Donnerstag, 3. September 2015

Tassilolinde in Wessobrunn

Tassilolinde





Inspiriert von Fritz Fenzl und seinem Buch "Magische Orte in Bayern" zog es uns in eine der schönsten Gegenden Bayerns, in den Pfaffenwinkel.  Eine Landschaftsidylle  wie aus dem Bilderbuch, zwischen Lech und Loisach erstreckt sich ihr Charme. Die alten Klosteranlagen von Wessobrunn mit seinen drei Quellen, die Tassilolinde und der Gebetsstein waren unser Ziel.
Die Legende besagt, dass einst im Jahre 753 der bayerisches Herzog Tassilo hier Rast machte. Im Schatten einer mächtigen Linde träumte er von einer Quelle, deren Wasser in alle Himmelsrichtungen floss. Eine Leiter sei dort und die  führt direkt in den Himmel. Die Engel steigen auf ihr auf und ab. Die Himmelsleiter, der Weltenbaum, wir finden es in vielen Kulturen und Religionen. Tassilo ließ gleich am nächsten Tag nach den Quellen suchen, sein Jagdgefährte Wezzo fand diese dann auch. So hat er dem Fleckchen Erde hier seinen Namen gegeben: Wessobrunn
Bald darauf ließ man dort ein Kloster errichten. 




Historisches Brunnenhaus
mit den drei Quellen
Aus Tuffstein aus dem Eibenwald gebaut
der Wesseobrunner Glockentrum "Grauer Herzog"

Wir gehen weiter durch den alten Klostergarten und kommen zur alten  Stele wo sich früher der Hochaltar befunden haben soll. Dem Feinfühligen wird sofort bewusst was für ein magischer Ort hier ist. Mich durchflutet es förmlich und im gleichen Moment tut sich die Wolkendecke über uns auf. War zuvor noch der Regen unser Begleiter, so blinzelte nun die Sonne zu uns durch. Berührt, zutiefst berührt führt uns der Weg weiter durch ein von Rosen umranktes altes Tor.  

Der Himmel geht auf
Bei der alten Stele




Das ist nicht Hobbingen, sondern der idyllische Klostergarten.Ein Ort der zum Verweilen einlädt. 
An der Mariengrotte zünden auch wir Kerzen an, sie sollen uns mit dem Ort verbinden und Dank und Kraft all jenen senden, derer wir liebevoll Gedenken.



Vorbei gehts an alten Bäumen und Geschichten, gleich hinter der Klostermauer steht sie da, die berühmte Tassilolinde. Eine Winterlinde, 25 Meter hoch, der  Umfang  um die   14 Meter, wirkt sie auf mich nicht wie ein einzelner Baum, so kraftvoll und mächtig. In vielen alten Geschichten, Sagen und Liedern wird sie beschrieben und besungen. "Wo wir uns finden wohl unter Linden"  summ ich leis vor mich hin.  
Tassilolinde


Die Dorflinde, in früheren Zeiten traf man sich unter ihrem Schatten, da lässt es sich gut spielen, tanzen und singen und manchmal wurde auch Gericht unter ihr  gehalten. Die Linde, ein Baum der Zusammenkunft und Wahrheit, die Menschen suchen ihre Nähe und die Linde dankt es uns. Unter ihren wohlwollenden Ästen finden wir Schutz, Ruhe und Gelassenheit, sie symbolisiert Frieden. Seit jeher wurde sie mit der weiblichen Kraft in Verbindungen gebracht und galt schon bei Kelten und Germanen als heiliger Baum.



Die Heilkraft der Linde ist bekannt, vor allem die Lindenblüten werden als Tee gern bei Erkältungen verwendet. Mich "schwindelt" es, so viele Gedanken wandern gleichzeitig durch meinen Kopf.  "Der alten Linde sang, von der kommenden Zeit"
wer kennt es nicht? Mir treibt es die Tränen ins Gesicht. Die Linde lädt mich in ihr innerstes, doch ich kann nicht mehr lange dort bleiben.  Es wühlt mich auf, hab Sorge gleich zu fallen. Langsam verlassen wir diesen magischen Ort.




Noch einmal durch den Klostergarten gehts mir gleich wieder besser. Draußen auf der anderen Seite finden wir eines der ältesten deutschen Schriftstücke, eingemeißelt in den  Wessobrunner Gebetsstein aus dem Jahre 814. Der Stein befindet sich außerhalb der Klostermauern auf einer kleine Verkehrsinsel. Das Original befindet sich in der Bayerischen Staatsbibliothek. Und was schrieben die Menschen vor 1200 Jahren? Ein christliches Gebet das vermutlich Heiden auf die Taufe vorbereiten sollte. Beeindruckend wirkt es auf mich. 

 Unter einer Sommerlinde
der Wessobrunner Gebetsstein

Wir treffen nur ganz wenig Menschen, sie sind wie wir, auf der Suche nach spirituellen Orten und Quellen.  Man tauscht sich  kurz aus, viel lieber lauscht man jedoch der Stille dort um die Energie des mystischen Ortes zu spüren. Es gibt Orte von denen eine unerklärliche Magie ausgeht, hier haben wir so einen gefunden.


Erdfunkstation Raisting


Unterhalb von Wessobrunn  befindet sich  die Erdfunkstation Raisting, das  German Space Operation Center. Da wissen wohl auch andere  um diesen kraftvollen Flecken Erde...die Himmelsleiter...

Übrigens, ebenfalls ganz in der Nähe  gab es schon zweimal Kornkreise....





Alle Texte und Bilder (co) Karin Mayer 
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Doch bitte immer mit Quelle; Herzlichen Dank!
Bildquelle:Privat (co) Karin Mayer 

Kommentare:

  1. Ein wunder-voller Ort (Platz voller Wunder) für mich! Für mich immer auch verbunden mit der Harfe - dort habe ich meine Liebe zum Instrument entdeckt.

    Hier spielt mein geliebes "Schwesterchen" Elfenclaudia mit ihrer Freundin Agnes: https://www.youtube.com/watch?v=Kf__fNElCSw ...

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  2. Schööööön :-)
    Herzlich
    Sabine

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Erde mein Körper ☽✩☾ Wasser mein Blut ☽✩☾ Luft mein Atem ☽✩☾ Feuer mein Geist ☽✩☾ Darf ich mich vorstellen? Ich bin keine echte Fee, obwohl ich mir manchmal wünsche einen Zauberstab zu haben, um den Menschen ein wenig zu helfen. Im Feenstadl finden die Leser viel über das Leben im Rhythmus und Einklang mit der Natur. Von der Feenküche bis zur Astrofee ist für Leib und Seele was dabei. Nicht abgehoben, lieber erfrischend, manchmal mit einem Augenzwinkern! Ich hoffe, dass ich den Lesern ein wenig von der Freude die ich beim bloggen habe, weiter geben kann. Wenn Ihr jetzt neugierig geworden seid und noch mehr erfahren wollt, dann lesen wir uns vielleicht bald.

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