Freitag, 14. Dezember 2012

Weihnachten in England






Heute stelle ich euch Weihnachten bei unseren Nachbarn in England vor!


Die Weihnachtszeit ist für die Engländer eine Zeit in der viel gesungen wird. In Schulen, Kirchen und Familien sind die "Christmas Carols" zu hören. Oft ziehen singende Gruppen von Haus zu Haus. Am späten Nachmittag des Heiligen Abends gibt es, wie auch bei uns, in Kirchen und Gemeinden, Krippenspiele. Um Mitternacht gehen alle gemeinsam zur “Midnight Mass”.




Strümpfe werden aufgehängt und dann heißt es, noch einmal schlafen, denn erst am 25. Dezember morgens, gibt es die Geschenke. So feiern nämlich die Engländer und auch Amerikaner. “Father Christmas” kommt nachts, wenn alle schlafen durch den Kamin herein. Es ist Tradition, in der Nähe des Kamins - falls einer vorhanden, sonst stellt man es woanders hin - ein Stückchen Mince Pie mit einem Gläschen Sherry, abzustellen.



Der Weihnachtsschmuck sieht in England etwas anders aus, wie bei uns. Über den Türen werden Mistelzweige gehängt. Wer drunter steht, darf geküsst werden. Die Mistel war schon zu keltischen Urzeiten eine heilige Pflanze, die Böses vertreibt und unter der Frieden geschlossen wird.
Aber nicht nur Mistelzweige schmücken die Türen, sondern auch Stechpalmenzweige mit den leuchtendroten Beeren daran, sowie Efeuranken: "Holly and Ivy" heißen diese. Seit der Zeit Königin Viktoria´s wurde auch eine deutsche Tradition in England eingeführt, ihr Ehemann Albert brachte den festlich geschmückten Tannenbaum auf die britische Inseln.




Zu einem richtigen Weihnachtsessen, das am 25. Dezember stattfindet, gehört der Truthahn oder ein Brathähnchen. Schon an Heilig Abend werden hierfür die Vorbereitungen getroffen. Das Geflügel wird gefüllt, die Füllung ist etwas ganz besonderes: Brotkrümel, Zwiebel und Salbei, Sage and Onion Stuffing genannt. Dazu gibt es Roast Potatoes (gebackene Kartoffeln) und viel Gemüse, z.B. Erbsen, Karotten, Brokkoli, Rosenkohl, Blumenkohl und Steckrübe.
Es werden auch noch Kleinigkeiten wie “Sausage Rolls” (kleine Würstel im Speckmantel) und “Mince Pies” zum Essen gereicht.




Traditionelle Nachspeise ist der Plumpudding. Das ist kein Pudding wie wir ihn kennen, sondern eher wie ein Napfkuchen.
Er wird nach einem alten Rezept aus Rosinen, Sultaninen und Korinthen, Mehl, Eiern, Rum, Zucker, Zucker, Butter, Nüssen und Gewürzen hergestellt und muss viele Stunden kochen.
Bis heute ist es Tradition, darin eine Silbermünze zu verstecken. Den Plumpudding muss man daher in aller Ruhe genießen, schon allein deshalb, wenn man seine Zähne behalten will.
Um 15 Uhr muss dieses große Essen vorbei sein, denn dann kommt im Fernsehen die Weihnachtsansprache der Queen.

Der 26. Dezember wird “Boxing Day” genannt, ein Tag an dem handwerkliche Arbeiten verrichtet werden. Seit Jahren haben an diesem Tag die Baumärkte sogar offen und fangen mit dem Winterschlußverkauf an! Es ist fast so, als ob an diesem Tag alle Engländer Heimwerker sind. Zum Essen gibt es die Reste - und die sind reichlich - vom Vortag.





Text (co) Karin Mayer
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Kommentare:

  1. Wunscherschöne nostalgische Bilder! Danke für den informativen Artikel :-)

    liebe Grüße und ein schönes drittes Adventswochenende
    Sandra aus der Kinderküche

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    1. Danke Samaria, das wünsche ich dir und deinen Lieben auch

      freut mich, dass es dir hier gefällt
      ich mag die Bilder auch ganz besonders <3

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Erde mein Körper ☽✩☾ Wasser mein Blut ☽✩☾ Luft mein Atem ☽✩☾ Feuer mein Geist ☽✩☾ Darf ich mich vorstellen? Ich bin keine echte Fee, obwohl ich mir manchmal wünsche einen Zauberstab zu haben, um den Menschen ein wenig zu helfen. Im Feenstadl finden die Leser viel über das Leben im Rhythmus und Einklang mit der Natur. Von der Feenküche bis zur Astrofee ist für Leib und Seele was dabei. Nicht abgehoben, lieber erfrischend, manchmal mit einem Augenzwinkern! Ich hoffe, dass ich den Lesern ein wenig von der Freude die ich beim bloggen habe, weiter geben kann. Wenn Ihr jetzt neugierig geworden seid und noch mehr erfahren wollt, dann lesen wir uns vielleicht bald.

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