Montag, 28. Oktober 2013

Samhain

Vor ein paar Tagen machten wir einen ausgiebigen Spaziergang, wir haben ganz die Zeit vergessen und so fing es auch schon an zu dämmern. Die Nebelfrau zog ihre Tücher über die Seen und Täler, dick und breit und schwer legten sie sich nieder. Matt und müde versuchte die Sonne durch den Schleier zu kommen. Alles um uns herum wurde in ein magisches, mystisches Licht getaucht. Fast unwirklich, wie aus einer anderen Welt
Ja, die Tore öffnen sich wieder, es ist...

Samhain
 


Bei mir ist Samhain nicht nur in dieser einen Nacht, der Nacht zum 1. November. Es fängt eigentlich schon Tage, manchmal auch Wochen vorher  an. Auch die alten Kelten haben das übrigens so gehandhabt.  Eigentlich kann es mir gar nicht früh genug anfangen. Da wird dann bei jedem Besuch in der Natur etwas mit nach Hause gebracht  und die Wohnung damit dekoriert. Kürbisse, Eicheln, Nüsse, Blätter, Zapfen, zwischen Kerzen bringen sie schon mal eine schöne  Atmosphäre. Während Christen an Allerheiligen trauern, ist es für mich ein mystisches, besonders stimmungsvolles Fest. Schon beim schreiben dieser Zeilen verspür ich diese für mich ganz magischen Energien..

Manche verbringen Samhain gern in einer großen Runde, ich bin in dieser Zeit lieber alleine. Vielleicht hört und fühlt man so besser. Die Schleier zwischen den Welten sind sehr dünn in diesen Nächten, der Vorhang hebt sich und die Welten verschmelzen für einen kurzen Augenblick.  Ich baue mir gern eine Art "Altar" auf, das ist, wenn man es bewusst macht, schon ein Ritual für sich. Tücher, Kerzen, Räuchermischung, Steine, eine Schale mit Wasser, da hat jeder so seins für sich. Bei mir wird alles auf dem Boden aufgebaut, so erdnah wie möglich. Fast meditativ, den Blick nach innen gerichtet, im Steinkreis sitzend, lässt man seine Gedanken fließen. Hin zu denen, denen man gedenkt. Dankbar für alles, was man von ihnen geschenkt und mitbekommen hat. So viel Wissen ist in uns, gesammelt in Jahrhunderten.


Freilich gibt es auch zu diesem Jahreskreisfest das passende Essen. Da gehört an Samhain eine Kürbissuppe auf den Tisch. Jedenfalls sollte es ein Mahl aus Gemüse sein, das sehr erdnah wächst. Wir gedenken derer, deren Körper wieder in die Erde gegangen sind. An Samhain geht alles fließend ineinander über, schönes Essen, Trommeln, im Steinkreis sitzen und einfach nur den Moment auf sich wirken lassen und sich der Stimmung öffnen. 

Alte Bräuche ranken sich um Samhain:

Die Gräber werden besonders schön geschmückt. In manchen Gebieten ist es üblich, dass in diesen Nächten die Türen nicht verschlossen werden um den vorangegangenen Verstorbenen Gastfreundschaft zu erweisen. Am Tisch werden zusätzliche Gedecke aufgelegt und Stühle hinzu gestellt. Mit dem  ersten Hahnenschrei am Morgen des 1. November werden die Geister wieder in ihr Reich zurück gerufen. Hört man in der Nacht zuvor Schritte hinter sich, ist es ratsam sich nicht umzudrehen, die Toten nehmen einen sonst mit. Man stellt eine Kerze ins Fenster, damit die Geister der Toten sich nicht verirren und den rechten Weg finden. Der Brauch, Kürbislaternen vor die Haustür zu stellen, verbreitet sich auch immer mehr. Damit sollen gute Energien und Kräfte den Weg hinein finden. In anderen Gegenden werden Essen und Trinken vor die Tür gestellt, um die Toten zu ehren und ihnen eine kleine Stärkung zu geben. 



Immer mehr sieht man auch bei uns Kinder, die sich gruselig verkleiden und von Tür zu Tür ziehen um dort um Süßigkeiten zu bitten.  Ich denke mir dabei immer, weil der Brauch, den Geistern was zum Essen vor die Tür zu stellen, immer mehr in Vergessenheit geraten ist, übernehmen die Kinder nun den Part. Trick or Treat! Sollen sie ihren Spaß haben, mich freuts immer, wenn bei mir welche klingeln.

Samhain war das Silvester unserer Ahnen, der Kelten. Kalender war für sie die Natur, Samhain ein Mondfest.  Es ist die Zeit des Übergangs, in dem die Grenzen verwischen, diesseits und jenseits, sich auflösen. Ein Zwischenraum in dem alles möglich ist.  Wenn die Wände zur Anderswelt durchlässiger werden, dann ist die Zeit auch immer besonders günstig für Prophezeiungen und Orakel.  Die Gesetze von Raum und Zeit sind aufgehoben.

Früher  war es üblich, einen Hollerbaum neben dem Haus zu haben, der Holunderbaum ist ein Schwellenbaum, ein Zugang zu den Ahnen und auch ein Schutzbaum. Die alten Bauern haben dann an Samhain  Milch, Brot und Bier unter den Holler gestellt. Denk ich an Holler, denk ich an meine Oma. Sie hat daraus die beste Marmelade gemacht.  Ich gönn  mir   ein Glas Hollerwein heut, schau alte Fotoalben an  und erzähl die alten Geschichten. Ihre Geschichten, und somit auch meine Geschichte, denn wir sind für immer verbunden. Sie sind ein Teil von mir... meine Lieben.... 


Für die Bauern ist nun auch endgültig das Ende der Erntezeit, für die Kräuterfrauen das Ende der Sammelzeit. Alles was nach Sonnenuntergang noch auf Feldern, Wiesen und Wäldern ist, darf nicht mehr gepflückt werden. Alles Essbare geht in den Besitz der Naturgeister über. Die Wintersaat hat im Boden zu liegen, das Holz für den langen Winter muss sicher verstaut sein, das Vieh im Stall. Tiere die zu schwach für den nahenden Winter waren, wurden zu Samhain geschlachtet. 




Mit Samhain beginnt die stille Zeit in der man sich wieder mehr dem Innen zuwendet und die Seelenbilder betrachtet. Was will man mitnehmen in die Stille Zeit, um es neu entstehen und wachsen zu lassen im nächsten Jahreskreis?  Die trüben Novembertage laden dazu ein, sich seiner eigenen Vergänglichkeit wiedermal bewusst zu werden, sich mit den eigenen Schatten auseinanderzusetzen.   Wie Beltane so ist auch Samhain ein Mondfest, ich würds auch mehr dem Neumond im Skorpion, wie dem Vollmond,  zuordnen. Die Blätter an den Bäumen sind bunt gefärbt.  Der Wind, der jetzt oft so kräftig weht, erzählt ihnen vom "wieder geboren werden" und nimmt sie mit fort. "Tanz mit uns, flieg mit uns, im Nebelwind". In dieser stillen Zeit erzählt nur noch der Wind seine alten Geschichten und wenn wir genau hinhören, könnte man meinen, es sind unsere Ahnen, die von längst vergessenen Geschichten uns erzählen wollen. Unsere Geschichten, denn wir sind für immer ein Teil von Ihnen.

Blessed Samhain  
☽✩☾ 
nehmt das Gefühl und die Bilder in euch auf  
☽✩☾  
zwischen den Welten
wo Tag & Nacht 
Zukunft & Vergangenheit
Diesseits & Jenseits
eins sind  
☽✩☾
Blessed Samhain  
☽✩☾



Text (co) Karin Mayer
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Dienstag, 1. Oktober 2013

Kochen mit den Sternen ° ☾ °☆  ¸. ☆ .  ★  Quiche Lorraine


Quiche Lorraine

Eine Quiche ist eine Spezialität aus der französischen Küche, in der Zubereitung gleicht sie  einer Tarte. Man kann sie ganz unterschiedlich zubereiten, vegetarisch zum Beispiel, oder mit Speck. Jeder wie er mag. Eine Quiche ist ein herzhafter, pikanter Kuchen, der warm und kalt ein Genuss ist. Mürbeteig wird dabei mit Eiermilch, Speck, Gemüse und Käse gefüllt und im Ofen goldbraun gebacken. Für mich ist es ein Herbstgericht und auch dem Zeichen Waage entsprechend. 

Wenn die Sonne im Sternzeichen Waage steht, dann wird die Küche schon mal zur Kunstgalerie und jedes Gericht zum Kunstwerk. Schon der Name: Quiche Lorraine schwingt voller Ästhetik und gutem Geschmack. Die Waage liebt die feine Küche, perfekte Harmonie nicht nur in Form und Farbe. Stilvoll und Elegant, ein wahres Fest der Sinne. Die Natur beschenkt uns ja auch gerade zur Waagezeit mit einem Füllhorn an Genüssen.

Mein Quiche Rezept: 

Für den Teig, den man sehr gut schon  vorbereiten kann, braucht man 
  • 200 g Mehl
  • 90 g Butter 
  • Prise Salz
  • 1 bis 2 Esslöffel kaltes Wasser
daraus wird ein MürbeTeig hergestellt. Den Teig gibt man dann in eine gut gefettete und mit Mehl oder Semmelbrösel bestäubte Tarte oder Springform. Den Backofen auf 200 Grad vorheizen und den Teig 10 Minuten backen. Mit einer Gabel den Boden bisserl einstechen.

Meine Füllung: 
  •  100 g Speck
  •  1 Stange Lauch
  •  1 kl. Zwiebel
  •  1 rote Paprikaschote
  •  ger. Käse (nach Gefühl, so ca. 100 g) 
  •  150 ml Sahne
  •  150 ml Milch
  •  3 Eigelb
  •  mit Chilipulver, Muskatnuss, Pfeffer  würzen 

Den Speck in einer Pfanne "auslassen", Lauch, Zwiebeln und Paprika waschen, putzen, klein schneiden und in die Pfanne dazu geben.  Kurz mitdünsten lassen und danach etwas abkühlen lassen. Dann gibt man die Gemüsemischung auf den Teig, verteilt darüber den geriebenen Käse. Sahne, Milch, Eigelb mit dem Mixer oder Pürierstab  verrühren, die Masse würzen und über die Gemüse-Speck-Mischung verteilen. 
Bei 200 Grad ca. 40 Minuten backen. Falls die Quiche zu dunkel wird, kann man etwas Backpapier drüber legen.


 

Das Ambiente wird nach der puristischen und pragmatischen Jungfrauenzeit nun sehr stimmungsvoll und ganz im Sinne von Zeichenherrscherin  Venus, üppig. Dazu gehört edles Geschirr und raffinierte Servietten, stilvolle Tischdekoration, Kerzenschein und dezente Musik. Bei einem romantischen Candle-Light Dinner  lässt sich die Waage gerne verwöhnen. Jedes Essen wird  so zum Fest, denn die Waage liebt das Leben und genießt es. Auf die Lust und das Leben! 
Gutes Gelingen und lasst es euch schmecken! 


Text (co) Karin Mayer
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Bildquelle:Privat,

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Wunderland
Erde mein Körper ☽✩☾ Wasser mein Blut ☽✩☾ Luft mein Atem ☽✩☾ Feuer mein Geist ☽✩☾ Darf ich mich vorstellen? Ich bin keine echte Fee, obwohl ich mir manchmal wünsche einen Zauberstab zu haben, um den Menschen ein wenig zu helfen. Im Feenstadl finden die Leser viel über das Leben im Rhythmus und Einklang mit der Natur. Von der Feenküche bis zur Astrofee ist für Leib und Seele was dabei. Nicht abgehoben, lieber erfrischend, manchmal mit einem Augenzwinkern! Ich hoffe, dass ich den Lesern ein wenig von der Freude die ich beim bloggen habe, weiter geben kann. Wenn Ihr jetzt neugierig geworden seid und noch mehr erfahren wollt, dann lesen wir uns vielleicht bald.

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