihre Taxameter ab, Menschen helfen Menschen. Weltweit Trauer und  Mitgefühl.  In finsteren Momenten öffnen sie ihre Herzen.   Das gibt Hoffnung,  in großer Trauer!

Freitag, 13. November 2015

"Freitag der Dreizehnte"

(K)ein Tag wie jeder andere?

 
Für die einen ein Unglückstag, für andere ein Glückstag – laut Unfallstatistik: ein Tag wie jeder andere. Und doch liegt etwas in der Luft. Schwer zu greifen, ein Flirren zwischen Aberglaube und Ahnung.
 
Angeblich sollen sowohl die Zahl 13 als auch der Freitag, Symbole für Unglück sein.  In Hotels fehlt das Zimmer mit dieser Nummer, bei Tisch sollen es keine 13 Gäste sein. Und wenn doch, so soll das Unglück groß sein. Wer zählt eigentlich mit? Was wir erwarten oder befürchten, neigt dazu, wahr zu werden. Selbsterfüllende Prophezeiung, nennen es die Fachleute. Magie, nennen es die anderen. 


 

Jetzt schlägt’s aber 13!

Die 12 – ein Sinnbild der Ordnung: 12 Monate, 12 Tierkreiszeichen, 12 Apostel.

Die 13? Geht darüber hinaus. Eine Schwelle wird überschritten. Ein Schritt ins Unbekannte. Ein Sprung aus dem Kreis. Dreizehn Mondumläufe zählt das Jahr. In matriarchalen Kulturen war das Jahr nach dem Mond gerichtet: 13 Zyklen, im Einklang mit den Frauen, den Wassern, den Gezeiten. Dann kam das Patriarchat, mit  seinen neuen Regeln, seinem Sonnenkalender, eine neue Ordnung enstand. Die 13 wurde zur Rebellin. Eine Zahl, oder waren es die Frauen, die nicht mehr ins System passten  und deshalb verteufelt wurden? 


 

Und was ist eigentlich mit dem Freitag?

Wer hat bloß entschieden, dass der Freitag Unglück bringen soll?
Trägt er doch Freya in sich – die Liebende, die Freie, die Fruchtbare. Der Venus geweiht, wie der französische Vendredi. Ein Tag für Liebe, Schönheit, Sinnlichkeit.
 

Und trotzdemm, da ist sie wieder, die alte Erzählung: 

Freitag, der 13. – Unglückstag.
Aber warum eigentlich?
 
Vielleicht, weil genau das so gefährlich wirkt für eine Welt, die das Weibliche zu lange unterdrückt hat. Die Verbindung von Mond und Venus. Von Zyklus und Liebe. Von Magie und Körper.
 
Freitag, der Dreizehnte, ein himmlisches Geschenk weiblicher Energie. Und das soll Unglück bringen?
Wer hat sich das nur ausgedacht...
 

Es ist die dreizehnte Fee,
die nicht eingeladen war –
diejenige, die Zugang zum Schattenreich hat.
Die, die sagt, was keiner hören will.
Die, die die Wahrheit bringt – unbequem und kraftvoll.
Nicht gut, nicht böse – sondern wahrhaftig.
 
 

....es ist die 13. Fee, die Zugang zum Schattenreich hat.... 

 
  
Was, wenn das, was wir fürchten, genau das ist, was uns befreien will?
 
 
 
 
Freitag der Dreizehnte


Alle Texte (co) Karin Mayer 
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Doch bitte immer mit Quelle und Link; Herzlichen Dank!
Bildquelle:Privat (co) Karin Mayer

Montag, 2. November 2015

Der Friedhof in Bogenhausen




"So is des im Leben, zerst is schee und dann  is auf amoi oiss vorbei"    sagt der Gustl zum Tscharlie. Auf ihrem langen Weg nach Sacremento machen sie an der Isar Rast. Hier, am Bogenhauser Friedhof macht auch er Rast, Helmut Dietl, der "Erfinder" der Münchner G`schichten.  So viel Freud, so viel Lachen hat er uns geschenkt, eine Seele von Mensch, mit Sonne und Mond im Zeichen Krebs. Mars und Jupiter im Löwen wussten zu glänzen.  Ich weiß noch, wie ich ihn hier in Schwabing das erste Mal sah. Im strahlend weißen Anzug leuchtete er heraus. Wir sind uns im Laufe der Jahre öfter begegnet, wohnten nur 2 Straßen auseinander. Mit der Zeit grüßte man sich. Immer ein  Funkeln in den Augen, Uranus und Merkur in den Zwillingen, immer neugierig auf die Menschen, der schnelle Denker, Geschichtenerzähler und Regisseur. Ois Chicago!



Ihm war nichts Menschliches fremd, er kannte auch die Schatten. Mit Sonne, Venus und Saturn in enger Verbindung, bittersüß diese Verbindung zeigt sich  nicht nur in seinen Filmen.  Licht und Schatten auch auf seinem Grab, leicht war es nicht zu finden. Das wollte er wohl auch so, sonst hat man da unten ja keine Ruh, wie er in einem Interview erwähnte. Viel lieber hätte er seine Asche am Kleinhesseloher See im Englischen Garten verteilen lassen, doch das wurde ihm leider verwehrt. 

Helmut Fischer mit seinem Spatzl



Helmut Fischer, der   Monaco Franze,  Hauptdarsteller in Dietls gleichnamiger Serie und Freund  vom Dietl hat auch hier sein Platzerl gefunden.










Der Friedhof im Münchner Stadtteil Bogenhausen ist die Ruhestätte vieler berühmter Persönlichkeiten. Auf den Grabsteinen finden wir ihre Namen, Erich Kästner und Annette Kolb,  Rainer Werner Fassbinder und  Walter Sedlmayer sind nur einige.  Vermutlich schon seit dem 9. Jahrhundert wird das Gelände als Friedhof genutzt. 




Liesl Karlstadt


Rainer Werner Fassbinder
Monti Lüftner






 


 



225 Gräber im Schatten des Barockkircherl, kunstvoll geschmiedete Grabkreuze und doch wirkt der Friedhof fast schlicht. Wie auf dem Land und nicht mitten in der Stadt fühlt es sich hier an.

Am Isarhochufer im Schatten von St.Georg finden aber nicht nur Prominente ihre letzte Ruhestätte, auch ein paar ganz normal sterbliche Bogenhausener Familiengräber gibt es. Man muss aber mindestens 30 Jahre im Bestattungsbezirk gelebt haben.  Bei den Prominenten entscheidet die Stadt, nur besonders bekannte Persönlichkeiten, die sich um die Landeshauptstadt München verdient gemacht haben, können mit einem Platzerl hier rechnen. Ich frage mich, wie lange diese Berühmtheit dann anhält. Wird man den Sedlmayr oder Eichinger in 100 Jahren noch hier lesen?  Schnell bist vergessen in der heutigen Zeit.






 
 
Annette Kolb


Walter Sedlmayr 

"Der Alte" Siegfried Lowitz

Bernd Eichinger


"An allem Unfug, der passiert, sind nicht etwa nur die schuld, 
die ihn tun, sondern auch die, die ihn nicht verhindern."  
Erich Kästner 

 

Alle Texte (co) Karin Mayer 
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Bildquelle:Privat (co) Karin Mayer

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Erde mein Körper ☽✩☾ Wasser mein Blut ☽✩☾ Luft mein Atem ☽✩☾ Feuer mein Geist ☽✩☾ Darf ich mich vorstellen? Ich bin keine echte Fee, obwohl ich mir manchmal wünsche einen Zauberstab zu haben, um den Menschen ein wenig zu helfen. Im Feenstadl finden die Leser viel über das Leben im Rhythmus und Einklang mit der Natur. Von der Feenküche bis zur Astrofee ist für Leib und Seele was dabei. Nicht abgehoben, lieber erfrischend, manchmal mit einem Augenzwinkern! Ich hoffe, dass ich den Lesern ein wenig von der Freude die ich beim bloggen habe, weiter geben kann. Wenn Ihr jetzt neugierig geworden seid und noch mehr erfahren wollt, dann lesen wir uns vielleicht bald.
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