Samstag, 1. November 2014

☽☉☾ Grab der Seherin ☽☉☾


Das Grab der Seherin
Nachdem wir die 3-Bethen-Quelle besucht hatten, führte unser Weg weiter zum Grab der Seherin. Ein kurzes Stück an der Straße entlang, vorbei an der alten S-Bahn Haltestelle Mühltal. Wir biegen rechts in den Waldweg rein, ganz sicher wissen wir nicht, ob die Richtung stimmt. Da trifft es sich gut, dass eine ältere Frau, die augenscheinlich beim Schwammerl suchen war,  uns entgegen kommt.  "Ja, freilich, da gehts lang, es ist das nördlichste von den ganzen Hügelgräbern". Wir kommen ins Gespräch, ich wusste gar nicht, dass es über 20 dieser Totenstätten aus der Keltenzeit hier gibt. Eines davon ist ein ganz besonderes, das Grab der Seherin. Bei ihr wurden zahlreiche Grabbeigaben gefunden, erklärt sie uns. Ob wir die Gschicht ned kennen, und ohne eine Antwort abzuwarten erzählt sie:

Vor langer Zeit  soll hier ein Müllersgeselle auf seiner Wanderung vorbei gekommen sein. Die drei Bethen erschienen ihm, eine im weißen, die andere im roten und die dritte im schwarzen Gewand. (Die dreifache Göttin ?!!)  Eine von den Dreien sprach ihn an und bat um Erlösung. Dafür würde er reich belohnt werden. Alles was er tun müsse, sei den Schatz finden und die drei Truhen öffnen, die auf dem Karlsberg versteckt seien. Neun Pforten müsse er durchschreiten und hinter jeder hätte er eine Prüfung, eine schlimmer wie die andere. Er müsse sich aber nicht fürchten, denn das wäre alles nur Blendwerk. Ein wenig Angst hatte er schon, aber er wollte den Dreien helfen und den Schatz freilich auch. So wurde er von den drei Frauen zur ersten Pforte geführt. Er trat ein und da stand ihm ein riesiger Hund mit feuerroten Augen gegenüber. Als dieser sein Maul öffnete, kamen dem Müllersgesellen Feuerfunken entgegen und er lief so schnell er konnte davon.

Bis heute hat niemand den Schatz gefunden... und die drei Bethen hoffen weiter auf Erlösung....

Dem alten Weg folgend, gehts hinein in den Wald. Auf beiden Seiten entdecken wir keltische Hügelgräber, stumme Zeugen der Zeit.




"Herrgottsruh" heißt diese Gegend, so stehts in unserem Wanderführer 
und so heißt es wohl schon lange..




 bunte Bänder und ein Schaukelpferd
Schon von weitem sehen wir die bunten Bänder, dann sind wir am  Grab der Seherin. Fast ehrfürchtig nähern wir uns, auch wenn man weiß, die Gräber sind  "leer"  so ist doch grad an diesem Grab eine Energie zu spüren; sehr mächtig, für manchen fast  unheimlich.  Oder wie ich es ausdrückte: "sie können die Gräber plündern, die Energie bleibt" 
allerlei wundersame Gebilde

Altar und Ritualplatz

Votivtaferln 







...auch wir legen zum Dank einige Gaben nieder, eine kleine Zeremonie, ein kleines Ritual ... jeder wie er mag, jeder für sich oder gemeinsam ..


Glöckchen, Federn & Muscheln zieren die Zweige 


Das Verknoten von Bändern soll mit
diesem Ort verbinden und seine Kraft,
Wünsche erfüllen.




Symbole und Zeichen zeugen von Ritualen, die hier stattfinden. 
Wer weiß was sie bedeuten?





Noch ein letzter Blick
Stimmen im Wind
nur das Rauschen des Waldes? 


Dieses Grab wurde durch die archäologischen Funde von Julius Naue (1832-1907) bekannt. Über zwanzig Hügelgräber sind hier zu finden, die Forscher gehen davon aus, dass es sich hierbei um Gräber von "Höhergestellten" handelt, man erkenne dies an den Grabbeigaben. Es ist mehr als traurig, dass allesamt mittlerweile leer sind, teilweise wurden sie sogar geplündert. In diesem Grab hier fand man die Knochen einer Frau, in ihrer rechten Hand hatte sie ein Sonnenrad. Es gibt Vermutungen das es sich dabei um die Bethe Wilpet handeln soll. Wilpet - Wheel - Rad.  In Deutschlands finsterster Zeit hat man das Knochenskelett sowie die Grabbeigaben nach Berlin gebracht. Dort ist es, in    den Irrungen und Wirrungen des Krieges, verschollen gegangen. 

Erfüllt von neuen mystischen Wissen auf alten kraftvollen Spuren, mit dem großen Wunsch noch mehr erfahren zu wollen machen wir uns auf dem Heimweg. Das  nächste Mal  führt unser Weg auf dem Drachenpfad oder auch Leylinie genannt, zur Ruine Karlsberg, die gemeinsam mit der Quelle und dem Grab ein magisches Dreieck bildet...


 






Alle Texte (co) Karin Mayer  - sofern es nicht anders gekennzeichnet ist.
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Doch bitte immer mit Quelle und Link; Herzlichen Dank!
Bildquelle:Privat (co) Karin Mayer

Kommentare:

  1. Danke, Du liebe Fee!
    Dieser Beitrag hat mich zutiefst berührt!
    Sabine

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  2. mich ebenfalls.lieben Dank :) Simone

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  3. Eine fast Märchenhafte Beschreibung die anlass gibt diese vernachlässigte aber ehrwürdige Stätte aufzusuchen

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  4. auch ich hab diese Energien gespürt......

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Erde mein Körper ☽✩☾ Wasser mein Blut ☽✩☾ Luft mein Atem ☽✩☾ Feuer mein Geist ☽✩☾ Darf ich mich vorstellen? Ich bin keine echte Fee, obwohl ich mir manchmal wünsche einen Zauberstab zu haben, um den Menschen ein wenig zu helfen. Im Feenstadl finden die Leser viel über das Leben im Rhythmus und Einklang mit der Natur. Von der Feenküche bis zur Astrofee ist für Leib und Seele was dabei. Nicht abgehoben, lieber erfrischend, manchmal mit einem Augenzwinkern! Ich hoffe, dass ich den Lesern ein wenig von der Freude die ich beim bloggen habe, weiter geben kann. Wenn Ihr jetzt neugierig geworden seid und noch mehr erfahren wollt, dann lesen wir uns vielleicht bald.

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